Benedict Cumberbatch gilt als einer der vielseitigsten Schauspieler seiner Generation. Der Londoner, der am 19. Juli 50 Jahre alt wird, erlangte internationalen Ruhm durch seine Titelrolle in der BBC-Serie „Sherlock“. Er überzeugte in Filmen wie „Abbitte“, „12 Years a Slave“ und „The Power of the Dog“, für den er eine Oscar-Nominierung erhielt. Seine Vielseitigkeit stellte er zudem als Alan Turing in „The Imitation Game“ – auch für diese Rolle wurde er für den Oscar nominiert – und als Doctor Strange im Marvel-Universum unter Beweis. Cumberbatchs eigenes Leben hat aber auch schon einige aufsehenerregende Geschichten geschrieben.
Benedict Cumberbatch wurde in Südafrika entführt
Im vergangenen Jahr berichtete Benedict Cumberbatch erneut von einem erschütternden Erlebnis, das er vor über 20 Jahren während eines Auslandsaufenthalts hatte. Im Gespräch mit „Variety“ beschrieb er, wie er 2004 in Südafrika, wo er gerade die BBC-Miniserie „To the Ends of the Earth“ drehte, entführt und stundenlang festgehalten wurde. „Das hat mir ein Gefühl für Zeit vermittelt, aber nicht unbedingt ein gutes“, sagte Cumberbatch. „Es hat mich ungeduldig gemacht, ein weniger gewöhnliches Leben zu führen, und mit dieser Ungeduld habe ich immer noch zu kämpfen.“
Laut „Variety“ waren Cumberbatch und seine Freunde tauchen gegangen und hatten auf der Rückfahrt eine Reifenpanne. Sie wurden im Anschluss von sechs Männern entführt, die die Gruppe ausraubten und mit ihren Opfern stundenlang herumfuhren, bevor sie sie gefesselt im Freien zurückließen und flohen.
Die „Nahtoderfahrung“ habe seinen Wunsch, Hobbys nachzugehen, die manche als risikoreich bezeichnen würden – wie Fallschirmspringen -, „noch verstärkt“. Er fügte hinzu: „Da wurde mir klar: ‚Oh, stimmt, ja, ich könnte jeden Moment sterben.‘ Ich habe mich aus Flugzeugen gestürzt und bin alle möglichen Risiken eingegangen.“ Abgesehen von seinen Eltern habe er damals aber auch keine Angehörigen gehabt. „Das hat sich inzwischen geändert, und das macht einen nachdenklich“, fuhr der Schauspieler fort, der seit 2015 mit Theaterregisseurin Sophie Hunter (48) verheiratet ist. Das Paar hat drei Söhne.
Benedict Cumberbatch ist mit einem König verwandt
Cumberbatch hat nicht nur Richard III. (1452-1485) in der Serie „Hollow Crown“ verkörpert – mit dem früheren König von England ist er auch verwandt. Ein Cousin zweiten Grades des Königs, 16 Generationen entfernt, ist offenbar ein Vorfahre von Cumberbatch. Passend dazu wurde der Schauspieler gebeten, vor Ort zu sein und ein Gedicht zu präsentieren, als Richard III. im Jahr 2015 in der Kathedrale von Leicester umgebettet wurde.
Millionen Menschen in Großbritannien sollen mit König Richard III. verwandt sein, doch Cumberbatchs Verbindung ist laut Kevin Schurer, einem Genealogen an der Universität Leicester, enger als die der meisten anderen. Der „Sherlock“-Star soll mehrere Verbindungen zu Richard haben. „Über andere Vorfahren in seinem Stammbaum hat er zudem indirektere Verbindungen sowohl zu Queen Elizabeth II. [1926-2022] als auch zu Lady Jane Grey [1537-1554]“, erklärte Schurer gegenüber dem „Guardian“. Cumberbatchs Eltern sind in England tatsächlich bekannt, aber nicht, weil sie royale Ahnen haben. Er ist der Sohn der Schauspieler Wanda Ventham (90) und Timothy Carlton (86).
