Ruhm macht Hollywoodstar Bill Murray nicht glücklich

Ruhm macht Hollywoodstar Bill Murray nicht glücklich

Bill Murray (76) hadert mit seiner Berühmtheit, wie „People“ mit Blick auf seine neue Dokuserie „A Course Called Ireland“ berichtet. In der sechsteiligen Paramount+-Serie will ein Crewmitglied auf dem Golfplatz von dem Schauspieler wissen, ob ihn der Ruhm glücklich mache. Der 76-Jährige lacht und antwortet: „Kurz gesagt: Nein.“

Ganz abschließen mag Murray mit dem Thema dann aber doch nicht. „Es ist nicht einfach. Ich lerne ständig dazu, wie ich damit umgehe und wie ich damit klarkomme. Es ist nicht für jeden etwas, aber es hat mich auch dahin gebracht, wo ich heute bin“, sagt er.

„Ich bin nicht gerade angenehm“

Einen echten Lichtblick sieht der „Ghostbusters“-Star im Wohlwollen seines Publikums. Es gebe viele Menschen, die finden, einer seiner Filme habe sie in einer schlimmen Phase zum Lachen gebracht. „Das habe ich schon oft gehört, und es fühlt sich toll an“, so Murray.

Und wie geht er selbst mit dem Ruhm um? Darauf antwortet er ohne Umschweife: „Nun, ich bin nicht gerade angenehm. Das sieht man ja. Ich glaube, einfach nur nett zu sein, ist nicht mein Ding. Wenn ich mich wie ein normaler Bürger verhalten würde, hätte ich wahrscheinlich viel mehr Schrammen und blaue Flecken.“

Sehnsucht nach der Autogramm-Ära

Wie sehr ihn das Interesse an seiner Person begleitet, zeigt eine Szene auf der Reise. Bei einer Toilettenpause umringt ihn eine Traube von Fans, alle wollen ein Selfie. Als Schauspielkollege Chris O’Dowd fragt, wie er mit den ständigen Anfragen umgeht, wird Murray nostalgisch. „Ich komme aus einer Zeit, in der ich Autogramme für das Schlimmste überhaupt hielt, und ich würde alles dafür geben, sie zurückzubekommen.“

Inzwischen hat er seinen Frieden mit den Fotowünschen gemacht. Alles kontrollieren zu wollen, sei „eine enorme Energieverschwendung“, erklärt er. „Jetzt stürze ich mich einfach hinein und lege los … Ich nehme die Kamera. Ich mache das Foto.“

Was fünf Jahrzehnte im Rampenlicht mit ihm gemacht haben, erklärt Murray mit einem Bild aus der Biologie. Stupse man einen Einzeller mit einem Stock an, nehme er wieder seine Form an. „Aber beim zehntausendsten Mal bricht die Zellwand zusammen und alles darin explodiert. So kam ich zu dem Schluss: ‚Ach so, okay, so bin ich also.'“

Auf dem Golfplatz kann er durchatmen

Zuflucht findet Murray beim Golf. Mit seinen Brüdern arbeitete er in seiner Jugend als Caddie, um die Mutter finanziell zu unterstützen. In der Serie ziehen er und sein Freund, der Autor Tom Coyne, über irische Plätze, unterwegs stoßen O’Dowd, Jason Kelce und zwei von Murrays Brüdern dazu.

Coyne bringt auf den Punkt, warum gerade dieser Sport für Murray so wichtig ist: „Ein großes Feld, wo man nie mehr als drei andere Leute gleichzeitig trifft, ist schon ein echter Segen. Hier draußen interessiert es niemanden, wer man ist.“

(ae/spot)

Bild: Bill Murray wurde mit Filmen wie „Ghostbusters“ und „Und täglich grüßt das Murmeltier“ bekannt. Dass er in der Öffentlichkeit steht, ist für ihn immer wieder eine Herausforderung. / Quelle: imago/ZUMA Wire

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