Damit die Drachenflüge in „House of the Dragon“ auf dem Bildschirm so realistisch wirken, müssen die Schauspieler einiges über sich ergehen lassen. Tom Glynn-Carney (31), der in der „Game of Thrones“-Vorgeschichte König Aegon verkörpert, hat dem Magazin „People“ beschrieben, wie aufwendig die spektakulären Flugszenen tatsächlich entstehen.
„Es ist sehr befriedigend, oben auf dem Gestell zu sitzen und sich von den Windmaschinen zerfetzen zu lassen“, erzählte der 31-Jährige. Gedreht werde meist auf einer Bühne, die von einem Halbkreis aus Bildschirmen umgeben ist. Diese geben dem Darsteller die nötige Orientierung: Er sehe darauf, wo er sich gerade befindet und was auf ihn zufliegt.
Feuerbälle aus dem richtigen Winkel
Wie unmittelbar dieser Effekt funktioniert, machte der Schauspieler am Beispiel der Luftschlacht von Rook’s Rest in der zweiten Staffel deutlich. Der Feuerball sei aus einem bestimmten Winkel auf ihn zugekommen und genau das habe er in Echtzeit auf den Screens mitverfolgen können.
Für die Kamerafahrten sorgen dem Star zufolge Kräne, die sich „mit Lichtgeschwindigkeit“ bewegen. „Sie sind so schnell und heftig, aber es ist großartig. Man ist mittendrin“, schwärmte Glynn-Carney. Am Set herrsche dabei ein ziemliches Durcheinander: „Es gibt Ton, es gibt Wind, es wird über Megafone gebrüllt und es ist alles ziemlich chaotisch, aber man ist wirklich im Auge des Sturms.“
Aegons Kampf um den Thron
In der Serie steuern mehrere Drachen und ihre Reiter durch die Lüfte, unter ihnen Rhaenyra (Emma D’Arcy) und eben Aegon. Seit dem Tod ihres Vaters König Viserys (Paddy Considine) in der ersten Staffel ringen die beiden um den Eisernen Thron. Für Aegon dürften die Flüge allerdings vorerst der Vergangenheit angehören: Sein Bruder Aemond (Ewan Mitchell) und dessen Drache Vhagar hatten ihn brutal attackiert, wobei auch Aegons Drache ums Leben kam.
Diesen Angriff samt der schweren Verletzungen bezeichnet Glynn-Carney als „auslösenden Moment in seiner Entwicklung“. Zwischen Aegons Gefühlen gegenüber Rhaenyra und jenen gegenüber Aemond entstehe eine spannende Dynamik, da beide um die Spitzenposition kämpfen.
Sein oberstes Ziel bleibe es, „den Eisernen Thron zurückzugewinnen, die Macht zurückzugewinnen, das zu bekommen, was ihm rechtmäßig zusteht“, so der Schauspieler. Aktuell sei jedoch Aemond das dringlichere Problem. „Er ist derjenige, der tatsächlich alles daransetzt, Aegon zu finden und ihm zu schaden. Und es geht darum, wer den anderen zuerst erwischt, schätze ich.“
Neue Folgen von „House of the Dragon“ laufen in Deutschlands immer montags auf HBO, Sky und Wow.
(mia/spot)
Bild: Tom Glynn-Carney hat verraten, wie die spektakulären Drachenflüge in „House of the Dragon“ entstehen. / Quelle: imago/ZUMA Press Wire / Fred Duval

