„Deadpool & Wolverine“: Marvel-Erfolgsduo stürmt zur Free-TV-Premiere

„Deadpool & Wolverine“: Marvel-Erfolgsduo stürmt zur Free-TV-Premiere

Das große Marvel Cinematic Universe, die nach reinen Einspielergebnissen erfolgreichste Filmreihe der bisherigen Kinogeschichte, strauchelte zuletzt. Veröffentlichungen wie „Ant-Man and the Wasp: Quantumania“ und „The Marvels“ auf der Filmseite oder Superhelden-Serien wie „Secret Invasion“ und „Echo“ auf dem Streamingdienst Disney+ sorgten für Enttäuschung und Ernüchterung unter den zuvor euphorisierten Superhelden-Fans.

Mit „Deadpool & Wolverine“ wurde im Sommer 2024 das Marvel-Ruder aber beeindruckend herumgerissen. Ryan Reynolds (49) feierte als Schandmaul Deadpool sein Debüt im Marvel Cinematic Universe. Und der allseits beliebte Hugh Jackman (57) kehrte nach seiner eigentlichen Abschiedsvorstellung in „Logan – The Wolverine“ doch noch einmal als mit Adamantium-Klauen bewehrter Mutant Wolverine auf die Kinoleinwand zurück.

Die Erwartungen an den einzigen Kinostart der Marvel Studios in diesem Kalenderjahr waren im Vorfeld gewaltig. Doch tatsächlich erfüllte der dritte „Deadpool“-Teil, der am 6. September (22:40 Uhr, ProSieben) seine Free-TV-Premiere feiert, diese nicht nur, sondern übertraf sie an den Kinokassen.

Darum geht es in „Deadpool & Wolverine“

Rund sechs Jahre nach den Ereignissen aus „Deadpool 2“ hat der früher als Deadpool bekannte Wade Wilson (Reynolds) sein Superhelden-Dasein an den Nagel gehängt. Gemeinsam mit dem ehemaligen X-Force-Mitglied Peter (Rob Delaney) verkauft er stattdessen Autos, die Beziehung zu seiner großen Liebe Vanessa (Morena Baccarin) ist zerbrochen. Da tritt überraschend die Time Variance Authority auf den Plan und informiert Deadpool, dass ohne einen gewissen Wolverine (Jackman) sein gesamtes Universum dem Untergang geweiht ist. Der Auftakt zu einer ganzen Reihe von Multiversums-Abenteuern.

Wolverine und Deadpool betreten das MCU

Für den Genuss von „Deadpool & Wolverine“ sollten die Zuschauer zuvor die Streaming-Serie „Loki“ mit Tom Hiddleston als Titelfigur gesehen haben. Denn ohne Vorwissen über Varianten, die TVA, das sogenannte Stutzen und die Leere am Ende der Zeit wird es möglicherweise schwierig, der Multiversums-Geschichte des 34. Marvel-Kinofilms zu folgen.

Doch „Deadpool & Wolverine“ wäre auch kein „Deadpool“-Film, wenn die Handlung nicht stellenweise zur Nebensache geraten würde. Selbstverständlich nimmt sich der nie die Klappe haltende Söldner Deadpool wieder alle Freiheiten, auf der Meta-Ebene nach Belieben Hohn und Spott über alles nur Erdenkliche auszugießen.

So werden den ganzen Film über Witze über Disney, die Marvel Studios nebst Boss Kevin Feige, Wolverine-Darsteller Jackman und dessen nie endende Superhelden-Karriere und viele andere Dinge mehr gerissen. Wohl nicht alle unter den Zuschauerinnen und Zuschauern werden sämtliche dieser Jokes verstehen, doch genau darin bestand ja schon seit eh und je ein besonderer Reiz der smarten „Deadpool“-Reihe.

Respekt für die Figuren

Vor allem aber überrascht „Deadpool & Wolverine“ mit einer großen Liebe für die gezeigten Figuren. Gerade Fans des Mutanten Wolverine und dessen Darstellers Jackman hatten im Vorfeld die Sorge vor einem zu respektlosen Umgang geäußert. Selbstverständlich reißt Hauptdarsteller Reynolds eine Menge Witze über den Australier und den von ihm dargestellten, ikonischen Charakter. Aber gerade das Ende des Films zieht noch einmal den imaginären Hut vor Wolverine.

(lau/stk/spot)

Bild: Ryan Reynolds (l.) als Deadpool und der legendäre Hugh Jackman als Wolverine. / Quelle: Jay Maidment/20th Century Studios/Marvel

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