„Supertalent“-Neuzugang Tony Bauer: Das schätzt er an Dieter Bohlen

„Supertalent“-Neuzugang Tony Bauer: Das schätzt er an Dieter Bohlen

Tony Bauer (29) ist der Neuzugang in der „Supertalent“-Jury. Die RTL-Talentshow startet ab Samstag, 5. April (20:15 Uhr bei RTL, eine Woche vorher auf RTL+) in eine neue Staffel. Neben dem Comedian sind die altbewährten Juroren Dieter Bohlen (71), Bruce Darnell (67) und Ekaterina Leonova (37) mit dabei.“Ich habe das ‚Supertalent‘ als Kind mit meiner Oma geguckt, jede Staffel, und dann wird man angefragt – Ich war nervös wie ein kleiner Junge“, erzählt Tony Bauer, der im vergangenen Jahr als Kandidat die „Let’s Dance“-Fans begeisterte, über seinen neuen Job im Interview mit spot on news. „Ich habe am Anfang gar nicht gewusst, warum die mich wollten. Dass ich da sein darf und neben Dieter Bohlen und Bruce Darnell Leute bewerte, hätte ich mir natürlich niemals erträumen lassen.“ Dass er zuvor bei einer großen Produktion wie „Let’s Dance“ dabei war, hat dem Comedian die Aufregung nicht genommen. „Das war ganz was anderes. Bei ‚Let’s Dance‘ hast du so einen kurzen Spot und in den anderthalb Minuten versuchst du zu scheinen und dein Bestes zu geben. Beim ‚Supertalent‘ hast du die ganze Zeit das Gefühl, unter Beobachtung zu stehen und dass man abliefern muss. Das ist eine andere Art von Druck.“

Tony Bauer: Dieter Bohlen wird „falsch verstanden“

An der Rolle als Juror habe ihn zudem überrascht, „dass man sich wirklich konzentrieren muss. Wir hatten Drehtage mit neun bis zehn Stunden. Du musst die ganze Zeit auf Sendung sein. Alle Ohren müssen gespitzt sein. Das hatte ich tatsächlich unterschätzt. Ich dachte, ich mache da ein bisschen Remmidemmi und gehe wieder. Nach den ersten zwei Acts war mir dann klar, wie das alles läuft.“ Seine Krankheit, der Comedian geht mit seinem Kurzdarmsyndrom und der damit notwendigen künstlichen Ernährung offen um, habe ihn bei der Produktion nicht eingeschränkt, erzählt Bauer. „Wir waren immer relativ früh fertig, so gegen neun Uhr. Zwischendurch kannst du ja auch essen und trinken, ich konnte dort entspannt auf dem Stuhl sitzen – Also die Krankheit hat gar keine Rolle gespielt.“Und wie hat er seine Jurykollegen erlebt? „Dieter, der übrigens vorher keine Ahnung hatte, wer ich bin (lacht), ist natürlich der Bad Cop in der ganzen Konstellation. Er sagt ungefiltert genau das, was es ist. Das verstehen ganz viele falsch und deshalb denken immer alle, dass er unsympathisch ist. Dieter ist aber ein mega sympathischer Mensch“, betont der 29-Jährige. „Er sagt dir entweder ja oder nein. Und er sagt es unverblümt. Er kommt nicht mit irgendwelchen Floskeln daher. So ein bisschen wie Menschen im Ruhrgebiet. Mein Opa ist genauso.“ Zu seinen weiteren Kollegen gibt er an: „Ekat ist der absolute Good Cop. Die ist so: Egal was ist, erst mal toll, dass du da auf der Bühne stehst. Bruce ist reserviert, aber positiv reserviert. Wenn ihn was begeistert, dann begeistert ihn das wirklich. Ich selbst bin so eine Mischung aus Dieter und Bruce.“ Am Anfang sei es schwer für ihn gewesen, in der etablierten Jury seinen Platz zu finden, „doch nach dem zweiten, dritten Act war ich ein Teil davon“, erzählt Bauer. „Da hat es dann geflowt und wir haben Party gemacht.“

