Nach dem Jawort von Ralf Schumacher (50) und Étienne Bousquet-Cassagne (36) am vergangenen Samstag steuert auch die Sky-Doku „Ralf & Étienne: Wir sagen Ja“ auf ihr großes Finale zu. In der dritten Folge, die ab dem 4. Juni bei Sky und Wow zu sehen ist, blickt das Paar auf seine gemeinsame Vergangenheit zurück. Ralf Schumacher machte im Sommer 2024 seine neue Liebe öffentlich. „Wir standen im Weinshop, als ein älterer Engländer zu mir sagte: ‚Ralf, du bist immer noch Single? Noch immer keine Frau?‘ Und Étienne stand neben mir. Da dachte ich mir, jetzt muss bald eine Lösung her.“
Eine Woche später machte Ralf sein Coming-out öffentlich. „Wir waren am Strand und hatten ein bisschen getrunken“, erinnert sich Étienne. „Es war ein schöner Tag.“ Dann habe Ralf plötzlich zu ihm gesagt: „Guck mal auf dein Instagram, ich habe einen Post gemacht.“
Schumachers Coming-out: „Es hat sich richtig angefühlt“
Es war der Post, der anschließend für großes Medienecho sorgte: Der ehemalige Formel-1-Pilot veröffentlichte ein romantisches Bild von sich und Étienne am Strand bei Sonnenuntergang. Dazu schrieb er: „Das Schönste im Leben ist, wenn man den richtigen Partner an seiner Seite hat, mit dem man alles teilen kann.“
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Étienne war von dem Schritt an die Öffentlichkeit überrumpelt, wie er zugibt. „Ich war nicht bereit dafür.“ Er habe zu Ralf gesagt: „Warum? Unser Leben ist so schön. Wir brauchen doch keine Aufmerksamkeit.“ Doch Ralf tat es nach eigenen Worten auch für Étienne: „Damit es einfach klar ist. Die Leute haben immer so geguckt. Und ich wusste nie, wie ich ihn vorstellen sollte.“ Er ergänzt: „Es hat sich einfach richtig angefühlt.“
Spenden statt Geschenke
Derweil nehmen auch die Hochzeitsvorbereitungen weiter Fahrt auf. Der nächste Programmpunkt führt Ralf und Étienne in einen Lounge-Club in St. Tropez. Dort sollen die 110 Gäste am Abend vor der Trauung bei einem lockeren Get-together zusammenkommen. Gemeinsam mit der Wedding-Plannerin probiert das Paar Jakobsmuscheln, Trüffel und weitere luxuriöse Häppchen. Danach wird es wieder bodenständiger.
Ein Besuch im Tierheim steht an. Statt Hochzeitsgeschenken wünschen sich die Hundefans Spenden für genau diese Einrichtung, in der 30 bis 40 Hunde leben. Seit zwei Jahren unterstützen die mehrfachen Hundebesitzer das Tierheim bereits. Mit den Spenden zur Hochzeit soll die Betreiberin das Grundstück kaufen können, um das langfristige Wohl der Tiere zu sichern.
Im Tierheim engagiert sich das Paar aber nicht nur finanziell. Ralf und Étienne gehen mit den Hunden Gassi, spielen mit ihnen und füttern die Vierbeiner. „Unsere eigenen Hunde haben Glück, bei uns zu sein. Aber viele Hunde haben kein Glück“, sagt Étienne beim Anblick der Tiere bewegt. „Darum wollen wir sie unterstützen.“
Für einen Gala-Abend geht es dann von St. Tropez ins gut zwei Autostunden entfernte Monaco. Für Ralf und Étienne ist der Ort mehr als nur eine glamouröse Kulisse: Hier liefen sich die beiden 2019 erstmals über den Weg. In den 90er-Jahren lebte der frühere Profi-Rennfahrer im Fürstenstaat. Nach der Geburt seines Sohnes David (24) zog Schumacher mit seiner damaligen Ehefrau Cora (49) jedoch weg. „Wir sind damals wieder von Monaco weggezogen, weil ich es gar nicht so mochte“, erzählt er.
Umso erstaunlicher erscheint ihm die Wendung heute. Ungläubig sagt er an Étienne gewandt: „Dann komme ich viele Jahre später zurück und treffe dich. Und jetzt heiraten wir!“ Er ergänzt: „Wer hätte gedacht, dass Monaco mein Leben noch einmal so verändert.“
Von Monaco aus führt die Reise weiter in Ralf Schumachers Vergangenheit. Er will Étienne zeigen, wo für ihn alles begann, und nimmt ihn mit nach Deutschland, unter anderem zur Kartbahn in Kerpen. Dort saß er als knapp Dreijähriger erstmals im Gokart. Seine Eltern führten die Rennbahn gemeinsam, Ralf und sein Bruder Michael Schumacher (57) mussten nach der Schule und an den Wochenenden mithelfen. „Wir haben hier unter ganz einfachen Verhältnissen gelebt“, erinnert er sich.
Ehevertrag: Jeder soll sein eigenes Vermögen behalten
Zurück in St. Tropez steht ein Termin beim Notar an: Ralf und Étienne lassen ihren Ehevertrag aufsetzen. Die beiden entscheiden sich für eine Gütertrennung, bei der das Vermögen beider Partner getrennt bleibt. „Wir mussten die Sache nie diskutieren. Es war selbstverständlich“, sagt Ralf.
Für ihn hat diese Entscheidung auch einen öffentlichen Nebeneffekt: Sie soll Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen. Auf Social Media war immer wieder behauptet worden, die Hochzeit finde nur des Geldes wegen statt.
Zum Schluss widmen sich die beiden einem für Ralf eher leidigen Thema: Er soll Französisch lernen, um sich mit seinen künftigen Schwiegereltern verständigen zu können. Étiennes Eltern sprechen weder Deutsch noch Englisch. Also bringt Étienne die Lehrbücher in den Garten und kündigt an: „Ich muss erst dein Niveau überprüfen.“ Ralfs trockene Antwort: „Minus Null.“
Zwar behauptet Ralf zunächst, er könne im Restaurant auf Französisch immerhin Pizza, Wasser und Wein bestellen. Doch schnell zeigt sich: Mit seinen Sprachkenntnissen hapert es gewaltig. „Er hat einfach keine Geduld!“, bemängelt Étienne, während Ralf bereits jammert: „Ich kann mich kaum konzentrieren! Das ist ja wie früher in der Schule.“ Sein Problem sei fehlendes Interesse: „Wenn mich etwas interessiert, dann lerne ich schon. Darum habe ich ja auch Flugschein, Bootsschein, Jagdschein… Solche Sachen halt.“
Étienne ist wenig beeindruckt. Schließlich habe er selbst innerhalb kürzester Zeit Deutsch gelernt. „Ich habe das für Ralf gelernt. Aus Liebe.“ Also gibt er seinem Mann eine einfache Aufgabe für die Hochzeitsvorbereitung: „Stelle dich auf Französisch meinen Eltern vor.“ Ralf kontert trocken auf Deutsch: „Na, die kennen mich ja schon!“
(ero/obr/spot)
Bild: Étienne Bousquet-Cassagne und Ralf Schumacher brüten über der Tischordnung ihrer Hochzeitsgesellschaft von 110 Gästen. / Quelle: Sky/Tresor TV


