Die deutschen Fußballfans fiebern der richtungsweisenden Partie am Samstagabend gegen die Elfenbeinküste entgegen. Nationalverteidiger Jonathan Tah (30) hat jetzt angekündigt, den vielbeachteten gemeinsamen Gebetskreis wiederholen zu wollen, der nach der Auftaktpartie gegen Curaçao zu sehen war. „Wir werden das weiter fortführen, weil es am Ende ein schönes Zeichen ist“, sagte der Abwehrspieler bei MagentaTV im Gespräch mit Tokio-Hotel-Mitglied Tom Kaulitz (36).
Für Jonathan Tah geht es um „Nächstenliebe, Frieden und Dankbarkeit“
Tah hatte nach dem 7:1-Auftaktsieg gegen Curaçao am Sonntag gemeinsam mit Nationalmannschaftskollegen Felix Nmecha (25) sowie einigen Spielern des Gegners auf dem Rasen einen Kreis gebildet und gebetet. Für ihn gehe es dabei um weit mehr als den Sport, sagte der Abwehrchef des FC Bayern München noch im aktuellen Interview . „Es geht um Liebe, es geht um Nächstenliebe, es geht um Frieden, Dankbarkeit. Das sind die Werte, die wir nach außen vermitteln wollen“, so Tah wörtlich.
Außerdem verriet er, dass er mit Nmecha schon nach dem 2:1 im letzten Test gegen die USA gebetet hätte – auch hier gemeinsam mit einigen Spielern des Gegners. „Um ehrlich zu sein: Felix hat mich angesprochen, ob ich Bock hätte“, schilderte Tah, wie es dazu kam. Nmecha, der als tiefgläubig gilt, habe dann im ersten WM-Spiel der DFB-Elf einen Spieler aus dem Aufgebot von Curaçao gekannt. Daher habe man sich entschlossen, das Ritual auch nach der Auftaktpartie der WM zu wiederholen.
Rückendeckung von Rüdiger
Unterstützung erhielten Tah und Nmecha auch von Teamkollege Antonio Rüdiger. „Es ist etwas Persönliches. Er hat das gemacht, und ich sehe nichts Falsches daran“, sagte Rüdiger auf einer Pressekonferenz am Mittwochabend deutscher Zeit über den von Nmecha initiierten Gebetskreis. Und weiter: „Wir leben in einem Land, wir reden von Meinungsfreiheit, Glaubensfreiheit. Also sehe ich kein Problem darin.“
(lau/spot)
Bild: Jonathan Tah im Spiel gegen Curaçao. / Quelle: Trask Smith/Cal Sport Media/ddp/Sipa USA


