Olivia Jones beim Hamburger CSD: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Olivia Jones beim Hamburger CSD: „Wir lassen uns nicht unterkriegen“

Olivia Jones (56) hat beim Hamburger Christopher Street Day an vorderster Stelle Haltung gezeigt. Die Reeperbahn-Ikone zog am Samstag mit einer Schärpe über der Schulter mit der Aufschrift: „Jetzt erst recht“ in erster Reihe durch die Innenstadt, wie der NDR berichtet. Parallel meldete sie sich bei Instagram zu Wort. „Wir lassen uns nicht unterkriegen“, schrieb sie zu einem Video, in dem sich zum CSD-Startschuss rosa Konfetti über die Menge legt. Dem Clip fügte Jones die Hashtags „happypride“, „jetzterstrecht“, „unfollowhate“ und „lovewins“ hinzu. Moderator Ralph Morgenstern (69) kommentierte kurz: „Happy Pride“.

Eine Woche zuvor kam es zum Anschlag im Umfeld des Berliner Christopher Street Days, der große Bestürzung ausgelöst hat. Bei der Tat wurde ein Mensch getötet, mehrere weitere Personen wurden verletzt. Die Sicherheitsbehörden leiteten Ermittlungen zu den Hintergründen ein. Vertreter aus Politik und Gesellschaft verurteilten den Angriff und bekundeten ihre Solidarität mit den Betroffenen.

Hamburg ließ den Umzug unter dem Leitspruch „Jetzt erst recht!“ laufen. Die große Konfettikanone gab um 12 Uhr an der Lübecker Straße den Startschuss, wie der NDR schildert. Offiziell steht der CSD 2026 unter dem Motto „Solidarisch queer. Haltung zeigen – für eine Zukunft ohne Angst!“. Die Route führte über den Steindamm und die Mönckebergstraße bis zur Lombardsbrücke.

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Am Nachmittag meldete der Veranstalter einen Rekord. „Wir sind 300.000! So viele Menschen haben noch nie in Hamburg an der CSD-Demo teilgenommen“, schrieb Hamburg Pride auf Instagram. Es waren rund 250.000 Teilnehmende erwartet worden. 150 Gruppen waren angemeldet, laut NDR so viele wie nie zuvor in der Stadt.

Politik läuft in der ersten Reihe mit

Neben Olivia Jones zeigte sich in Hamburg viel Politprominenz. In der ersten Reihe liefen laut NDR Hamburgs Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne) und SPD-Bundesfraktionschef Matthias Miersch. Erwartet wurden zudem Arbeitsministerin Bärbel Bas (SPD), die Beauftragte der Bundesregierung für die Akzeptanz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt Sophie Koch (SPD), Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit (SPD), Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf und Ex-Grünenchefin Ricarda Lang.

Die Sicherheitsmaßnahmen wurden nach dem Berliner Anschlag deutlich verschärft. Die Zahl der Einsatzkräfte wurde gegenüber der ursprünglichen Planung verdoppelt, dazu kamen Betonpoller und quer gestellte Lastwagen. Polizeipräsident Falk Schnabel sagte dem NDR, man habe sämtliche Sicherheitskonzepte noch einmal intensiv geprüft, auch die Route. An der Parade selbst habe es aus Sicht der Polizei nie einen Zweifel gegeben. Gerade bei diesem CSD wolle man aber kein Risiko eingehen: „Alle können sich auf ein Höchstmaß an Sicherheit einstellen.“

(jom/spot)

Bild: Olivia Jones am Samstag beim Hamburger CSD. / Quelle: ddp/NIBOR

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