Das US-Magazin „Vanity Fair“ hat seine Best-Dressed-Liste für das Jahr 2026 veröffentlicht. Ausgezeichnet wurde darin auch Papst Leo XIV. (70). Das Oberhaupt der katholischen Kirche steht in der Unterkategorie der Originale, in der die Redaktion nach eigenen Angaben die ausgefallensten und innovativsten Modeträger versammelt.
Als einprägsamsten Look des Papstes führt das Magazin einen Auftritt aus der Zeit vor dessen Wahl an. Damals habe Leo, der früher „Pater Bob“ gerufen wurde, seine schlichte cremefarbene Soutane mit Nikes kombiniert. Unter dem Stichwort modischer Ruf notiert die Redaktion, der Papst habe sich eine Lässigkeit bewahrt und greife hin und wieder zur Baseballkappe.
Nicht die erste Ehrung dieser Art
Für Leo XIV. ist es nicht das erste Lob aus der Modebranche. Schon 2025 hatten ihn die „Vogue“ und die „New York Times“ unter den stilvollsten Persönlichkeiten des Jahres geführt. Die „New York Times“ schrieb, der erste US-amerikanische Papst habe das Bild des Papsttums für immer verändert.
Aufmerksamkeit erregte unter anderem ein Auftritt, bei dem Leo XIV. eine Baseballkappe der Chicago White Sox zu seinen weißen päpstlichen Gewändern trug.
Zehn Namen auf der Hauptliste
Die Hauptliste des Magazins umfasst zehn Personen. Dazu zählen die Schauspielerin und Sängerin Teyana Taylor, die Schauspieler Jacob Elordi, Louisa Jacobson, Michaela Coel, Hunter Schafer und Colman Domingo, die Architektin Frida Escobedo, der Sänger und Schauspieler Harry Styles, das Model Paloma Elsesser und die Künstlerin Anna Weyant.
In der Kategorie der Originale steht der Papst neben Regisseur Spike Lee, den Sängerinnen Björk, Rosalía und Yseult, Kostümbildnerin Sandy Powell, Autor Hilton Als, Museumsdirektorin Thelma Golden, Eiskunstläuferin Alysa Liu und Unternehmerin Colby Mugrabi.
Macron, Rihanna und ein Fußballprofi
Weitere Kategorien widmet „Vanity Fair“ Paaren, Modeprofis und dem Nachwuchs. Zu den bestgekleideten Duos zählt das Magazin unter anderem Emmanuel und Brigitte Macron, Rihanna und A$AP Rocky sowie Kim Kardashian und ihre Tochter North West.
Als Stilhoffnungen für die Zukunft nennt die Redaktion neben Beyoncés Tochter Blue Ivy Carter auch den Fußballprofi Erling Haaland. Der norwegische Fußballspieler sei Anfang dieses Sommers zum Shootingstar der Weltmeisterschaft geworden, „doch erst seine Sammlung von Hermès-Birkin-Taschen machte ihn zu einem Phänomen der Popkultur“.
Zusammengestellt wurde die Liste nach Angaben des Magazins von der eigenen Redaktion, ausgewählt aus mehreren hundert Vorschlägen. Die Beratungen zogen sich demnach über Wochen. Für „Vanity Fair“ ist es die erste Best-Dressed-Liste in diesem Jahrzehnt.
(jom/spot)
Bild: Papst Leo mit einer Kappe der Chicago White Sox. / Quelle: Imago images/ZUMA Press Wire / Maria Grazia Picciarella


