Viertelfinale bei „Let’s Dance“: Jan Kittmann scheitert trotz Jury-Lob

Viertelfinale bei „Let’s Dance“: Jan Kittmann scheitert trotz Jury-Lob

Jorge González mit riesigem roten Afro, Laura Wontorra als Ersatz für die beim ESC beschäftigte Victoria Swarovski und zwei Profitänzer pro Promi: Alles neu macht die zehnte Show von „Let’s Dance“ (bei RTL, auch auf RTL+). Diesmal präsentieren die Stars jeweils einen Tanz mit „ihrem“ Profi, sowie eine zweite Performance im Trio. Das Halbfinale war das Ziel – erreicht haben es am Ende nicht die von der Jury Gefeierten.

Jan Kittmann und Kathrin Menzinger eröffneten den Abend mit einem Charleston zum „Ghostbusters“-Song. Im Overall und mit Spielzeugpistolen bewaffnet lieferten sie eine abwechslungsreiche Choreografie ab. In der anschließenden Trio-Performance – einem Paso Doble vor einer Feuerwand, diesmal mit Vadim Garbuzov als drittem Tänzer – legte Kittmann sogar oben ohne eine Schippe drauf. González ließ seiner Begeisterung freien Lauf: „Ich hätte alles für deine Position gegeben“, sagte er direkt zu Kathrin Menzinger. 53 Punkte in der Gesamtwertung – und trotzdem reichte es nicht. Das Publikum stimmte anders ab und schickte das Duo nach Hause.

Nasenbluten für volle Punktzahl

Die Sensation des Abends lieferte Joel Mattli. Gemeinsam mit Malika Dzumaev tanzte er einen ungewöhnlich sinnlichen Wiener Walzer zu „Suffer“ von Charlie Puth – eine Performance, die die Zuschauer von den Sitzen riss. Als Teil der Choreografie kassierte Mattli eine Ohrfeige und bekam tatsächlich Nasenbluten. Die Jury zeigte sich beeindruckt vom Tanz: volle Punktzahl. Im anschließenden Trio-Charleston im Matrosenkostüm, diesmal mit Zsolt Sándor Cseke als Verstärkung, gab es erneut Standing Ovations – und erneut die Höchstnote. „Du hast wieder wie in Runde 1 alles gegeben – alles richtig gemacht“, befand Juror Joachim Llambi.

Ross Antony trat mit Mariia Maksina als Matador an – ein Paso Doble, der einen Stierkampf nachbildete. Für den Entertainer war die Rolle eine echte Herausforderung. Motsi Mabuse zeigte sich begeistert, Llambi hingegen blieb reserviert: 29 Punkte. Der folgende Trio-Wiener-Walzer mit Valentin Lusin entwickelte sich zu einer verspielten Dreiecksgeschichte auf dem Parkett. Dass dabei niemand dem anderen auf die Füße trat, verführte das Trio danach zu Jubelstürmen. „Absolute Gänsehaut“, urteilte Mabuse. 28 Punkte gab es von der Jury – Llambis knappe acht Punkte wurden vom Publikum lautstark ausgebuht.

Woitschacks Rettung durch die Anrufer

Die eigentliche Überraschung des Abends aber trug Anna-Carina Woitschacks Namen. Ihre Rumba mit Evgeny Vinokurov zu „One in a Million“ erntete vernichtendes Feedback: „Hat mir gar nicht gut gefallen. Nicht gut. Handwerklich war das nichts“, ließ Llambi wissen. Mabuse bemühte sich um Schadensminimierung – „ein Tanz mit Licht und Schatten“ -, doch Woitschacks Enttäuschung war kaum zu verbergen. 22 Punkte. Auch die anschließende Trio-Salsa mit Ekaterina Leonova vor einer erneut brennenden Bühne überzeugte die Jury nicht vollständig. González vermisste die „Explosion“ des Salsa, und selbst Llambis vergleichsweise wohlwollendes „Es war auf jeden Fall hot“ half nicht über das Gesamtbild hinweg. Trotzdem: Mit insgesamt sechs Punkten weniger als Kittmann und Menzinger zog Woitschack dank der Anrufer ins Halbfinale ein.

Milanos emotionaler Höhepunkt

Einen emotionalen Höhepunkt des Abends setzte Milano. Zehn Wochen hatte er auf seinen Contemporary gewartet – nun tanzte er mit Marta Arndt zu „Mon Amour“ eine Geschichte schmerzhafter Liebe. Standing Ovations waren die Antwort des Publikums. Nach dem Tanz wollte Milano seine Profitänzerin kaum aus der Umarmung lassen. „Ein Magic Moment“, schwärmte er. Die Jury sah das ähnlich: 28 Punkte. Der abschließende Quickstep mit Anastasia Maruster als dritter Tänzerin begeisterte erneut das Publikum und erzielte ebenfalls 28 Punkte.

Das Halbfinale von „Let’s Dance“ geht am 22. Mai ab 20:15 Uhr bei RTL und RTL+ über die Bühne.

(mia/spot)

Bild: Jan Kittmann und Kathrin Menzinger haben gut getanzt und müssen trotzdem gehen. / Quelle: RTL / Stefan Gregorowius

Das könnte dir auch gefallen

Mehr ähnliche Beiträge