Die Duffer-Brüder, die in fünf „Stranger Things“-Staffeln einer Gruppe von Kindern das Schicksal der Erde anvertraut haben, wechseln für ihr neues Projekt „The Boroughs“ ans andere Ende der Demografie. Soll heißen: Wieder wird einer unerwarteten Heldentruppe die Aufgabe zuteil, in einer Mischung aus Mystery und Grusel einem unfassbaren Geheimnis auf den Grund zu gehen – nur sind es jetzt eben Bewohner eines vermeintlich idyllischen Seniorenheims anstelle von Highschool-Außenseitern.
Der Schein trügt – darum geht es
In der Wüste New Mexicos erstreckt sich „The Boroughs“ – eine idyllische Seniorenresidenz, die ihren Bewohnerinnen und Bewohnern das schönste Kapitel ihres Lebens verspricht. Für den Neuankömmling Sam Cooper (Alfred Molina, 72) wirkt der Ort jedoch vom ersten Moment an eher wie ein Gefängnis. Als er nachts einer unheimlichen Begegnung beiwohnt, nimmt die Geschichte eine dunkle Wendung: Hinter der gepflegten Fassade der Anlage verbirgt sich etwas Bedrohliches. Die Verantwortlichen tun Sams Beobachtungen als Hirngespinste eines verwirrten alten Mannes ab – doch er findet Rückhalt in einer Gruppe Gleichgesinnter, wenn auch ebenfalls in die Jahre gekommener Rebellen.
Noch lange nicht ausgedient
„Stranger Things“ trifft „Signs“ trifft die Kultkomödie „Bubba Ho-Tep“ – diesen vielversprechenden Mix rührt „The Boroughs“ auf den ersten Blick an. Doch auch der Cast ist ausgesprochen verheißungsvoll: Neben „Spider-Man“ und „Indiana Jones“-Mime Molina gehen Geena Davis, Alfre Woodard, Bill Pullman, Clarke Peters und Denis O’Hare dem Mysterium von „The Boroughs“ nach. Was die Recken mit Ausnahme des letztgenannten Stars eint: Sie alle sind über 70 Jahre alt. Mit jugendlichen 64 Jahren ist O’Hara also das Küken der Gruppe.
So stark wie bei „Stranger Things“ haben Matt und Ross Duffer dieses Mal aber nicht ihre Finger im Spiel. Bei „The Boroughs“ wirken sie lediglich als ausführende Produzenten mit. Showrunner der Serie sind derweil Jeffrey Addiss und Will Matthews.
Im Interview mit „Entertainment Weekly“ bezog das Duo Stellung zu den „Stranger Things“-Vergleichen und beteuerte: „Du kannst nicht versuchen, ‚Stranger Things‘ zu sein. Das ist die größte Serie der Welt. Was du aber tun könntest, ist zu versuchen, eine großartige Geschichte zu erzählen, von der du glaubst, dass Menschen, die ‚Stranger Things‘ lieben, auch sie lieben könnten.“
Statt die Hitserie plump zu kopieren, soll „The Boroughs“ also einen ganz eigenen Charme versprühen, der im besten Fall mit den „Stranger Things“-Fans resoniert. Die simple Idee hinter der neuen Serie beschreibt Matthews mit den Worten: „Jeff liebt Monster, und ich bin im Geiste schon ein Senior, seit ich auf der Highschool war. Also dachten wir uns: ‚Führen wir doch einfach beides zusammen.'“
Wer „The Boroughs“ einen Besuch abstatten will, bekommt dazu ab dem 21. Mai die Gelegenheit. Dann sind alle acht Episoden der ersten Staffel bei Netflix verfügbar.
(stk/spot)
Bild: In „The Boroughs“ muss eine Gruppe Rentner beweisen, noch lange nicht zum alten Eisen zu gehören. / Quelle: © 2026 Netflix, Inc.


