Schlafen im Sommer: Das bewirkt der Social-Media-Trend Sleepmaxxing

Schlafen im Sommer: Das bewirkt der Social-Media-Trend Sleepmaxxing

Der Hype um die perfekte Schlafhygiene auf Social Media ist groß. Unter dem Begriff Sleepmaxxing teilen Nutzer Methoden, um ihren Schlaf zu optimieren. Dahinter steckt die Idee, mit gezielten Verhaltensweisen das Maximum aus den nächtlichen Stunden herauszuholen. Diese klassischen Schlaf-Hacks stoßen im Sommer aber massiv an ihre Grenzen, weil hohe Raumtemperaturen den Körper stark belasten. Mit diesen Tipps gelingt der Schönheitsschlaf trotz Hitzewelle.

Basisregeln für die ideale Schlafhygiene

Einige Grundregeln bilden das Fundament für das Sleepmaxxing. Wer das Licht am Abend dimmt, regt das Gehirn an, mehr Schlafhormon Melatonin zu bilden. Das bereitet den Körper optimal auf die Ruhephase vor. Wer vor dem Zubettgehen auf Alkohol und Nikotin verzichtet, schützt die natürlichen Schlafzyklen. Wer zudem Bildschirme vor dem Schlafen konsequent ausschaltet, verhindert, dass blaues Licht das Einschlafen verzögert.

Hitzeschutz für erholsamen Schlaf

Eigentlich erholt sich der Körper bei rund 18 Grad am besten. Wenn das Schlafzimmer sich auf etwa 25 Grad erwärmt, leidet die Tiefschlafphase laut Studien nachweislich. Der Körper verharrt im Leichtschlaf und repariert die Zellen nicht mehr ausreichend.

Um die Raumtemperatur im Sommer zu senken, hilft eine ausgeklügelte Routine beim Lüften. Tagsüber bleiben die Fenster komplett geschlossen. Außenjalousien oder schwere Vorhänge halten die Hitze draußen. Ausgiebig lüften sollte man ausschließlich am späten Abend oder am frühen Morgen, wenn die Luft draußen abkühlt.

Bettwäsche und Schlafbekleidung aus natürlichen Stoffen wie Baumwolle, Leinen oder Seide atmen gut. Kunstfasern wie Polyester und Mikrofaser stauen hingegen die Körperwärme und lassen Menschen schneller schwitzen. Ein bloßer Bettbezug ohne Füllung reicht als Decke in heißen Nächten vollkommen aus. Um den Körper beim Einschlafen leicht zu kühlen, hilft ein sanft mit Wasser besprühtes Laken, das beim Verdunsten Kälte abgibt. Eine mit kaltem Wasser gefüllte Wärmflasche an den Füßen oder im Nacken kühlt die Haut zusätzlich spürbar ab.

Die perfekte Abendroutine bei Hitze

Die Vorbereitung des Körpers beginnt Stunden vor dem Hinlegen. Wer schwer, fettig oder sehr eiweißreich isst, verbraucht viel Verdauungsenergie und heizt den Körper von innen an. Ein leichtes Abendessen entlastet den Stoffwechsel.

Eine lauwarme Dusche am Abend verhindert, dass sich die Gefäße verengen und sich Hitze im Körperinneren staut. Wer die Haut danach nur sanft abtupft, nutzt die dünne Wasserschicht: Sie verdunstet und entzieht dem Körper überschüssige Wärme. Beim Schlafen empfiehlt es sich, nur die Körpermitte zuzudecken. Über die freiliegenden Hände und Füße gibt der Organismus überschüssige Hitze besonders effizient an die Umgebung ab.

Beauty-Tipps bei nächtlicher Hitze

Die nächtliche Hitze hinterlässt oft sichtbare Spuren im Gesicht und verursacht körperliche Beschwerden. Ein direkter Luftstrom von Ventilatoren trocknet die Schleimhäute aus, verspannt den Nacken und löst Kopfschmerzen aus. Das Gerät sollte daher niemals direkt auf den Kopf blasen.

Wenn Augen oder das ganze Gesicht morgens geschwollen sind, hilft ein zweites Kissen: Wer den Kopf höher lagert, regt den Lymphfluss an. Damit Schweiß und Talg die Haut nicht entzünden, reinigt eine milde Pflege das Gesicht vor dem Schlafen gründlich. Wer auf reichhaltige Pflegeprodukte verzichtet, schützt die Poren zusätzlich davor, zu verstopfen.

(the/spot)

Bild: Sleepmaxxing ist ein beliebter Social-Media-Trend: Doch welche Hacks helfen wirklich dabei, bei Hitze besser zu schlafen und morgens erholt aufzuwachen? / Quelle: istock/Perawit Boonchu / iStock via Getty Images

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