Der richtige Nachname kann einem in Hollywood und darüber hinaus sämtliche Türen und Tore öffnen. Nicht selten wird dieser Umstand als Nepotismus kritisiert, der manch einem berühmten Spross schon zu prestigeträchtigen Rollen verhalf – und das mitunter unverdient, lautet ein häufiger Vorwurf.
Aus den verschiedensten Gründen haben Promis aber auch schon bewusst auf ihren klangvollen Familiennamen verzichtet. Sei es, weil man die Karriere gänzlich auf eigene Beine stellen, sich nicht damit identifizieren oder stattdessen einen anderen Nachnamen ehren wollte.
Nicht mehr Cruise, aber auch nicht Holmes
Eines der jüngsten Beispiele ist Suri (20), die Tochter von Tom Cruise (64) und Katie Holmes (47). Bis ins Jahr 2024 trug sie den Nachnamen ihres berühmten Vaters. Wie US-Medien jedoch in Erfahrung gebracht haben wollen, änderte sie diesen vor rund zwei Jahren in Noelle. Auch wenn sie folglich nicht den Nachnamen ihrer ebenfalls weltbekannten Mutter annahm, ehrte sie Katie Holmes mit der Wahl dennoch auf ihre ganz eigene Weise. Denn bei Noelle handelt es sich um den zweiten Vornamen des „Dawson’s Creek“-Stars.
Vier von sechs Kindern wollen nicht mehr Pitt heißen
Dass das Verhältnis zwischen dem einstigen Traumpaar Brad Pitt (62) und Angelina Jolie (51) höchst angespannt ist, davon zeugen allein die jahrelangen Auseinandersetzungen vor Gericht. Doch auch der gemeinsame Nachwuchs scheint sich zunehmend von seinem Vater abnabeln zu wollen.
Wie etwa „People“ berichtet, sollen inzwischen schon vier der sechs Kinder den Nachnamen Pitt offiziell abgelegt haben: Nach Zahara (21), Maddox (24) und Shiloh (20) habe sich demnach unlängst auch Vivienne (18) hierzu entschlossen. Sollte das stimmen, so würden aktuell nur noch Sohn Pax (22) sowie Viviennes Zwillingsbruder Knox (18) den Doppelnamen Jolie-Pitt tragen.
Er machte sich seinen eigenen Namen in der Traumfabrik
Fast seit dem Beginn seiner Schauspielkarriere ist Nicolas Cage (62) nun schon als Nicolas Cage bekannt – und er hat sich unter diesem Pseudonym in der Traumfabrik wahrlich einen Namen gemacht. Eigentlich hörte der Star auf den in Hollywood noch klangvolleren Nachnamen Coppola. Zumindest tat er das offiziell bis ins Jahr 2025, wie der Schauspieler im Mai dieses Jahres der US-Seite „Variety“ verraten hat.
Dabei erklärte Cage auch, was der finale Beweggrund für ihn war, kein Coppola mehr sein zu wollen. „Es ist besser, der Patriarch meiner eigenen kleinen Familie zu sein, als der Clown-Cousin am Rande der Familie eines anderen.“ Also habe er beschlossen, sich voll und ganz zum Namen Cage zu bekennen. Er ist der Sohn des verstorbenen August Coppola, dem älteren Bruder von Regielegende Francis Ford Coppola (87).
Ein Nachname als Ehrerweisung
Hin und wieder verbirgt sich hinter der Wahl eines unbekannteren Nachnamens auch ein sentimentaler Grund. Im Fall von Emilio Estevez (64) ist der Hintergrund besonders interessant. Denn im Gegensatz zu seinem berühmten Vater Martin Sheen (85) und Bruder Charlie Sheen (60) ist er der Einzige, der dem tatsächlichen (und weitaus unbekannteren) Familiennamen treu geblieben ist.
Denn bürgerlich heißt Martin Sheen eigentlich Ramon Estevez. Da er zu Beginn seiner Karriere jedoch mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen hatte, änderte er schließlich Vor- und Nachnamen. Charlie Sheen, eigentlich Carlos Estevez, tat es seinem Vater gleich. Lediglich Emilio Estevez blieb seinem Nachnamen treu, um die hispanische Herkunft der Familie zu ehren.
Der verstorbenen Mutter zu Ehren
Eine rührende und zugleich tragische Geschichte steckt auch hinter dem Namen Micheál Richardson. Denn geboren wurde er als Micheál Neeson, Sohn von Actionheld Liam Neeson (74). Vor rund acht Jahren änderte der heute 31-Jährige seinen Nachnamen zu Richardson, um seine 2009 verstorbene Mutter Natasha Richardson in Ehren zu halten. Die Schauspielerin war mit nur 45 Jahren an den Folgen eines Skiunfalls gestorben.
(stk/spot)
Bild: Nicolas Cage kehrte seinem Familiennamen Coppola den Rücken, Tom Cruises Tochter Suri hört inzwischen auf den Nachnamen Noelle. / Quelle: ddp / action press


