Trauerfeier in Montmartre: DJ Kavinsky in Paris beerdigt

Trauerfeier in Montmartre: DJ Kavinsky in Paris beerdigt

Gut zwei Wochen nach seinem Tod hat die französische Musikszene Abschied von Kavinsky genommen. Die Trauerfeier für den am 28. Juli im Alter von 50 Jahren gestorbenen DJ und Produzenten begann am Mittwochmorgen, 12. August, gegen 10:30 Uhr in der Kirche Saint-Pierre de Montmartre.

Der schlichte Eichensarg zog zu der Titelmelodie aus „Der weiße Hai“ ein, wie französische Medien wie „Le Figaro“ übereinstimmend berichten. Vor dem Gotteshaus im 18. Arrondissement standen demnach hunderte Fans, um sich von dem Musiker zu verabschieden. Nach der Messe wurde der Sarg zum Friedhof Saint-Vincent gebracht. Das Viertel im Norden von Paris hatte Kavinsky zu seiner Kunstfigur inspiriert.

Die Szene nimmt Abschied

Drinnen hatte sich die französische Elektroszene versammelt, darunter Thomas Bangalter von Daft Punk. Die Band hatten den Newcomer einst als Vorgruppe ihrer Konzerte auf die Bühne geholt. Außerdem erwiesen Gaspard Augé und Xavier de Rosnay vom Duo Justice, Sébastien Tellier und Rapper Oxmo Puccino dem Musiker die letzte Ehre, dazu Olivier Nusse, der Chef von Universal Music France.

Aus der Filmbranche kamen die Regisseure Gaspar Noé und Romain Gavras, der 2022 das Video zum Kavinsky-Stück „Cameo“ gestaltete, sowie die Schauspieler Fred Testot und Alexis Manenti. Quentin Dupieux, vor seiner Filmkarriere als Elektromusiker Mr. Oizo bekannt, hatte seinem Jugendfreund Mitte der 2000er zwei Rollen verschafft. Weil der Tag der Beerdigung mit der lange erwarteten Sonnenfinsternis zusammenfällt, taufte Kavinskys engster Freund, der Schauspieler Nicolas Duvauchelle, das Ereignis auf Instagram kurzerhand „Kavinsklipse“.

Todesursache weiterhin unklar

Kavinsky, mit bürgerlichem Namen Vincent Belorgey, war am 28. Juli leblos in seiner Pariser Wohnung im 18. Arrondissement gefunden worden, drei Tage vor seinem 51. Geburtstag. Rund zwei Wochen vorher stand er noch beim Konzert von The Weeknd im Stade de France auf der Bühne. Die Staatsanwaltschaft leitete eine Untersuchung ein, eine offizielle Todesursache wurde bislang nicht mitgeteilt.

Auch Staatspräsident Emmanuel Macron (48) würdigte den Künstler auf Facebook als „für immer eine Quelle des französischen Stolzes“. Sein Klassiker „Nightcall“ von 2010 wurde durch den Vorspann von „Drive“ weltbekannt und erklang, interpretiert mit Angèle und Phoenix, auch bei der Abschlussfeier der Olympischen Spiele 2024 in Paris.

(eyn/spot)

Bild: Kavinsky wurde in einem schlichten Eichensarg beerdigt. / Quelle: ddp/abaca press / ddp

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