Nach dem Tod von Tim Curry (1946-2026) ist bekannt, woran der britische Schauspieler gestorben ist. Das US-Magazin „People“ beruft sich auf Unterlagen des Gesundheitsamts vom Los Angeles County, die dem Blatt vorliegen. Demnach war eine koronare Herzkrankheit, also eine Erkrankung der Herzkranzgefäße, die Todesursache. Curry starb am 25. August im Alter von 80 Jahren.
In den Dokumenten sind dem Bericht zufolge zwei weitere Erkrankungen vermerkt, die zu seinem Tod beigetragen, ihn aber nicht ursächlich ausgelöst haben: ein zurückliegender Schlaganfall und Nierenkrebs.
Gestorben zu Hause in Los Angeles
Sein Manager hatte „People“ mitgeteilt, dass Curry friedlich in seinem Haus im Stadtteil Toluca Lake gestorben sei. Der Tod trat demnach kurz vor Mitternacht um 23:18 Uhr ein. Die Polizei von Los Angeles bestätigte dem Magazin, dass Beamte am 25. August zu einem Einsatz gerufen wurden und die Todesermittlungen zu einem Mann in seinen Achtzigern abschlossen.
Currys Gesundheit war seit 2012 angeschlagen gewesen. Damals erlitt er einen schweren Schlaganfall, von dem er sich nie vollständig erholte und der ihn in den Rollstuhl zwang. Aus der Öffentlichkeit und weitgehend auch aus dem Schauspielberuf zog er sich danach zurück und arbeitete vor allem als Sprecher.
Im September 2025 sprach er bei einer Jubiläumsvorführung zum 50. Geburtstag von „The Rocky Horror Picture Show“ im Academy Museum in Los Angeles offen über seinen Zustand. „Ich kann immer noch nicht laufen, deswegen sitze ich in diesem albernen Stuhl, und das schränkt sehr ein. Ich werde also nicht singen und ich werde so bald nicht tanzen. Mit meinem linken Bein habe ich immer noch echte Probleme.“
Von der Londoner Bühne zum Kultstar
Curry studierte in Birmingham und begann seine Laufbahn am Theater. 1968 stand er in der Londoner Erstaufführung von „Hair“ auf der Bühne, es folgten Engagements im West End und am Broadway. Dreimal wurde er für den Tony Award nominiert, zweimal für den Laurence Olivier Award.
Berühmt machte Curry vor allem eine Figur: Dr. Frank N. Furter, der schrille Wissenschaftler im Korsett aus Richard O’Briens Musical „The Rocky Horror Show“. Curry spielte sie zuerst in London, dann in Los Angeles und New York und schließlich 1975 in der Verfilmung „The Rocky Horror Picture Show“.
Im Kino prägten ihn zudem Rollen wie Rooster Hannigan in „Annie“ (1982), der Butler Wadsworth in „Clue“ (1985) und Long John Silver in „Die Schatzinsel“ mit den Muppets (1996). Einem Millionenpublikum blieb Curry als Horrorclown Pennywise in der ersten Verfilmung von Stephen Kings „Es“ von 1990 in Erinnerung, ebenso als Hotelangestellter Mr. Hector in „Kevin – Allein in New York“.
(jom/spot)
Bild: Tim Curry wurde durch seine Rolle als Dr. Frank N. Furter bekannt. / Quelle: Imago images/MediaPunch / AdMedia


