Chuck Russell ist tot. Der US-Regisseur, dessen Komödie „Die Maske“ Jim Carrey 1994 endgültig zum Weltstar machte, starb am Mittwoch, dem 22. Juli, unerwartet in seinem Haus in der Region San Diego. Er wurde 74 Jahre alt. Seine Familie bestätigte den Tod gegenüber dem Portal „TMZ“. Was genau passiert ist, ist bislang offen.
Kurz zuvor sprach er noch über seine Filme
Erst einen Monat vor seinem Tod hatte Russell dem Magazin „People“ ein Interview zum 30. Jubiläum von „Eraser“ gegeben, jenem Actionfilm aus dem Jahr 1996, in dem Arnold Schwarzenegger den Zeugenschützer John „The Eraser“ Kruger spielt. Dass seine Filme drei Jahrzehnte später noch immer ein Publikum finden, erfüllte den Regisseur mit Stolz.
„Es fühlt sich großartig an“, sagte er über die anhaltende Liebe zu „Eraser“. „Von einigen meiner Filme habe ich 4K-Fassungen anfertigen lassen. Und ich bin begeistert, dass ein neues Publikum ‚Eraser‘ und ‚Die Maske‘ entdeckt. Das geht immer weiter, bis zurück zu meinem ersten Film, dem dritten ‚Elm Street‘: ‚Dream Warriors‘. Es scheint anhaltende Fans und ein neues Publikum für diese Filme zu geben, und darauf bin ich sehr stolz.“
Vom Horrorschocker zum Blockbuster
Genau dort hatte alles begonnen. Nach seinem Abschluss an der University of Illinois Urbana-Champaign legte Russell 1987 mit „A Nightmare on Elm Street 3: Dream Warriors“ sein Regiedebüt vor, das Drehbuch stammte ebenfalls von ihm. Ein Jahr später folgte der Horrorfilm „The Blob“.
Der ganz große Erfolg kam 1994 mit „Die Maske“. Der Film machte Jim Carrey zum Superstar und katapultierte seine Filmpartnerin Cameron Diaz in die erste Reihe Hollywoods. Zwei Jahre später drehte Russell „Eraser“ mit Schwarzenegger, 2002 dann „The Scorpion King“ mit Dwayne Johnson, für den es die erste Hauptrolle in einem Kinofilm war.
Comeback nach 14 Jahren Pause
Danach wurde es lange still um den Regisseur. 14 Jahre lang drehte er keinen Film, ehe er 2016 mit dem Actionstreifen „I Am Wrath“ und John Travolta in der Hauptrolle zurückkehrte. Mit Travolta arbeitete Russell 2022 erneut zusammen, für „Paradise City“, in dem auch Bruce Willis in einer seiner letzten Filmrollen zu sehen war. Sein letztes Projekt war der Horrorfilm „Witchboard“ aus dem Jahr 2024, in dem ein verfluchtes Spiel eine dunkle Macht weckt.
(mia/spot)
Bild: Trauer um Regisseur Chuck Russell. / Quelle: imago/Everett Collection / New Line Cinema/Courtesy Everett Collection







