Elizabeth „Liz“ Hurley (60) sagte am Donnerstagmorgen (22. Januar) vor Gericht, sie sei „am Boden zerstört“ über die „brutale Verletzung ihrer Privatsphäre“ durch den Herausgeber der „Daily Mail“ und der „Mail on Sunday“. Die britische Schauspielerin gab an, die britische Boulevardpresse habe ihr Festnetztelefon abgehört und „heimlich Mikrofone an meinen Fenstern angebracht“, um an Geschichten zu gelangen, berichtet unter anderem die „BBC“.
Die Schauspielerin sei den Tränen nahe gewesen, als sie vor dem Royal Courts of Justice in London in ihrem Rechtsstreit gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) aussagte. Sie ist eine von sieben prominenten Klägern, die ANL „schwerwiegende Verletzungen der Privatsphäre“ über einen Zeitraum von 20 Jahren vorwerfen. Der Verlag hat die Vorwürfe zurückgewiesen.
Medizinische Daten ihrer Schwangerschaft gestohlen
Prinz Harry erschien für seine Aussage bereits am Mittwoch vor Gericht. Am heutigen vierten Prozesstag unterstützte er Liz Hurley mit seiner Anwesenheit. Weitere prominente Kläger sind unter anderem Elton John (78) und Ehemann David Furnish (63) oder Schauspielerin Sadie Frost (60). Die Kläger werfen ANL vor, zwischen 1993 und „über 2018 hinaus“ für ihre Geschichten „klar systematisch und nachhaltig unrechtmäßige Informationsbeschaffung“ betrieben zu haben, unter anderem durch Privatdetektive und durch Täuschung.
Liz Hurley behauptete zudem vor Gericht, die Presse habe ihre medizinischen Daten gestohlen, als sie schwanger war. Sohn Damian Hurley (23) bezeichnete sie als den „Mittelpunkt meiner Welt“. Er begleitete sie zum Gerichtstermin.
Liz Hurley unter Tränen: „zutiefst verletzend“
Hurley forderte die Herausgabe von zehn weiteren Artikeln, die „von Journalisten verfasst wurden, welche andere Privatdetektive beauftragten, ähnliche ungesetzliche Dinge zu tun“, sagte sie in ihrer Erklärung. Als ihr vor Gericht einige der Artikel gezeigt wurden, die mit ihrer Klage in Zusammenhang standen, kamen ihr die Tränen. Es sei „zutiefst verletzend“, die Aussage einer Privatdetektivin zu lesen, die „alle meine Gespräche abgehört und belauscht“ habe, sagte sie.
Der Anwalt des Pressehauses, Antony White, unterstellte am Mittwoch vor Gericht Prinz Harry, er habe gewusst, dass sein Freundeskreis „undicht“ sei, worauf der Prinz antwortete: „Mein Freundeskreis war nicht undicht, das möchte ich klarstellen.“ Auch Prinz Harry war im Zeugenstand sichtlich bewegt, als er sagte, der Verleger habe das Leben seiner Frau, der Herzogin von Sussex, „zu einem absoluten Elend“ gemacht. Dem Prinzen stockte die Stimme, als er sagte, es sei eine „schreckliche Erfahrung“ für seine Familie gewesen und alles, was er wolle, sei „eine Entschuldigung und die Übernahme von Verantwortung“.
Voraussichtlich soll der prominente Zivilprozess rund neun Wochen dauern.
(ero/spot)
Bild: Die britische Schauspielerin Elizabeth „Liz“ Hurley kam in Begleitung von Sohn Damian zum High Court in London. / Quelle: getty/[EXTRACTED]: HENRY NICHOLLS / AFP via Getty Images


