Achtung, Spoiler! Dieser Artikel verrät Details aus dem Serienfinale von „The Bear“.
Eine Liebeserklärung in einer kurzen, fast beiläufigen Szene: Im Finale der Erfolgsserie „The Bear“ verbirgt sich ein Gruß an Rob Reiner (1947-2025). Der Schauspieler und Regisseur kam im Dezember 2025 ums Leben und hatte einen seiner letzten Auftritte in einer Episode der vierten Staffel der Serie.
Die letzte Folge trägt den Titel „The Original Beef of Chicagoland“. Darin telefoniert Küchenhilfe Ebra (Edwin Lee Gibson) mit dem Restaurantberater Albert Schnurr – jener Figur, die Reiner zuvor verkörpert hatte. Ebra hat den perfekten Standort für die geplante Expansion des Lokals gefunden. „Albert, wir sind im Geschäft“, sagt er deshalb ins Telefon. „Es ist perfekt. Ich schicke dir sofort alle Unterlagen per E-Mail. Kann ich sonst noch etwas tun?“ Auf die unhörbare Antwort aus dem Hörer entgegnet er dann noch: „Wie du wünschst“, im Original „As you wish“.
Ein Satz mit Filmgeschichte
Diese drei Worte sind kein Zufall. Sie stammen aus „The Princess Bride“, dem Märchenfilm von 1987, bei dem Reiner Regie geführt hatte. Darin gesteht die Figur Westley (Cary Elwes) ihrer Angebeteten Buttercup (Robin Wright) immer wieder mit genau diesem Satz ihre Liebe. Aus dem schlichten „Wie du wünschst“ wurde so eine der bekanntesten Liebesbekundungen der Filmgeschichte – und im „Bear“-Finale ein leiser Abschiedsgruß an den Regisseur.
Reiner war in der vierten Staffel der von Christopher Storer erdachten Serie in drei Folgen als Albert Schnurr aufgetreten. Seit dem 26. Juni ist die fünfte und finale Staffel rund um Hauptdarsteller Jeremy Allen White als Küchenchef Carmy abrufbar.
Drama in Hollywood
Rob Reiner und seine Ehefrau Michele Singer Reiner waren im Dezember 2025 tot in ihrem Haus im kalifornischen Brentwood aufgefunden worden. Daraufhin wurde ihr jüngere Sohn Nick Reiner festgenommen und wegen Mordes ersten Grades angeklagt; er soll seine Eltern erstochen haben. Im Februar plädierte er auf nicht schuldig, wie unter anderem BBC berichtete. Der Prozess wurde zuletzt auf den Herbst verschoben.
Der Tod des Paares hatte die Unterhaltungsbranche schwer erschüttert. Etwa Regisseur Martin Scorsese, ein langjähriger Freund der Reiners, verfasste für die „New York Times“ einen bewegenden Nachruf, und auch bei den Oscars wurden die beiden unter anderem von Billy Crystal, Meg Ryan oder Demi Moore gewürdigt. Sohn Jake Reiner (35) wiederum zeigte sich am 23. Juni erstmals seit dem Tod seiner Eltern wieder in der Öffentlichkeit: Er erschien bei der Premiere der HBO-Produktion „Life, Larry and the Pursuit of Unhappiness“ von Familienfreund Larry David.
(eyn/spot)
Bild: Ein Gastauftritt in Staffel vier von „The Bear“ war eines von Rob Reiners letzten Projekten. / Quelle: imago/ZUMA Press Wire/Alex Garcia

