Nach Buhrufen: FIFA schneidet Trump aus Siegerfoto

Nach Buhrufen: FIFA schneidet Trump aus Siegerfoto

Spanien ist Weltmeister, und Donald Trump (80) war dabei. Auf den Fotos, die der Fußball-Weltverband FIFA nach dem Finale auf seinem offiziellen X-Account verbreitete, lässt sich das allerdings kaum noch erkennen. Das Siegerfoto zeigt die spanischen Spieler, wie sie nach dem 1:0-Erfolg in der Verlängerung über Argentinien im MetLife Stadium in New Jersey mit dem Pokal in die Luft springen. Vom US-Präsidenten, der neben der feiernden Mannschaft auf der Bühne stand, ist in einer Ecke gerade noch der Zipfel eines marineblauen Anzugs übrig.

https://x.com/FIFAWorldCup/status/2078978672346779703

Was auf den Bildern nicht zu sehen ist: FIFA-Chef Gianni Infantino (56) eilte während der Zeremonie quer über die Bühne, um Trump aus dem Motiv zu bugsieren.

Die spanische Nationalmannschaft verfuhr auf ihren eigenen Kanälen ähnlich wie die FIFA. Ein Jubelfoto auf Instagram kommt ohne Trump aus, ebenso ein Beitrag mit 20 Bildern, auf denen die Spieler nacheinander den Pokal in die Höhe stemmen.

https://www.instagram.com/p/Da_eXfjEbj8/?hl=de

Buhrufe bei der Medaillenübergabe

Schon vor den Fotos hatte das Publikum deutlich gemacht, was es von Trumps Auftritt hielt. Als der US-Präsident gemeinsam mit dem FIFA-Chef auf den Rasen kam, um den Spielern die Medaillen umzuhängen, hallten Buhrufe durch das Stadion. Trump winkte in Richtung der Ränge, während die Zuschauer ihren Unmut hören ließen.

Trumps Verhältnis zur FIFA

Trumps Verhältnis zur FIFA sorgt seit Längerem für Diskussionen. Im Juli 2025 überreichte er bei der ersten Club-Weltmeisterschaft im neuen 32-Team-Format die Medaillen an den FC Chelsea und ging anschließend mit einer der Auszeichnungen vom Feld.

Auch bei jener Siegerehrung hatte Trump seinen Platz nicht freiwillig geräumt: Er blieb zwischen den Profis des FC Chelsea stehen, die daraufhin sichtlich irritiert wirkten. Während des laufenden Turniers rief er zudem persönlich bei Infantino an und bat um eine Überprüfung der Roten Karte samt Sperre für US-Stürmer Folarin Balogun (25) im Sechzehntelfinale.

Trump will noch mehr Weltmeisterschaften

Vor dem Endspiel kündigte der Präsident im Interview mit „FOX“ an, die Weltmeisterschaft sofort erneut in die USA holen zu wollen. „Auf Grundlage der Zahlen werden wir sie umgehend beantragen“, sagte Trump. „Wir müssen das noch einmal machen, und noch einmal, solange ich da bin, hörst du das, Gianni?“

Realistisch ist das Vorhaben nicht. Die WM 2030 richten Spanien, Portugal und Marokko aus – anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der ersten WM (1930) findet zudem je ein Eröffnungsspiel in Uruguay, Argentinien und Paraguay statt. Die WM 2034 wird von Saudi-Arabien ausgerichtet. Frühestens 2038 könnten die USA also wieder Gastgeber sein.

(mia/spot)

Bild: Spaniens großer Moment – und Donald Trump, der von FIFA-Chef Gianni Infantino (r.) höflich aus dem Siegerfoto gebeten wird. / Quelle: Evrim Aydin/Anadolu/ABACAPRESS/ddp images

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