WM-Aus: Keven Schlotterbeck macht Bruder Nico Mut

WM-Aus: Keven Schlotterbeck macht Bruder Nico Mut

Keven Schlotterbeck (29) hat sich öffentlich zur schweren Verletzung seines Bruders Nico (26) geäußert. Der Innenverteidiger des FC Augsburg war vor der WM-Partie zwischen Portugal und Usbekistan (ARD, MagentaTV) als Gastexperte bei MagentaTV im Einsatz – und sprach dort im Gespräch mit Moderatorin Laura Wontorra (37) nicht nur über das anstehende Spiel, sondern auch über ein sehr persönliches Thema.

Hintergrund ist das vorzeitige Turnier-Aus seines Bruders. Nico Schlotterbeck, in der Bundesliga für Borussia Dortmund aktiv, hatte sich am vergangenen Samstag beim DFB-Sieg gegen die Elfenbeinküste (2:1) verletzt und musste ausgewechselt werden. Die Diagnose: ein Innenbandanriss, der den Dortmunder für den Rest der WM außer Gefecht setzt. Keven war beim Spiel in Toronto vor Ort und damit hautnah dabei, als sein Bruder die Partie verlassen musste.

„Ein Knackpunkt für ihn und uns als Familie“

Entsprechend bewegt fielen Kevens Worte aus. „Es heißt weitermachen, Krone richten und da durch gehen. Ich habe natürlich mit meinem Bruder gesprochen, aber ich mache es jetzt, wie es in den Medien weitergeleitet wurde: Es stehen mehrere Monate dran. Es sieht nicht so ganz rosig aus. Ich verrate nicht zu viel, das darf er dann in aller Ruhe machen“, sagte der Augsburger.

Wie sehr die Verletzung den gesamten Schlotterbeck-Clan trifft, machte Keven unmissverständlich deutlich: „Es ist ein Knackpunkt für ihn und auch für uns als Familie, weil wir ihn gerne weiter unterstützt hätten. Jetzt ist es leider so. In 4 Jahren steht die nächste WM an, er darf sich dann darauf freuen. Weiter geht’s!“

Ablenkung mit Reise-Tipp nach New York

Statt in Trübsal zu verfallen, setzt der ältere Bruder auf Ablenkung – und einen ungewöhnlichen Vorschlag. „Ich schreibe ein bisschen mit ihm und will ihn ablenken. Ich habe ihm gesagt, er soll unbedingt mal nach New York kommen und einfach mal die Stadt sehen, weil es etwas ganz Besonderes ist. Aber klar, er muss jetzt erstmal ein paar Wochen schlucken“, berichtete Keven.

Sein Bruder verarbeite den Rückschlag derweil im Stillen. „Er ist jetzt noch ca. eine Woche in Winston-Salem geblieben. Er schaltet einfach mal ab, schaltet auch das Handy aus. Er versucht, der Mannschaft erstmal zu helfen und ihnen Beistand zu geben“, so der Augsburg-Profi. Auf den Zusammenhalt im DFB-Team setzt er dabei große Hoffnung: „Genauso glaube ich, dass die Jungs für ihn da sind und ihm mal auf die Schulter klopfen, wenn er es braucht. Der Fußball ist hart.“

(mia/spot)

Bild: Keven Schlotterbeck auf dem Rasen. / Quelle: ddp/star-images

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