Progressive Traditionen? Ideen für polarisierte Zeiten

Halle an der Saale, 23.09.2026 (lifePR) – Kulturinstitutionen geraten zunehmend in gesellschaftliche und politische Auseinandersetzungen: Was bedeutet Tradition? Wie versteht man kulturelles Erbe? Was ist Identität? Fragen rund um diese Begriffe werden heute kontrovers diskutiert und in hitzigen Debatten öffentlich verhandelt.

Die Konferenz nationaler Kultureinrichtungen (KNK) nimmt diese Entwicklungen zum Anlass, auf ihrer Tagung „Progressive Traditionen? Ideen für polarisierte Zeiten“ am 5. und 6. Oktober 2026 in den Franckeschen Stiftungen (Halle / Saale) die Rolle von Museen, Stiftungen und Kultureinrichtungen in einer demokratischen Gesellschaft zu beleuchten.

Hierbei setzen die KNK und ihre Partnerinnen und Partner auch auf internationale Kooperationen, zum Beispiel mit Erfahrungen aus Mittel- und Osteuropa. Vertreterinnen und Vertreter bedeutender Kulturinstitutionen aus ganz Deutschland und darüber hinaus kommen zusammen, um aktuelle Herausforderungen zu analysieren, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft zu entwickeln.

Anhand konkreter Beispiele diskutieren sie, welche Strategien helfen können, gesellschaftliche Konflikte einzuordnen, Kommunikationskrisen zu bewältigen und Dialogräume auch unter schwierigen Bedingungen offenzuhalten. Gesellschaftliche Transformationsprozesse und die Ursachen wachsender Polarisierung werden ebenso analysiert wie sozialpsychologische Fragen von Verunsicherung, Zugehörigkeit und Deutungskonflikten.

Impulse kommen unter anderem von Prof. Dr. Raj Kollmorgen, Professor für Soziologie und Sozialpolitik an der Hochschule Zittau/Görlitz, von Sonja Ludwig, Director bei 365 Sherpas BPI, sowie von Prof. Dr. Maja Göpel, Politökonomin, Transformationsforscherin und Autorin. Praxisbeispiele und Diskussionen mit Vertreterinnen und Vertretern aus Museen, Stiftungen und Kulturinstitutionen zeigen, wie Geschichte, Erbe und Tradition heute politisch beansprucht werden – und wie Institutionen darauf reagieren können, wenn sie selbst zum Gegenstand politischer Kontroversen werden. Moderiert wird die Tagung von der Journalistin und Kunsthistorikerin Dr. Sarah Alberti.

Die Tagung richtet sich an ein interessiertes Fachpublikum aus dem musealen und kulturellen Bereich. Interessierte werden gebeten sich bis zum 30. September auf der KNK-Website anzumelden. Hier sind auch das Tagungsprogramm und weitere Informationen zu der Veranstaltung einsehbar.

Die Zahl der Plätze ist begrenzt.

Die Tagung wird finanziert dank der Unterstützung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Die Franckeschen Stiftungen sowie das Zukunftszentrum für Deutsche Einheit und Europäische Transformation sind Kooperationspartner.

Die Konferenz nationaler Kultureinrichtungen (KNK)

Die KNK ist eine gleichberechtigte Interessensgemeinschaft von derzeit 24 national bedeutsamen kulturellen Institutionen unterschiedlicher Größe und Ausrichtung in Ostdeutschland. Sie dient als Plattform zur Vermittlung gemeinschaftlicher Interessen und Zielsetzungen. Ihre besondere Stärke liegt in der Heterogenität der beteiligten Einrichtungen. Die KNK wird von dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien unterstützt.

Liebe Vertreterinnen und Vertreter der Medien, Sie sind herzlich eingeladen, an der Tagung teilzunehmen. Bitte akkreditieren Sie sich hierfür ebenfalls bis zum 30. September auf https://pretix.eu/….

 

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