Thomas Markle (82) wurde am Freitag festgenommen. Das United States Attorney’s Office bestätigte vorangegangene Medienberichte. Ihm wird demnach der Besitz von Darstellungen von sexuellem Kindesmissbrauch vorgeworfen.
In zwei Lagerräumen in Los Angeles, die Markle seit fast zwei Dekaden angemietet haben soll, wurden demnach entsprechende Aufnahmen sichergestellt. Darunter sollen sich explizite Fotos befinden, die Markle mit präpubertären Mädchen zeigen.
Gegen den Vater von Herzogin Meghan (45) wurde laut einer Mitteilung Strafanzeige wegen des Besitzes von Kinderpornografie gestellt. Er lebte zuletzt in Lakeland im US-Bundesstaat Florida. Voraussichtlich noch im Laufe des Freitags wird Markle demnach vor dem US-Bezirksgericht in Tampa erscheinen. Vorangegangene Vorwürfe hatte Markle bestritten.
Thomas Markle könnten 20 Jahre Haft drohen
Im Oktober 2026 erhielten die Ermittlungsbehörden Hinweise auf mutmaßlich kinderpornografisches Material im Besitz von Markle. Laut den Gerichtsunterlagen erfuhren sie von einer eidesstattlichen Erklärung, in der eine Person angab, entsprechende Aufnahmen unter Markles mutmaßlichen Besitztümern auf den Philippinen entdeckt zu haben. Die Ermittler befragten außerdem eine weitere Person, die berichtete, dass Markle im Raum Los Angeles einen Lagerraum gemietet hatte. Hinweise der ersten Auskunftsperson führten die Ermittler später zu einem zweiten Lagerraum.
Meghans Vater miete beide Räume bereits seit dem Jahr 2008, die letzte Zahlung dafür soll im Oktober getätigt worden sein. Dort wurden demzufolge 78 Gegenstände sichergestellt, darunter Dias, Filmnegative und Bücher.
Zwei sichergestellte Bilder sollen demzufolge einen Mann mit einem nackten vorpubertären Mädchen zeigen, der von einem Zeugen als Markle identifiziert worden sei. Sollte es zu einer Verhandlung kommen und Markle verurteilt werden, droht ihm eine Höchststrafe von 20 Jahren Haft in einem Bundesgefängnis.
Markle offenbar im Rollstuhl abgeführt
Die britische „Sun“ veröffentlichte Fotos und Videos, auf denen unter anderem FBI-Mitarbeiter und ein Krankenwagen zu sehen sind. Sie sollen am 6. November entstanden sein.
Auf den Aufnahmen sind Menschen mit Kleidung abgebildet, auf die „FBI“, „Police“ oder auch „Sheriff“ aufgedruckt ist. Ein Foto zeigt offenbar Markle dabei, wie er gerade abgeführt wird. Eine Person in Handschellen, bei der es sich um Markle handeln soll, wird in einem Rollstuhl von einer Frau mit FBI-Kleidung geschoben. In einem Video ist zu sehen, wie mehrere Einsatzkräfte um den Krankenwagen herumstehen, während dieselbe Person anscheinend auf einer Liege fixiert wird.
Meghans Halbbruder eine „Person of Interest“
Ausgangspunkt von ersten bekanntgewordenen Ermittlungen auf den Philippinen war ein Fund im früheren Haus Markles in der Provinz Cebu. Dort soll eine große Menge an Material mit kinderpornografischen Darstellungen zurückgelassen worden sein. Sein Sohn Thomas Markle Jr. (60) hatte die Behörden darauf aufmerksam gemacht. Bislang ist nicht eindeutig geklärt, wem das sichergestellte Material gehört.
Kürzlich wurde bekannt, dass Meghans Halbbruder mittlerweile als „Person of Interest“ in dem Fall gelte und eine mögliche Beteiligung untersucht werde. Wie ABS-CBN News berichtete, sollen Zeugen ausgesagt haben, dass minderjährige Mädchen zum Haus von Markle Jr. gebracht worden seien. Bisher gebe es aber keine konkrete Beschuldigung. Der philippinische Innenminister Jonvic Remulla sprach davon, dass es „Anzeichen“ für eine Involvierung gebe, betonte aber, dass Markle Jr. bislang nicht als Verdächtiger eingestuft werde.
Meghan hat sich zu Vorwürfen geäußert
Das Verhältnis von Herzogin Meghan zu ihrem Vater gilt als zerrüttet. Die Ehefrau von Prinz Harry (42) hat bereits Ende Oktober mit einer persönlichen Stellungnahme auf die Berichte über ihren Vater reagiert. Sie sei „zutiefst bestürzt“ über die Vorwürfe, erklärte sie. Meghan habe bereits vor Jahren von britischen Sicherheitsbehörden „beunruhigende und verstörende Anschuldigungen“ gegen ihren Vater erfahren und ihr sei versichert worden, dass diesen nachgegangen werde.
Meghan machte deutlich, weshalb sie den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen und ihm den Umgang mit ihren Kindern Archie (7) und Lilibet (5) verwehrt hat. „Ich hoffe, dass nun verständlich wird, dass – trotz der Verzerrungen durch einige Medienberichte im Laufe der Jahre – jede Distanz zu meinem Vater und meine Entscheidung, ihm den Kontakt zu unseren Kindern zu verweigern, nur einem Grund dienten: sie zu schützen“, erklärte sie.
Für Markle gilt die Unschuldsvermutung. Wie das US-Justizministerium ausdrücklich betont, handelt es sich bei den in der Strafanzeige aufgeführten Vorwürfen zunächst um Anschuldigungen, die noch nicht gerichtlich bewiesen sind.
(wue/spot)
Bild: Thomas Markle, der Vater von Herzogin Meghan, ist in Florida festgenommen worden. / Quelle: ddp/Ferrari Press/60 Minutes






