Rupert Grint (37) darf sein Anwesen in der englischen Grafschaft Hertfordshire umbauen. Wie die „Daily Mail“ berichtet, gab der zuständige Bezirksrat dem „Harry Potter“-Star grünes Licht für sein umstrittenes Bauvorhaben. Dieses kommt ihm jedoch teuer zu stehen: Insgesamt muss er 187.087 Pfund (rund 216.390 Euro) an die Gemeinde und öffentliche Einrichtungen zahlen.
Genehmigung nach über drei Jahren
Grint hatte die Pläne für sein Gut Kimpton Grange bei Hitchin bereits im Oktober 2022 eingereicht. Das Bauvorhaben sieht insgesamt 15 Wohneinheiten vor. Das denkmalgeschützte Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert soll dafür in mehrere Wohnungen aufgeteilt werden. Hinzu kommen vier kleinere Reihenhäuser als bezahlbarer Wohnraum sowie mehrere freistehende Öko-Häuser unterschiedlicher Größe. Ein vom Fluss Kym gespeister Teich soll die Artenvielfalt auf dem Gelände fördern.
Im November 2024 stimmte ein Planungsausschuss dafür. Die offizielle Genehmigung verzögerte sich dem Bericht zufolge aber, weil zunächst eine rechtliche Vereinbarung über die Zahlungen getroffen werden musste. Erst am vergangenen Freitag stellte der Rat den Bescheid zu.
Das steckt hinter den Zahlungen
Die Zahlungen sind Teil einer sogenannten Section-106-Vereinbarung. Solche Vereinbarungen sollen bei größeren Bauprojekten die Auswirkungen auf die örtliche Infrastruktur abfedern. Den Löwenanteil von 100.000 Pfund erhält der Gemeinderat von Kimpton, um damit öffentliche Grünflächen zu pflegen, wie die „Daily Mail“ aus dem Dokument zitiert. Weitere 70.513 Pfund fließen demnach in den Ausbau der Katherine Warington School im nahe gelegenen Harpenden.
Der Rest verteilt sich auf mehrere Posten: 11.401 Pfund sind demnach für neue Förderschulplätze vorgesehen, gut 2.500 Pfund für die Bibliothek in Hitchin und knapp 2.000 Pfund für ein Begegnungszentrum. Ein Restbetrag von 340 Pfund geht an die Grafschaftsverwaltung.
Kritik an dem Bauvorhaben
In Kimpton regte sich Widerstand gegen die Umbaupläne. Eine Einwohnerin warnte laut „Daily Mail“ vor einem möglichen Verlust von bis zu 50 alten Bäumen. Auch Naturschützer äußerten Bedenken, da im Herrenhaus Fledermäuse nachgewiesen wurden. Zusätzlich muss Grint neue Buswartehäuschen und Gehwege errichten. Außerdem gelten strenge Vorgaben zum Hochwasserschutz.
(paf/spot)
Bild: Rupert Grint beantragte den Umbau im Oktober 2022. / Quelle: imago/Future Image / Dave Bedrosian


