Olivier Martinez (60) hat am Dienstag während der nicht-öffentlichen Anhörung im Sorgerechtsstreit mit Halle Berry (60) aufgebracht den Gerichtssaal verlassen. Wie „Page Six“ berichtet, ging der französische Schauspieler zusammen mit seinem Anwalt Patrick Baghdaserians sichtlich aufgewühlt aus dem Saal des Los Angeles County Superior Court.
Martinez soll mit seinem Anwalt hitzig über Zeugenaussagen diskutiert und dabei auch Schimpfwörter benutzt haben. Die beiden seien dann in Richtung Toilette verschwunden und nach etwa fünf Minuten zurückgekehrt.
Neben Berry selbst, die am Dienstag aussagte, sollte laut „Page Six“ auch Jon Hay gehört werden, ein Mitarbeiter der Schule des gemeinsamen Sohnes Maceo (13). Einer kürzlich eingereichten Gerichtsakte zufolge habe Hay zuvor Bedenken wegen Maceos Verhalten in der Schule geäußert. Auch Martinez soll noch in den Zeugenstand treten. Der Richter ließ den Saal für alle Aussagen schließen, die den Jugendlichen betreffen.
Maceo sagte fast vier Stunden aus
Schon der Auftakt am Montag war angespannt. Die früheren Eheleute hielten Abstand und tauschten kalte Blicke aus. Berry kam in Begleitung ihres Verlobten Van Hunt (56), Martinez erschien gemeinsam mit Maceo. Der 13-Jährige sagte fast vier Stunden lang persönlich aus. Was er schilderte, ist nicht bekannt.
Im Laufe der Woche könnte Berrys Tochter Nahla Aubry (18) folgen, die aus der Beziehung der Schauspielerin mit Model Gabriel Aubry (50) stammt. Weil sie zur Schule geht, könnte sie per Video zugeschaltet werden. Martinez‘ Anwälte sprachen sich gegen ihre Aussage aus. Fortgesetzt wird die Anhörung am Mittwoch.
Schwere Vorwürfe und ein klares Dementi
Auslöser des Verfahrens ist ein Vorfall, der sich nach Martinez‘ Darstellung am 26. September ereignet haben soll. In seinem Antrag behauptet er, Berry habe Maceo bei einem Streit um ein Virtual-Reality-Spiel am Hals gepackt und gewürgt. Dabei soll sie gerufen haben: „Wer ist jetzt dominant? Wer ist dominant?“ Van Hunt sei anwesend gewesen. Maceo habe ihn danach angerufen und gebeten, ihn abzuholen.
Berry bestreitet das entschieden. Ihre Anwältin Marina Beck nannte die Vorwürfe „völlig unbegründet und bewusst irreführend“. Die Oscarpreisträgerin schilderte die Situation in einer eigenen Erklärung anders: Maceo habe ihr das Handy weggenommen, als sie ihn filmte, daraufhin hätten die beiden gerangelt. Solche spielerischen Kabbeleien seien bei ihnen nicht ungewöhnlich.
Rückendeckung bekommt sie von Nahla. In einer eidesstattlichen Erklärung versicherte die 18-Jährige, sie habe „nie gesehen, wie meine Mutter Maceo in irgendeiner Weise geschlagen, geohrfeigt, gewürgt, gepackt oder körperlich misshandelt hat“.
Sorgerecht vorerst eingeschränkt
Anfang Oktober beantragte Martinez eine Schutzanordnung und das alleinige Sorgerecht. Am 1. Oktober erhielt er eine vorläufige Verfügung, seitdem darf Berry ihren Sohn nur noch an bestimmten Tagen tagsüber sehen statt wie bisher die Hälfte der Zeit. Sie will die gemeinsame Betreuung zurück und fordert zusätzlich das alleinige Entscheidungsrecht in Schul- und Gesundheitsfragen.
Berry wirft ihrem Ex-Mann vor, den Konflikt anzuheizen und ihren Kontakt zu Maceo zu erschweren. Ihre Anwälte verweisen auf frühere Verfahren, in denen Martinez wegen Verstößen gegen gerichtliche Anordnungen sanktioniert worden sei. Neben den Kindern könnten noch Van Hunt, weitere Schulmitarbeiter und medizinisches Fachpersonal aussagen.
Berry und Martinez hatten sich 2012 beim Dreh von „Dark Tide“ kennengelernt. 2013 heirateten sie, im selben Jahr kam Maceo zur Welt. 2015 reichte Berry die Scheidung ein, abgeschlossen wurde sie erst 2023.
(ae/spot)
Bild: Olivier Martinez und Halle Berry hatten 2013 geheiratet. Zwei Jahre später reichte die Schauspielerin die Scheidung ein. / Quelle: [M] imago/ZUMA Press Wire / Dan Herrick / imago/Newscom / GDA / CARLOS MEJIA/EL UNIVERSAL






