20 Jahre „Alles was zählt“: Die Stars der RTL-Daily blicken zurück

20 Jahre „Alles was zählt“: Die Stars der RTL-Daily blicken zurück

Am 4. September 2006 flimmerte „Alles was zählt“ zum ersten Mal über die Bildschirme. Das 20. Jubiläum feiert RTL bereits ab dem 31. August eine ganze Woche lang. Dass eine Daily eine solche Beständigkeit erreicht, ist keine Selbstverständlichkeit: Erst am Montag gab RTL das Produktionsende der Schwesterserie „Unter uns“ nach knapp 32 Jahren bekannt. „Alles was zählt“ geht dagegen weiter. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur spot on news blicken die Stars der Daily zurück und teilen ihre Erinnerungen.

Wie alles begann…

Fans der ersten Stunde dürften sich vielleicht noch daran erinnern, wie vor 20 Jahren alles begann: Das allererste Wort der Serie sprach Susanne Schlenzig (55) als Jutta Sommer. Mit einem schlichten „Diana!“ wandte sie sich damals an ihre Serientochter – und gab damit den Startschuss für inzwischen zwei Jahrzehnte „Alles was zählt“.

Den internen Rekord für die meisten Drehtage hält mittlerweile Igor Dolgatschew (42). Seit 2007 verkörpert er Deniz Öztürk und stand bislang an 2.565 Tagen für die Daily vor der Kamera. Auf Platz zwei folgt Tatjana Clasing (62), die bereits seit der ersten Folge als Simone Steinkamp dabei ist.

Ihren ersten Drehtag hat die Darstellerin auch nach 20 Jahren noch lebhaft vor Augen: „Richard und ich streiten uns heftig, er trägt eine Ankleidepuppe mit einem gefiederten Eiskunstlauf-Kostüm von Jenny und ich zupfe ihm pikiert eine Feder vom Revers“, erinnert sich Clasing.

Bei Francisco Medina (49) liegt der erste Drehtag inzwischen ebenfalls fast zwei Jahrzehnte zurück. Seit 2007 verkörpert er Maximilian von Altenburg. Von seinem Start am Set weiß er noch, „dass ich sehr wach war und alles genau beobachtet habe“. Welche lange Geschichte daraus entstehen würde, konnte er damals nicht ahnen: „Maximilian und ich hatten offenbar noch einiges miteinander vor.“

Die lange Reise mit seiner Serienfigur hat Medina nicht nur als Schauspieler, sondern auch persönlich geprägt. „Was ich von Maximilian mitgenommen habe, ist vor allem die Beschäftigung mit der Frage, warum Menschen so handeln, wie sie handeln“, erklärt er. Hinter dem Verhalten eines Menschen stecke schließlich fast immer mehr, als auf den ersten Blick erkennbar sei. „Das interessiert mich als Schauspieler und auch in meiner Arbeit mit Menschen sehr.“ Allzu viel abschauen sollte man sich von Maximilian allerdings nicht: Das bedeute keineswegs, „dass ich jede seiner Lösungen zur Nachahmung empfehlen würde“, fügt Medina augenzwinkernd hinzu.

Am ersten Tag „direkt ab in die Kiste“

Einen besonders intensiven Einstand erlebte Ania Niedieck (42), die 2010 als Isabelle von Reichenbach zum Cast stieß. Für sie ging es gleich am ersten Drehtag „direkt ab in die Kiste“. Da die Daily nicht chronologisch gedreht wird, stand für die Schauspielerin ausgerechnet eine Liebesszene mit Jörg Rohde alias Ben Steinkamp auf dem Programm. „Das war der Sprung ins eiskalte Wasser – danach war eigentlich alles andere nur noch ein Klacks“, erinnert sie sich.

Niediecks Einstand war damit übrigens eine von schätzungsweise 4.800 Sexszenen in 20 Jahren „Alles was zählt“. Ganz genau lässt sich das allerdings selbst bei RTL nicht beziffern: Der Sender legt für seine Rechnung durchschnittlich zwei entsprechende Szenen pro Monat zugrunde.

Deutlich genauer sind andere Zahlen aus zwei Jahrzehnten Seriengeschichte: 63.220 Szenen entstanden im Studio in Köln-Ossendorf, weitere 26.640 wurden außerhalb des Studios an rund 1.000 verschiedenen Drehorten gedreht. Für einen davon ging es besonders weit weg vom gewohnten Set: bis nach Mallorca.

Im Cast kommt offenbar immer wieder die Frage auf, in welche andere Rolle man für einen Drehtag gerne einmal schlüpfen würde. Für Ania Niedieck gibt es darauf allerdings eine klare Antwort: in keine. „Ich habe die geilste Rolle. Isabelle ist so vielschichtig und ich darf mit ihr so viele Facetten spielen“, schwärmt sie. Für sie als Schauspielerin sei die Figur deshalb „wirklich ein Sechser im Lotto“.

Francisco Medina hat dagegen sofort eine andere Figur im Kopf, die er gerne einmal übernehmen würde: „Simone Steinkamp. Ganz klar. Einen Tag lang im Zentrum sitzen, alle einbestellen, ein paar sehr klare Ansagen machen und dabei so schauen, dass niemand auf die Idee kommt, zu widersprechen. Das würde mir Spaß machen.“ Aber nach einem Tag würde er sie gerne wieder an Tatjana Clasing zurückgeben. Auch diese wäre nicht abgeneigt, mal in eine andere Rolle zu schlüpfen: „Wahrscheinlich die von Isabelle oder Kilian, damit ich mal in die Köpfe unserer Widersacher schauen kann.“

Francisco Medina: „‚AWZ‘ ist nie stehen geblieben“

Auch nach all den Jahren wird den Darstellern der Serienalltag mit all den Intrigen, Dramen und Liebesgeschichten rund um den Essener Steinkamp-Clan offenbar nicht langweilig. „Das Besondere ist für mich, dass ‚AWZ‘ nie stehen geblieben ist. Eine Serie, die 20 Jahre erzählt wird, muss sich verändern können und gleichzeitig wissen, was sie im Kern ausmacht“, findet Francisco Medina. Auch Ania Niedieck bekräftigt, dass ihr Engagement bei „Alles was zählt“ inzwischen viel mehr als nur ein Job sei: „Es ist wirklich ein Stück Familie“, so die Schauspielerin. Tatjana Clasing stimmt zu: „Wir haben jeden Tag so viel Spaß vor und hinter der Kamera und ich glaube, das spüren die Zuschauer auch.“

Die Jubiläumswoche startet am 31. August mit einer Braut, einem Baby und bösen Überraschungen, wie RTL ankündigte. Bis zum 7. September ist zudem Tennisstar Sabine Lisicki (36) in einer Gastrolle zu sehen. Für besonders aufmerksame Fans gibt es außerdem etwas zu gewinnen: Noch bis zum 4. September können sie nach insgesamt sieben Luftballons Ausschau halten, die in den Folgen versteckt sind.

„Alles was zählt“ läuft montags bis freitags um 19:05 Uhr bei RTL und ist zudem jederzeit bei RTL+ abrufbar.

(sv/spot)

Bild: Die „Alles was zählt“-Stars feiern 20-jähriges Jubiläum. / Quelle: RTL / Julia Feldhagen

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