Prinz Harry (41) ist zurück in seiner alten Heimat – allein. Wie das US-Magazin „People“ bestätigt, landete der Herzog von Sussex am Montag (7. Juli) in Großbritannien. Ehefrau Meghan (44) und die gemeinsamen Kinder Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) begleiteten ihn nicht. Vor dem Besuch hatte die Familie gemeinsam in Europa Urlaub gemacht.
Ursprünglich war geplant gewesen, dass Harry Frau und Kinder mit auf die Insel bringt – es wäre für Archie und Lilibet die erste Reise nach Großbritannien seit 2022 gewesen. Am 4. Juli erfuhr „People“ jedoch, dass Meghan und die Kinder nicht mit nach London kommen. Ob sie zu einem späteren Zeitpunkt der Reise außerhalb der Hauptstadt dazustoßen, ist noch offen.
Streit um die Sicherheit
Hinter der Absage stehen ungeklärte Fragen zum Personenschutz. Nach ihrem Rückzug als arbeitende Royals im Jahr 2020 und dem Umzug nach Kalifornien verloren Harry und Meghan ihren automatischen Polizeischutz in Großbritannien. Seither kämpft der Herzog darum, den Schutz wiederzuerlangen. Eine lange erwartete Überprüfung durch das zuständige Gremium Ravec ist weiterhin nicht abgeschlossen.
König Charles (76) hatte der Familie zwar eine Unterkunft auf einem königlichen Anwesen angeboten – die Sicherheitsvorkehrungen hätten sich aber nicht über das Gelände hinaus erstreckt. „Die Frage ist, ob ein angemessener und verhältnismäßiger Schutz während des gesamten Besuchs gewährleistet ist“, erklärte ein Sprecher des Herzogs bereits Ende Juni gegenüber „People“.
Harry vermisst seine Heimat
Wie sehr ihn die Situation belastet, machte Harry letztes Jahr mit Blick auf seine Kinder deutlich: „Was sie verpassen werden, ist im Grunde alles“, sagte er der BBC. Und weiter: „Ich vermisse Großbritannien, ich vermisse Teile Großbritanniens, natürlich tue ich das. Ich finde es wirklich traurig, dass ich meinen Kindern meine Heimat nicht zeigen kann.“
Archie kam im Mai 2019 in Großbritannien zur Welt, Lilibet wurde 2021 in Kalifornien geboren. Sie hat das Heimatland ihres Vaters bislang nur ein einziges Mal besucht – 2022 anlässlich des Platinjubiläums von Queen Elizabeth II.
Übernachtung im Palast abgesagt
Kurz vor der Ankunft eskalierte zusätzlich der Streit um die Unterkunft. Nach zehn Tagen Hin und Her sei er am Samstagabend darüber informiert worden, dass er nicht mehr im Buckingham-Palast übernachten könne, wie die „Daily Mail“ berichtet.
Als Begründung sei angeführt worden, der Herzog habe zu lange gebraucht, um die Einladung des Königs anzunehmen. Harrys Sprecher reagierte scharf und warf dem Palast vor, das Angebot „im letzten Moment“ zurückgezogen zu haben.
Hoffnung auf ein Treffen mit dem Vater
Trotz des öffentlichen Schlagabtauschs will Harry seinen Vater sehen. „Harry freut sich weiterhin darauf, Charles zu treffen“, zitiert die „Daily Mail“ einen Insider. Auch die Hoffnung, dass Meghan und die Kinder später doch noch nach Großbritannien kommen, sei nicht aufgegeben – „sofern es sicher geschehen kann“. Meghan werde zudem bei den Invictus-Games-Terminen in Birmingham erwartet, wo am Freitag der Countdown auf die Spiele 2027 mit einem Jahr Vorlauf beginnt.
Harrys fünftägiges Programm in London und Birmingham steht ganz im Zeichen seiner langjährigen Wohltätigkeitsprojekte. Geplant war auch ein Besuch des Althorp-Anwesens in Northamptonshire, wo seine Mutter Prinzessin Diana (1961-1997) begraben liegt. Ob und wann Harry seinen an Krebs erkrankten Vater während der Reise trifft, ist noch nicht sicher – beide Seiten sollen ein Treffen aber wünschen.
(mia/spot)
Bild: Prinz Harry ist allein nach Großbritannien gereist. / Quelle: imago images/Parsons Media/Toby Shepheard