Tony Bauer: „Wäre sehr gerne nochmal dabei“

Als Juror habe er im Umgang mit den Talenten versucht, „mit ihnen vom Jurypult aus irgendwie zu connecten. Ich habe sie angelächelt und immer genickt, um ihnen die Aufregung zu nehmen. Das hat mal mehr mal weniger geklappt. Es gehört erst einmal enorm viel Mut dazu, sich überhaupt da hinzustellen, vor jemandem zu performen, der dich am Ende bewertet und im Zweifel gar nicht so viel Ahnung von der Materie hat, die du dort zeigst.“ Besonders die Talente, die nischige Dinge präsentierten, hätten ihn „unfassbar fasziniert“, erzählt Bauer. „Dass man so viel Hingabe aufbringen kann für eine Sache, die sonst niemand macht und keine Lobby hat. Wir hatten zum Beispiel eine Artistin, die einfach so über Flaschen gelaufen ist und Figuren darauf gemacht hat. Das ist krass. Wie kommt man auf so eine Idee? (lacht)“

Als Juror Kritik zu üben, fiel Bauer nicht schwer. „Wenn das scheiße war, dann wissen die Leute das auch, dann kann man denen das auch sagen. Das ist schon in Ordnung. Ich glaube, ab und zu ist ein Schuss in der Brust besser als sechs Pfeile im Rücken. Lieber ehrlich sein mit den Leuten.“

Durch die positiven Erfahrungen bei der Talentshow würde Bauer nicht zögern, wenn ein weiteres „Supertalent“-Juryangebot kommen würde. „Wenn ich gefragt werde, dann würde ich sehr gerne noch mal dabei sein.“ Eine Sache würde sich der Comedian jedoch wünschen: die Rückkehr zu Liveshows. „Ich glaube, live ist für alle Beteiligte immer ein besonderes Erlebnis. Dieses Kribbeln fehlt sonst ein bisschen. Für mich zeichnet das die Sendung auch aus, dass die Zuschauer mitraten können und jeder Juror werden kann. Viele Fans fragen, ob es nicht wieder ein Live-Finale gibt. Vielleicht kommt man wieder da hin zurück.“

Tony Bauer wird 30: „Fühle mich wie ein Teenie“

Seit seiner „Let’s Dance“-Teilnahme, die er aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig abbrechen musste, ist Tony Bauer einer größeren Öffentlichkeit bekannt. Wie geht er damit um? „Es war unwirklich, weil es von null auf 100 ging, aber ich habe mir das ja auch schon immer gewünscht und genieße es bis heute. Wenn man mich nach einem Bild fragt, dann freue ich mich wahrscheinlich noch mehr als derjenige selbst (lacht).“ Trotzdem sei er derselbe geblieben, wie ihm auch sein Umfeld bestätige. „Ich denke, ich habe meine Beine auf dem Boden und meinen Kopf in den Wolken. Das wissen auch alle und behandeln mich genauso wie vorher auch. Dass ich in meiner Heimat Duisburg geblieben bin, hilft mir, dem Trubel auch mal zu entkommen.“ „Let’s Dance“ hat ihm zudem eine tiefe Freundschaft zu Tanzpartnerin Anastasia Stan (27) beschert. „Anastasia ist meine beste Freundin, wir haben immer noch super viel Kontakt. Ich bin großer Fan und fiebere immer mit, wenn sie tanzt. Ich hoffe, sie erreicht in der Show noch ganz viel.“

Im Frühjahr und Herbst ist Bauer mit seinem Soloprogramm „Fallschirmspringer“ auf Tour. „Ich hoffe, dass es einfach knallt (lacht), und ich hoffe, dass immer mehr Menschen kommen wollen und sich anhören möchten, was ich zu sagen habe. So ein Programm ist nie zu Ende. Das wächst immer, es kommen neue Jokes dazu, alte Sachen verschwinden, damit es auch nicht langweilig wird und die Leute mehrmals zu Shows kommen können. Wer weiß, vielleicht schafft es auch die ein oder andere ‚Supertalent‘-Geschichte rein.“ Im Herbst steht zudem ein Meilenstein an: Der Comedian wird im Oktober 30 Jahre alt. „Bis jetzt beschäftige ich mich noch nicht damit. Ich fühle mich immer noch wie 25, oder eigentlich wie ein Teenie (lacht). Ich habe keine Ahnung, was die 30 mit mir anstellen wird. Ich hoffe, nichts Schlimmes. Ich hoffe, dann ist das Gefühl nicht anders, weil ich denke, meine Zeit ist abgelaufen. Es ist einfach krass, dass ich es irgendwie in meine 20er geschafft habe und freue mich auf alles, was kommt.“

(jom/spot)

Bild: Tony Bauer sitzt erstmals in der „Supertalent“-Jury. / Quelle: RTL / Stefan Gregorowius

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