Sängerin Joelina Drews (30) wagt sich auf neues Terrain: Für die RTL-Strategieshow „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ zieht sie in ein Schloss, wo Prominente herausfinden müssen, wer loyal spielt und wer heimlich zu den Verrätern gehört. Am Ende winkt ein Silberschatz von bis zu 50.000 Euro. Die neuen Folgen sind seit dem 3. August bei RTL+ verfügbar und ab dem 17. August bei RTL zu sehen.
Achtung, Spoiler!
Doch für Drews ist das Abenteuer schnell vorbei: Die Verräter sehen in ihr früh eine Gefahr und nehmen sie bereits in Folge zwei aus dem Spiel. Im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news erzählt die Musikerin, was ihr bei der Strategieshow schwerfiel und was ihre Familie zu ihrer Teilnahme gesagt hat. Zudem verrät sie, was sie sich für ihre Musikkarriere vorgenommen hat und welche Rolle Vater Jürgen Drews (81) dabei spielt.
Was hat Sie an der Teilnahme bei „Die Verräter – Vertraue Niemandem!“ besonders gereizt?
Joelina Drews: Mich hat vor allem gereizt, komplett aus meiner Komfortzone herauszugehen. Ich interessiere mich total für Strategie- und Psychologiespiele und finde Formate spannend, bei denen man nicht nur Glück braucht, sondern wirklich mit Köpfchen spielen muss. Ich würde schon sagen, dass ich eine ganz gute Menschenkenntnis habe und auch strategisch denke. Genau deshalb wollte ich mich selbst mal in so einem extremen Umfeld testen. Bei „Die Verräter“ kann man sich zwar vorher Gedanken machen, wie man vorgehen möchte, aber am Ende kommt sowieso alles anders. Gerade dieses Unberechenbare fand ich unglaublich spannend.
Sie haben bislang vergleichsweise wenig Erfahrung mit großen TV-Shows. War die Teilnahme an „Die Verräter“ deshalb eine besondere Herausforderung für Sie?
Drews: Absolut. Ich bin durch die Musik und meine Auftritte zwar Kameras gewohnt, aber dieses Format ist etwas völlig anderes. Dort zählt jede Reaktion, jedes Wort und jeder Blick. Ich war vor der Teilnahme auch unheimlich unsicher und ich glaube, genau dieses Umfeld hat diese Unsicherheit am Anfang noch einmal verstärkt. Gleichzeitig hat mich die Erfahrung aber auch enorm wachsen lassen. Ich habe gemerkt, dass ich viel mehr kann, als ich mir selbst oft zutraue, und genau deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich dabei sein durfte.
Wie gut können Sie Menschen normalerweise einschätzen – und hat sich das durch die Sendung verändert?
Drews: Ich glaube nach wie vor, dass ich Menschen grundsätzlich gut einschätzen kann. Durch die Show habe ich aber gelernt, dass der erste Eindruck längst nicht immer der aussagekräftigste ist. Gerade unter Druck verhalten sich Menschen oft ganz anders, als man sie im Alltag erleben würde. Deshalb lohnt es sich manchmal, erst einmal zu beobachten, bevor man sich festlegt. Bei „Die Verräter“ war genau das allerdings gar nicht so einfach, weil man ständig schnelle Entscheidungen treffen musste und das ist tatsächlich nicht unbedingt meine größte Stärke.
Kannten Sie einen Mitspieler oder eine Mitspielerin schon vorher und wenn ja, war das ein Vor- oder Nachteil?
Drews: Ein paar Gesichter kannte ich natürlich vorher. Aber im Schloss spielt das irgendwann kaum noch eine Rolle. Da hinterfragt man plötzlich sogar Menschen, die man eigentlich sympathisch findet.
Wem haben Sie im Schloss zunächst besonders schnell vertraut und gab es jemanden, bei dem Sie schon bei der ersten Begegnung misstrauisch wurden?
