Torsten Sträter über „LOL“: „Es macht zu viel Spaß“

Torsten Sträter über „LOL“: „Es macht zu viel Spaß“

Wenn Prime Video fragt und er zeitlich kann, sagt Torsten Sträter (59) ja. So einfach ist das. Der Kabarettist aus Dortmund ist in der siebten Staffel von „LOL: Last One Laughing“ dabei, die ab dem 14. Mai in sechs Folgen auf Prime Video zu sehen ist – und er bereut die Entscheidung kein bisschen.

„Es macht zu viel Spaß“, sagt er im Interview mit der Nachrichtenagentur spot on news. Dass sein Comeback unter besonderen Umständen steht, macht es noch bemerkenswerter: Sträter hatte sich monatelang aus der Öffentlichkeit zurückgezogen und Mitte April seine Tumorerkrankung öffentlich gemacht. Nun ist er zurück – auf der Bühne, bei „LOL“ und offenbar in bester Laune.

„Die peinlichste Version des normalen Lebens“

Was „LOL“ so besonders macht? „Es ist einfach diese Mischung aus Menschen, die dabei sind, und dass du nicht weißt, was passiert, und dass du Nummern vorbereitest, die einfach nicht funktionieren.“ Das Ergebnis sei „im Prinzip die peinlichste Version des normalen Lebens, die man sich vorstellen kann“.

Die eigentliche Gefahr bei „LOL“ liegt bekanntlich nicht nur in den Mitstreitern, sondern auch in sich selbst. Sträter weiß das. Ob er in der neuen Staffel eher durch die anderen oder durch seine eigenen Pointen ins Wanken geraten sei, beantwortet er mit entwaffnender Ehrlichkeit: „In dieser Staffel erlebt auch die Person Sträter mit sich selbst einige Sternstunden echter Idiotie.“ Mehr will er nicht verraten – zu Recht, denn gespoilert wird nicht.

„Schubert kommt, ich geh weg“

Seine Mitstreiter überraschen ihn nach Jahren in der Show kaum noch. „Da überrascht mich keiner mehr, aber sie erfreuen mich“, sagt er. Und wer ihn erfreut, verrät er mit einem schlichten Leitsatz: „Wenn man sich an simple Regeln hält, wie: ‚Schubert kommt, ich geh weg‘, ist eigentlich alles in Butter.“ Besonders angetan hat es ihm diesmal Michelle Hunziker – „die mit ihrem Deutsch, das um Welten besser ist als mein Italienisch, unfassbare Sätze raushaut, von denen mich einer fast komplett in den Abgrund geführt hätte.“

Ehrgeiz liegt bei null – und das ist gut so

Dass Prominente ohne Comedy-Hintergrund bei „LOL“ mitmachen, sieht Sträter übrigens entspannt. „Ich mag das sehr gern“, sagt er. Und einen Heimvorteil als Wiederholungstäter und Gewinner der allerersten Staffel von 2021? Den sieht er nicht. „Man beginnt bei null. Und da können hundertmal irgendwelche Leute im Sessel sitzen und sagen: ‚Hui, der Sträter, das ist mein Angstgegner‘ – Ich hab auf jeden Fall mehr Angst als du.“

Den Ehrgeiz, den Titel zu verteidigen, hält er entsprechend klein – auf null, wie er sagt. Denn worum es bei „LOL“ wirklich gehe, habe die erste Staffel bereits gelehrt: „Es geht nicht darum, dass wir uns wegbeißen, sondern dass wir alle versuchen, möglichst lange drin zu bleiben.“ Seit dieser Staffel spendet jeder Gewinner für einen wohltätigen Zweck – womit der Sieg seinen Schrecken verliert. „Deswegen ist ein ‚Last One Laughing‘-Gewinner genauso wertvoll wie ein Viertplatzierter, den es nicht sofort bei jedem Quatsch zerrissen hat.“ Und dann, fast philosophisch: „Der Weg ist das Ziel – an sich ein total bescheuertes Sprichwort. Aber in diesem Falle stimmt das.“

Seine Mitstreiter in der prominent besetzten Staffel sind neben Michelle Hunziker und Olaf Schubert auch Barbara Schöneberger, Martina Hill, Tedros „Teddy“ Teclebrhan, Elton, Carolin Kebekus und Max Giermann – der zehnte Name wurde zum Staffelstart enthüllt – es ist der eigentliche Moderator, Michael Bully Herbig. An seiner Stelle führt Hape Kerkeling als Horst Schlämmer durch die Show.

(obr/spot)

Bild: Wie weit schafft es Torsten Sträter dieses Mal bei „LOL“? / Quelle: Prime Video

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