Benedict Cumberbatch macht gemeinsame Sache mit Prinz William
Dass Benedict Cumberbatch immer mal wieder an der Seite des britischen Thronfolgers Prinz William (44) auftaucht, hat wohl auch eher etwas mit seiner großen Prominenz zu tun. Erst im Juni hatten der Schauspielstar und der Sohn von König Charles (77) einen gemeinsamen Auftritt. Zusammen mit Emma Watson (36) warben sie für die Initiative „United for Wildlife“ der Royal Foundation.
Der „Doctor Strange“-Star unterstrich sein Engagement für die Umwelt zuletzt unter anderem auch mit der Doku „How to Live on Earth“. Der Film will ein von Benedict Cumberbatch präsentierter ultimativer „Leitfaden“ sein, der topaktuelle Geschichten und beeindruckende Filmaufnahmen aus aller Welt zeigt und verdeutlichen möchte, „wie wir Menschen lernen, gemeinsam mit der Natur unsere größten Herausforderungen zu meistern“.
Trotz Mönchschule: Nicht immer bleibt Benedict Cumberbatch ruhig
Nach seinem Schulabschluss hatte sich Cumberbatch eine Auszeit genommen, um als Englischlehrer ehrenamtlich in einem tibetischen Kloster in Indien zu arbeiten. Anschließend besuchte er ein Retreat. „Wir waren bei den Mönchen – mein Gott, was für eine Disziplin die hatten. Es war eine Offenbarung. Es gibt diese Geschichten und Gleichnisse und Hilfsmittel, mit denen man seine Konzentration, Meditation und Praxis lenken und den Weg zur Erleuchtung beschreiten kann“, beschrieb er diese Zeit im „Interview“-Magazin einmal.
Nicht immer scheinen ihm seine Kenntnisse über Meditation und Achtsamkeit zu helfen. Im Mai machte der britische Schauspieler Schlagzeilen wegen eines öffentlich ausgetragenen Streits. Cumberbatch wurde mitten in London gefilmt, wie er sich mit einem Mann anlegte. Beide waren offenbar mit dem Fahrrad unterwegs und sein Widersacher warf Cumberbatch vor, gegen die Verkehrsregeln verstoßen zu haben. Laut Medienberichten dauerte die Auseinandersetzung etwa zehn Minuten. Cumberbatch schien den Streit danach schnell abgehakt zu haben: Er posierte im Anschluss für Fotos mit Fans, die sich versammelt hatten.
Kehrt Benedict Cumberbatch als Sherlock zurück?
Die Rolle, die ihn weltbekannt gemacht hat, hat Cumberbatch offenbar noch nicht abgehakt. Von 2010 bis 2017 spielte er den legendären Detektiv in der BBC-Serie „Sherlock“ an der Seite von Martin Freeman (54) als Dr. John Watson. Er erhielt dafür Nominierungen für den BAFTA und den Golden Globe und gewann 2014 einen Primetime-Emmy. Als er Ende 2025 gefragt wurde, ob er eine Rückkehr in die Rolle in Betracht ziehe, antwortete er laut „NME“: „Sag niemals nie …“
Seine Mitstreiter haben inzwischen aber erklärt, dass daraus wohl nichts wird. Freeman sagte in einem Interview mit „Radio Times“ über eine mögliche „Sherlock“-Rückkehr: „Nein, im Moment nicht. Tut mir leid.“ Und Co-Serienschöpfer Mark Gatiss (59) meinte bei „Collider“: „Wir hatten unsere Chance, und mit Benedict und Martin haben wir den Jackpot geknackt.“ In einer Fortsetzung sehe er keinen Sinn.
(hub/spot)
Bild: Benedict Cumberbatch (l.) und Prinz William kennen sich gut – und sind angeblich sogar miteinander verwandt. / Quelle: imago/Avalon.red / Pete Maclaine / B66 / Avalon




