Vor 40 Jahren jubelten ihnen noch Millionen zu, heute gehören Andrew Mountbatten-Windsor (66) und Sarah Ferguson (66) sicherlich zu den unbeliebtesten Briten. Dabei hatte für das Paar alles wie im Märchen begonnen. Der damalige Prinz Andrew, angeblich das Lieblingskind von Queen Elizabeth II. (1926-2022) und Prinz Philip (1921-2021), und seine spätere Frau sollen sich schon als Kinder begegnet sein.
„Fergie“ ist die Tochter von Major Ronald Ferguson (1931-2003) und dessen erster Frau Susan Wright (1937-1998). Die Familie hatte private Verbindungen zu den Royals. Gefunkt haben soll es zwischen Sarah Ferguson und Andrew aber erst 1985. Prinzessin Diana (1961-1997), Andrews Schwägerin, soll die beiden verkuppelt haben.
Schon nach wenigen Monaten machte Andrew seiner Freundin am 19. Februar 1986, seinem 26. Geburtstag, einen Heiratsantrag. Ihre Verlobung wurde im März 1986 bekannt gegeben. Bei Andrews Junggesellenabschied feierte Elton John (79) mit.
Designerin verhinderte Teddybären auf dem Brautkleid
Die Hochzeit von Andrew und Sarah Ferguson fand am 23. Juli 1986 in der Westminster Abbey in London statt. An der Zeremonie nahmen etwa 2.000 Gäste teil, darunter alle hochrangigen Mitglieder der Königsfamilie. Weltweit verfolgten schätzungsweise 500 Millionen Zuschauer die Übertragung. Die Designerin Lindka Cierach soll Sarah zuvor davon abgeraten haben, als Hommage an ihren Ehemann Teddybären und Hubschrauber auf ihr Brautkleid sticken zu lassen, wie „Hello!“ berichtet. Andrew gilt als Sammler von Teddybären.
Stattdessen zierten das Kleid mit Puffärmeln und einer über fünf Meter langen Schleppe Herzen als Symbol für Liebe, Anker und Wellen als Hommage an Andrews Karriere bei der Royal Navy sowie Motive aus dem Wappen der Familie Ferguson. Auch die Initialen des Paares, „A“ und „S“, waren in das Kleid eingenäht.
Nach der Trauung ging es für das Brautpaar zum Buckingham-Palast. Vor diesem hatten sich rund 100.000 Menschen versammelt, um den ersten Kuss von Andrew und Sarah als Ehepaar auf dem Balkon der Residenz mitzuerleben. Die Hochzeitsreise führte sie auf die Azoren.
Das „Fergie-Fieber“ kühlte schnell ab
Der durch die Hochzeit ausgelöste Medienrummel wurde von der „New York Times“ als „Fergie-Fieber“ bezeichnet. Hinter den Kulissen kühlte sich die Beziehung des Paares, das mit Beatrice (37) und Eugenie (36) zwei Töchter bekam, aber angeblich sehr schnell ab. Wie damals berichtet wurde, sahen sich Andrew und Fergie aufgrund seiner Verpflichtungen bei der Marine nur 40 Tage im Jahr.
Royal-Experte Andrew Lownie, Autor von „Entitled: The Rise and Fall of the House of York“, behauptete später laut „The Mirror“, dass die unglückliche Ehe des Herzogs und der Herzogin von York angeblich von Untreue geprägt war – auch schon im ersten Jahr. Bereits wenige Wochen nach ihrer pompösen Hochzeit 1986 soll Fergie erkannt haben, dass die Ehe ein Fehler war, da sie nur wenige gemeinsame Interessen hatten.
Für einen Skandal sorgten dann Fotos, die 1992 in der Presse auftauchten, und die damals noch verheiratete Herzogin mit dem US-Finanzmanager John Bryan zeigten. Darauf zu sehen war die halbnackte Fergie und Bryan, der an ihren Zehen saugte. Andrew und seine Frau hatten kurz zuvor, im März 1992, ihre Trennung bekannt gegeben und ließen sich 1996 scheiden.
„Das glücklichste geschiedene Paar“ ist Vergangenheit
Da die Ex-Partner aber weiter befreundet blieben und bis Anfang 2026 sogar noch gemeinsam in der Royal Lodge in Windsor lebten, machten Gerüchte die Runde, die beiden könnten erneut heiraten. Sarah Ferguson hat ihren Ex-Mann immer wieder öffentlich verteidigt und bezeichnete sich und Andrew noch vor wenigen Jahren als das „glücklichste geschiedene Paar“.
Inzwischen bezweifeln Royal-Experten auch das: Von einer Zweckgemeinschaft aus Imagegründen ist in den britischen Medien die Rede. Und auch diese ist seit einigen Monaten Geschichte. Anfang des Jahres musste Andrew, der wegen des Epstein-Skandals schon alle seine Titel verloren hatte, das weitläufige Anwesen in Windsor verlassen, in dem er mit Ferguson lebte. Auch seine Ex-Frau ist umgezogen.
Während der ehemalige Prinz auf dem Anwesen Marsh Farm in Sandringham unterkam, ist nicht bekannt, wo sich Ferguson aufhält. Angeblich ist sie im Ausland untergetaucht, nachdem in den vergangenen Monaten ihre engen freundschaftlichen Verbindungen zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein (1953-2019) ans Licht gekommen waren.
Gegen Andrew laufen Ermittlungen
Gegen Andrew Mountbatten-Windsor laufen unterdessen in seiner Heimat Ermittlungen. Im Februar war der frühere britische Handelsbeauftragte von der Polizei von Thames Valley festgenommen worden. Nach etwa zwölf Stunden kam er wieder frei. Der Vorwurf lautet auf Amtsmissbrauch. Die Beamten prüfen, ob Andrew Regierungsinformationen an seinen Freund Epstein weitergegeben hat. An den Ermittlungen gegen Andrew sind aber auch Kriminalbeamte beteiligt, die auf Sexualdelikte spezialisiert sind.
Andrew hatte schon etliche Privilegien verloren, nachdem er 2022 in einer außergerichtlichen Vereinbarung Millionen an Virginia Giuffre (1983-2025) gezahlt haben soll. Sie hatte behauptet, sie sei gezwungen worden, mit Andrew Sex zu haben, als sie 17 Jahre alt war. Andrew hat alle Vorwürfe bestritten.
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Bild: Sarah Ferguson und der damalige Prinz Andrew bei ihrer Hochzeit 1986. / Quelle: imago/Newscom World




