Dolly Parton (1946-2026) ist am Dienstag mit 80 Jahren gestorben. In den USA war sie nicht nur als Sängerin und Schauspielerin bekannt. Sie galt als Person, die die beiden politischen Lager zusammenbrachte. Das zeigen die Trauerbekundungen nach ihrem Tod, die sowohl von Republikanern als auch von Demokraten kommen. Alle noch lebenden ehemaligen US-Präsidenten veröffentlichten Statements. Auch Donald Trump (80) setzte einen Post ab.
Donald Trump ordnet Trauerbeflaggung an – auch Biden reagiert
Der amtierende US-Präsident ordnete an, die Fahnen für eine ganze Woche auf Halbmast zu setzen. Auf seiner Plattform Truth Social sprach Trump von einem „Verlust für Millionen von Menschen“. Weiter schrieb er: „Es gab noch nie jemanden wie sie, und es wird auch nie wieder jemanden wie sie geben.“ Sie solle in Frieden ruhen. „Die Welt liebt dich!“, richtete sich der Republikaner an die Country-Ikone.
Sein Vorgänger Joe Biden (83) stimmte ihm darin zu. In einer Nachricht auf X bezeichnete der Demokrat Parton als „amerikanisches Original“ und fügte hinzu: „Sie war eine Inspiration für Millionen von Menschen. Sie setzte sich unermüdlich für Frauen und Gleichberechtigung ein.“ Zudem lobte der ehemalige US-Präsident sie für ihr Engagement mit ihrem Leseförderungsprogramm, der „Imagination Library“. Jedem registrierten Kind schenkte sie damit bis zum fünften Lebensjahr ein Buch pro Monat.
https://x.com/JoeBiden/status/2092430660891779221
„Doch vielleicht am wichtigsten war, dass Dolly jedem mit Freundlichkeit und Respekt begegnete“, schrieb Biden. Sie sei eine Vorreiterin gewesen, die nun von Millionen vermisst werde. Er und seine Ehefrau würden sie, ihre Familie, Freunde und Fans in ihre Gebete einschließen.
Obama, Bush und Clinton bekunden ihre Trauer
Auch Barack Obama (65) erklärte auf X, dass er und seine Ehefrau Michelle Obama (62) in Gedanken bei Partons Familie und ihren Anhängern seien. „Es ist schwer vorstellbar, dass es viele Menschen gibt, die einen größeren Einfluss hatten als Dolly Parton“, hieß es in dem Beitrag des ehemaligen Präsidenten. Darin ging er auf ihre Erfolge ein: Sie gewann elf Grammys, einen Emmy, habe „ein Geschäftsimperium“ aufgebaut und die Forschung zum Covid-19-Impfstoff finanziell unterstützt. „Was für ein Leben!“, resümierte Obama.
George W. Bush (80), der von 2001 bis 2009 republikanischer US-Präsident war, gab in seinem Namen und für seine Ehefrau ein Statement ab. „Laura und ich trauern gemeinsam mit Tausenden ihrer Fans um Dolly Parton. Wir liebten ihre Musik und ihren Stil“, schrieb er auf seiner Website. Er würdigte sie als Entertainerin, „talentierte und fleißige Amerikanerin“ sowie für ihr Engagement für den guten Zweck. Die Musikerin werde vermisst werden.
Auch Bill Clinton (80) richtete sich kurz nach dem Bekanntwerden von Partons Tod an die Öffentlichkeit. Der 42. US-Präsident und Demokrat ehrte sie in einem X-Beitrag als „großartige Songwriterin und Künstlerin, die mit Ehrlichkeit, Bescheidenheit und Herz die Geschichten ganz normaler Amerikaner erzählte“. Auch er lobte sie für ihr Engagement im Bildungsbereich. Zudem erinnerte er sich daran, sie erstmals 1974 mit seiner Ehefrau Hillary Clinton (78) live gesehen zu haben. Beide seien für die „Musik und die Erinnerungen auf ewig dankbar“.
Auch die Promis sind bestürzt
Neben den Politikern zeigten sich auch zahlreiche Stars angesichts des Verlustes betroffen. Promis wie Taylor Swift, Jane Fonda, Sabrina Carpenter, Beyoncé, Jamie Lee Curtis, Sarah Jessica Parker und Julia Roberts sendeten Dolly Parton einige Zeilen zum Abschied.
Den Tod hatte Partons Neffe Bryan Seaver in einem Instagram-Clip bekannt gegeben. Kurze Zeit später teilte das Team der Sängerin dem „People“-Magazin mit, dass sie nach einem kurzen Kampf gegen den Krebs gestorben sei. Am Freitag wurde sie demnach in das Vanderbilt-Ingram Cancer Center in Nashville, Tennessee, eingeliefert. Dort sei sie am Dienstag im Beisein ihrer Liebsten gestorben.
(paf/spot)
Bild: Barack Obama und Donald Trump veröffentlichten Statements zum Tod von Dolly Parton. / Quelle: IMAGO/UPI Photo / imago/AFF-USA / Tammie Arroyo / AFF-USA.com / Imago Images/ZUMA Press Wire / Andrew Leyden



