„Expensive Hair“ klingt nach teurem Friseurbesuch, meint aber vor allem eines: Haare, die gesund, glänzend und gepflegt aussehen. Der Trend setzt 2026 weniger auf übertriebenes Styling als auf seidige Längen, reflektierenden Glanz und ein Finish, das hochwertig wirkt, ohne angestrengt auszusehen.
Was hinter dem Trend steckt
„Das Haar muss aus jedem Blickwinkel seidig, reflektierend und gesund aussehen“, bringt es Star-Stylist Chris Appleton beim Deutschland-Launch von Color Wow in Düsseldorf auf den Punkt. Appleton ist Markenbotschafter der Haarpflegemarke, die inzwischen zum L’Oréal-Portfolio gehört. Der Promi-Friseur zählt zu den bekanntesten Stylisten der Branche und ist unter anderem für die Looks von Kim Kardashian und Jennifer Lopez verantwortlich.
Für ihn steht moderner Glamour heute nicht mehr für starre Wellen oder stark fixierte Styles, sondern für Bewegung, Glanz und Haare, die auch abseits von Kamera und rotem Teppich gepflegt wirken. „Modernes Glamour-Haar ist 2026 weicher, gesünder und fühlt sich natürlicher an“, erklärt Appleton den aktuellen Trend. Entscheidend sei nicht, dass eine Frisur möglichst aufwendig aussieht. Vielmehr gehe es um glänzende Struktur, natürliche Bewegung und ein Finish, das kontrolliert wirkt, aber nicht verklebt.
Pflege ist die Basis
Die Basis für den Expensive-Hair-Look ist Pflege. Trockenes Haar wirkt schnell stumpf, frizzig und unruhig. „Extrem glänzendes Celebrity-Haar beginnt immer mit Feuchtigkeit“, so Appleton. Wer ein hochwertiges Finish erzielen will, müsse das Haar also zuerst gut versorgen, statt nur mit Stylingprodukten nachzuhelfen. Ohne ausreichend Pflege entstehe dieser satte, reflektierende Glanz nicht.
Ein häufiger Fehler im Kampf gegen Frizz sei laut Appleton, das Haar mit zu schweren Ölen und Cremes zu überladen. Das könne Längen beschweren und den Look schnell fettig statt luxuriös wirken lassen. „Bei Frizz-Kontrolle geht es eigentlich darum, die Schuppenschicht zu versiegeln und das Haar richtig vor Luftfeuchtigkeit zu schützen“, erklärt der Stylist.
Volumen ohne Härte
Auch Volumen gehört zum Expensive-Hair-Trend, allerdings in einer modernen Variante. „Luxuriöses Volumen darf niemals steif oder verklebt aussehen“, betont Appleton. Fülle soll Bewegung haben, weich fallen und natürlich anfassbar bleiben. Der Look lebt nicht von Härte, sondern von Sprungkraft.
Wer einen Bad Hair Day schnell retten will, sollte laut Appleton nicht komplett neu stylen, sondern gezielt nacharbeiten. „Der schnellste Weg, einen Bad Hair Day zu retten, ist bewusster Feinschliff.“ Heißt: die Oberfläche glätten, Glanz hinzufügen und die Frisur gezielt neu in Form bringen. Eine leichte Stylingcreme in Längen und Spitzen kann trockenes, krauses oder aufgeplustert wirkendes Haar innerhalb weniger Minuten gepflegter aussehen lassen.
Hitzeschutz bleibt Pflicht
Langfristig führt für Appleton außerdem kein Weg an Hitzeschutz vorbei. „Hitzeschutz ist nicht verhandelbar“, sagt er. Viele unterschätzten, wie stark tägliches Hitzestyling Glanz und Geschmeidigkeit mit der Zeit beeinträchtigen könne. Wer dauerhaft gesund aussehendes Haar wolle, müsse es vor Föhn, Glätteisen und Lockenstab schützen.
Sein wichtigster Tipp für bessere Haartage ist deshalb schlicht: zuerst auf die Haarqualität achten. „Glänzendes, gesund aussehendes Haar gibt einem immer mehr Selbstbewusstsein als ein übermäßig komplizierter Style.“ Expensive Hair ist damit weniger eine konkrete Frisur als ein Prinzip: Das Haar soll gesund aussehen, sichtbar glänzen, sich natürlich bewegen und mühelos wirken.
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Bild: Chris Appleton gehört seit Langem zu den bekanntesten Hairstylisten in Hollywood. / Quelle: Color Wow