Drews: Peyman war für mich tatsächlich von Anfang an jemand, bei dem ich ein richtig gutes Gefühl hatte. Ich war ziemlich schnell überzeugt, dass er loyal ist. Bei den Zwillingen war ich dagegen zunächst etwas misstrauisch. Vielleicht auch, weil ich die beiden durch ihre Ähnlichkeit am Anfang gar nicht richtig einschätzen konnte. Mein Bauchgefühl wurde im Laufe des Spiels aber definitiv mehr als einmal auf die Probe gestellt.
Welche Ihrer persönlichen Eigenschaften waren bei diesem psychologischen Spiel hilfreich – und welche standen Ihnen eher im Weg?
Drews: Ich bin ein sehr empathischer Mensch, höre gut zu und beobachte mein Umfeld sehr genau. Das hat mir auf jeden Fall geholfen. Gleichzeitig neige ich aber auch dazu, Dinge zu zerdenken. Außerdem bin ich ziemlich ehrgeizig und manchmal auch etwas ungeduldig. In so einem Spiel kann genau das zum Nachteil werden. Wenn man zu schnell nach vorne prescht oder anderen einen Schritt voraus sein möchte, kann man für die Verräter natürlich auch schnell gefährlich werden.
Was hat Ihre Familie, insbesondere Ihr Vater Jürgen Drews, zu Ihrer Teilnahme gesagt – und welchen Rat hat sie Ihnen vielleicht mitgegeben?
Drews: Alle haben sich riesig für mich gefreut. Mein Papa hat mir bei der Verabschiedung noch gesagt: „Du kannst so schlecht lügen, wir sehen uns bestimmt übermorgen schon wieder.“ Meine Mama hat mir einfach mit auf den Weg gegeben, dass ich ich selbst bleiben und die Erfahrung genießen soll. Genau das habe ich versucht, auch wenn meine Nervosität und Unsicherheit mich zwischendurch ganz schön herausgefordert haben.
Ihr Vater hat sich weitgehend aus dem Showgeschäft zurückgezogen. Wie erleben Sie ihn heute, wenn er Ihre Auftritte verfolgt und Ihnen zunehmend die Bühne überlässt?
Drews: Er freut sich unglaublich über alles, was ich machen darf. Für mich ist es schön, ihn heute einfach als Papa an meiner Seite zu haben. Er unterstützt mich immer, freut sich ehrlich mit mir und lässt mir gleichzeitig komplett meinen eigenen Weg. Das bedeutet mir unheimlich viel.
Mit Ihrer Version von „Durch und Durch“ haben Sie bei ihm für Begeisterung gesorgt. Wollen Sie sich noch mehr mit der Musik Ihres Vaters beschäftigen oder mit ihm zusammenarbeiten?
Drews: Ich finde es schön, seine Musik auf meine eigene Art neu zu interpretieren. Das habe ich inzwischen schon ein paar Mal gemacht und wir haben ja auch gemeinsam Musik veröffentlicht. Mit „Drews Cordalis Petry“ interpretieren wir außerdem die Klassiker unserer Väter. Trotzdem ist es mir sehr wichtig, meinen eigenen musikalischen Weg zu gehen. Genau daran arbeite ich gerade.
Hat „Die Verräter“ bei Ihnen die Lust auf weitere TV-Shows geweckt – oder bleiben Sie lieber bei der Musik?
Drews: Die Musik wird immer meine größte Leidenschaft bleiben. Aber ich habe bei „Die Verräter“ gemerkt, wie viel Spaß mir solche Formate machen. Wenn ein Projekt wirklich zu mir passt, kann ich mir gut vorstellen, noch weitere TV-Shows zu machen. Ein ganz großes Wunschformat wäre für mich auf jeden Fall „Let’s Dance“.
(jom/spot)
Bild: Joelina Drews mischt bei der aktuellen „Die Verräter“-Staffel mit. / Quelle: RTL/Stefan Gregorowius


