Olaf Malolepski (80) hat zum ersten Mal öffentlich über eine Krebserkrankung gesprochen, die 25 Jahre zurückliegt. Im Interview mit der „Bild“-Zeitung berichtet der Schlagersänger, dass bei ihm im Jahr 2001 Darmkrebs diagnostiziert wurde. Auslöser sei ein Routinecheck gewesen, nachdem bei ihm Blut im Stuhl auffiel. Sein Arzt habe ihm daraufhin dringend zu einer Darmspiegelung geraten.
Die Untersuchung brachte einen Befund, der keinen Aufschub duldete. Bei dem Flippers-Star wurde ein hochaggressives Karzinom entdeckt. Zwei Tage später habe er bereits auf dem Operationstisch gelegen, die betroffene Stelle im Darm sei entfernt worden. Dass ihm dieser Eingriff das Leben gerettet hat, daran lässt der 80-Jährige bis heute keinen Zweifel.
Zwischen Klinik und Konzertsaal
Es folgte anschließend eine Chemotherapie. Und parallel dazu eine Tournee der Flippers, die längst feststand und die Malolepski offenbar nicht absagen wollte. Drei Wochen nach Beginn der Behandlung stand er wieder auf der Bühne.
Was danach kam, war ein Pendeln zwischen zwei Welten. Zwischen den Konzerten sei er immer wieder in seinen Heimatort gefahren, um dort die nächste Behandlung zu bekommen. „Das ging ein halbes Jahr so“, sagt er der Zeitung.
Sein Publikum bemerkte davon nichts. Selbst die volle Haarpracht, seit Flippers-Zeiten so etwas wie sein Markenzeichen, verriet ihn nicht. Sie sei während der Therapie lediglich etwas lichter geworden.
Warum er ein Vierteljahrhundert schwieg
Nach außen getragen hat der Sänger diese Phase seines Lebens bis heute nie. Er habe sie schlicht nicht öffentlich machen wollen, begründet er die lange Zeit des Schweigens. Inzwischen sieht er das anders. Auch dieser Teil seiner Geschichte gehöre zu ihm, und den wolle er seinen Fans nicht länger vorenthalten. Aus dem, was hinter ihm liegt, leitet er vor allem einen Appell ab: Seine Fans sollten die Angebote der Krebsvorsorge nutzen. Die Darmspiegelung, sagt er, habe ihm damals das Leben gerettet.
(dr/spot)
Bild: War schwer an Krebs erkrankt: Olaf Malolepski von den Flippers. / Quelle: imago/HOFER / Guenter Hofer/SchwabenPress



