Im August 2021 hat sich die Welt für Simone Ballack (50) und Michael Ballack (49) für immer verändert. Ihr gemeinsamer Sohn Emilio kam in Portugal im Alter von nur 18 Jahren bei einem Quad-Unfall ums Leben. Die Ex-Frau des ehemaligen Fußballprofis ist jetzt in das Land gereist, um mit diesem ihren Frieden zu machen.
Ballack hat am 11. Juni ein Video in einer Instagram-Story veröffentlicht, in dem sie an einem Strand sitzt. Sie zeigt in dem kurzen Clip die Umgebung, viel wichtiger sind jedoch die Worte, die sie dazu schreibt. „Versuche meinen Frieden mit diesem wunderschönen, aber für mich so schicksalsträchtigen Land zu machen…“, teilt die 50-Jährige nicht ganz fünf Jahre nach dem tragischen Unfall ihres Sohnes mit. „Drei Tage nur Portugal und ich…“, erklärt Ballack zu dem Clip weiter. „Wir müssen uns nach fünf Jahren aussprechen.“ Dazu setzt sie das Hashtag #healing, sie sucht also Heilung.
„Ich versuche jeden Tag möglichst viel Positives für mich und meine Familie rauszuziehen, immer wieder Neues zu versuchen“, erklärte Simone Ballack im April 2024 dem Magazin „Gala“. „Auf keinen Fall Stillstand. Es muss immer weitergehen.“ Sich stets neue Aufgaben zu setzen, sei ihrer Auffassung nach „die beste Medizin gegen Trauer“, sagte sie damals.
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Auf Instagram erinnert Simone Ballack, die mit ihrem Ex-Mann zwei weitere Söhne hat, immer wieder an Emilio. Im letzten September teilte sie etwa ein Video mit alten Bildern ihres verstorbenen Sohnes und schrieb dazu auf Englisch: „Alles Gute zum 23. Geburtstag im Himmel, Emilio. Vermisse dich so sehr.“
„Das kann man auch nicht in Worten beschreiben“
Auch Michael Ballack sprach vor wenigen Monaten offen über den Verlust. Im Sky-Format „Meine Geschichte – Das Leben von Michael Ballack“ erklärte er auf die Frage von Moderator Riccardo Basile (34), wie man lernen könne, mit so einem Verlust zu leben: „Schwierig. Schwierig. Es ist schwierig, weil wer so was mitmacht, das kann man sich nicht vorstellen, das kann man auch nicht in Worten beschreiben. Es ist ein Verdrängungsprozess.“
Er könne wenig bis gar nicht über seinen Sohn sprechen, würde es aber gerne viel mehr, sagte der Ex-Fußballer sichtlich bewegt. In diesem Verdrängungsprozess versuche man durch den Alltag zu kommen, „durch Sachen, die einen motivieren, Arbeit, die Familie, die anderen Söhne, damit klarzukommen“.
(wue/spot)
Bild: Simone Ballack befindet sich derzeit in Portugal, um sich mit dem Land „auszusprechen“. / Quelle: imago images/STAR-MEDIA


