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„Tatort: Das Opfer“: Wie gut ist Karows erster Solo-Fall in Berlin?

„Tatort: Das Opfer“: Wie gut ist Karows erster Solo-Fall in Berlin?

Der Berliner „Tatort: Das Opfer“ (18.12., 20:15 Uhr, das Erste) markiert den ersten Solo-Krimi von Kommissar Robert Karow (Mark Waschke, 50). Diesmal ist er zwar nicht im Dienst, dennoch beschäftigt er sich in seinem „Sonderurlaub“ mit einem Mordfall.

Worum geht es im „Tatort: Das Opfer“?

Robert Karow ermittelt nach dem Tod seiner Kollegin Nina Rubin (Meret Becker, 53) in diesem Fall solo: Ein Mann in Karows Alter wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Er starb durch einen Schuss in den Kopf. Alles am Tatort deutet auf eine Milieu-Hinrichtung hin, wie Karow sofort feststellt, obwohl er für den Fall nicht zuständig ist. Doch Karow kennt den Toten, Maik Balthasar (Andreas Pietschmann, 53), aus Jugendzeiten und findet heraus, dass er ein verdeckter Ermittler war.

Maik arbeitete für Mesut Günes (Sahin Eryilmaz, 38), einen stadtbekannten Berliner Nachtclubbesitzer, der in zahlreiche Gewaltverbrechen verwickelt ist, die ihm allerdings nie eindeutig nachgewiesen werden konnten. Auf der Tatwaffe finden sich Günes‘ Fingerabdrücke. Staatsanwältin Sara Taghavi (Jasmin Tabatabai, 55) sieht endlich ihre Chance, Günes vor Gericht zu bringen. Der bestreitet den Mord jedoch. Zum Ärger der Staatsanwältin gibt sich Karow mit der so offensichtlichen Indizienlage nicht zufrieden. Obwohl sie ihn anweist, sich herauszuhalten, lassen ihm die Ungereimtheiten in dem Fall keine Ruhe.

Um herauszufinden, was wirklich geschehen ist, nimmt er Urlaub, zieht undercover in Maiks Wohnung und wandelt auf dessen Spuren. Camilla (Kim Riedle, 40), die in Günes‘ Club arbeitet und Maik gut kannte, wird seine Verbündete. Mehr und mehr schlüpft er in die Rolle des Toten und taucht dabei auch immer tiefer in seine eigene Vergangenheit ein …

Lohnt sich das Einschalten?

Ja. Relativ zu Beginn des über weite Strecken sehr spannenden Krimis setzen zwei kleine Kinder ein Puzzle zusammen. Ähnlich versucht auch der Kommissar, die vielen Einzelteile zu einem großen Ganzen zusammenzusetzen – und mit ihm die Zuschauerinnen und Zuschauer. Ein wichtiges Element im Film erklärt Maik Balthasar in einer der vielen Rückblenden: „Die Regeln in mafiösen Strukturen sind fast immer gleich auf der ganzen Welt in allen Kulturen: Alles basiert auf Vertrauen, Respekt, Ehre, Stärke und Angst – Macho-Bullshit. Dumm, aber verlässlich.“

In weiteren Rückblenden wird viel über die Jugendfreundschaft zwischen Karow und Balthasar erzählt. Seit der Auftaktfolge des Berliner Teams im Jahr 2015 hat man den meist egoistischen und rücksichtslosen Ermittler nicht so emotional gesehen. „Das Besondere an diesem ‚Tatort‘ war für mich dabei, dass nicht eine Episodenhauptrolle im Fokus steht, sondern der Ermittler selbst. Der Fall ist quasi auch Karow und Karow ist der Fall. Das Drehbuch war sowohl ein Thriller als auch ein Psychogramm. Das fand ich außergewöhnlich“, schwärmt auch Regisseur Stefan Schaller.

Keine schlechten Voraussetzungen also für Karows nächste Berlin-Krimi-Phase, in der Corinna Harfouch (68) als Susanne Bonard, ehemalige LKA-Größe und Dozentin an der Polizeiakademie, einsteigt. Die zweiteilige Auftaktepisode „Tatort: Nichts als die Wahrheit“ soll 2023 ausgestrahlt werden. Spätestens dann werden wir wissen, ob Karow sich mit ihr so gut versteht, wie mit einer Person im „Tatort: Das Opfer“. Über die sagt er nämlich mit seiner neuen Freundlichkeit: „In der Top Ten von den Menschen, die ich wirklich mag, bist du auf Platz zwei.“

Ein kleines Detail soll am Rande nicht unerwähnt bleiben: Wirklich mögen tun sich im wahren Leben auch Schauspieler Andreas Pietschmann und seine Kollegin Jasmin Tabatabai. Die beiden leben zusammen mit ihren beiden Kindern (geb. 2009 und 2013) in Berlin.

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