Der plötzliche Tod des bayerischen Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger (1971-2026, Freie Wähler) hat große Bestürzung ausgelöst. Doch neben zahlreichen Beileidsbekundungen finden sich in den sozialen Netzwerken auch hämische Kommentare. Kabarettistin Monika Gruber (55) reagiert darauf nun mit deutlichen Worten. In einem Instagram-Video kritisiert sie insbesondere einen Grünen-Politiker und den Satiriker El Hotzo.
https://www.instagram.com/p/DfX7oXTuA3u/
Gruber berichtet, sie habe vom Tod Aiwangers erfahren, nachdem sie gerade die Bühne im Münchner Circus Krone verlassen hatte. Die Nachricht habe sie völlig unvorbereitet getroffen. Ihr erster Gedanke habe dem Verstorbenen gegolten, unmittelbar danach seiner Familie. Sie denke an die Eltern, die Söhne und die Frau des Politikers, die nun einen schweren Verlust verkraften müssten. Umso weniger Verständnis habe sie für Menschen, die den Tod zum Anlass für Spott nähmen.
El Hotzo sorgt mit Söder-Kommentar für Kritik
Besonders scharf kritisiert Gruber einige Reaktionen in den sozialen Netzwerken. So habe ein Grünen-Politiker die Nachricht von Aiwangers Tod mit den Worten „Der Tag wird immer besser“ kommentiert. Der inzwischen gelöschte Beitrag löste heftige Kritik aus. Der Grünen-Ortsverband im nordrhein-westfälischen Hilden distanzierte sich daraufhin ausdrücklich von der Äußerung seines Mitglieds.
Auch den Satiriker Sebastian Hotz (30), bekannt als El Hotzo, nimmt Gruber ins Visier. Er hatte auf der Plattform X geschrieben: „Die Horrornachrichten reißen nicht ab.“ Anschließend folgte die Pointe, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sei lebend in München aufgefunden worden. Der Beitrag, der im Zusammenhang mit Aiwangers Tod veröffentlicht wurde, stieß ebenfalls auf Unverständnis.
Hotz legte später mit einer offensichtlich ironisch formulierten Entschuldigung auf X nach. Er nahm darin scheinbar Abstand von seinem geschmacklosen Witz, verband dies allerdings mit weiteren satirischen Seitenhieben.
Monika Gruber fordert mehr Anstand und Respekt
Für solche Reaktionen hat Gruber kein Verständnis. In ihrem Video macht die 55-Jährige deutlich, dass Anstand und Respekt gegenüber anderen Menschen für sie nicht verhandelbar seien – unabhängig davon, ob diese noch leben oder bereits gestorben sind. Zugleich stellt sie die Frage, ob die Gesellschaft inzwischen an einem Punkt angekommen sei, an dem selbst solche Äußerungen ohne Konsequenzen blieben.
Zum Abschluss richtet sie einen unmissverständlichen Appell an die Urheber der Beiträge: „Wenn ihr nichts Anständiges, nichts Respektvolles zu sagen habt, in so einem Fall, dann haltet euch ab.“
Bereits kurz nach Bekanntwerden von Aiwangers Tod hatte Gruber öffentlich Abschied genommen. In einer Instagram-Story erinnerte sie an den Politiker als freundlichen und bodenständigen Menschen, dem seine Familie und seine bayerische Heimat besonders am Herzen gelegen hätten. Ihre Gedanken und Gebete seien bei seinen Angehörigen.
Aiwanger war am Mittwochabend im Alter von 55 Jahren tot in einem Berliner Hotelzimmer aufgefunden worden. Die genauen Umstände seines Todes werden derzeit untersucht.
(dr/spot)
Bild: Monika Gruber hat kein Verständnis für Spott und Häme im Netz nach Hubert Aiwangers Tod. / Quelle: imago/Smith





