RTL Deutschland hat Anfang Januar seinen Sparkurs konkretisiert: Rund 600 Stellen sollen wegfallen, mehr als ein Drittel davon im News-Bereich. Auch die Morgenmagazine „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ werden eingestellt. An ihre Stelle tritt ein gemeinsames Format mit dem Nachrichtensender ntv. Für die Moderatorin Annett Möller (47), die die Sendungen mit weiteren Kollegen seit 2022 präsentiert, bedeutet diese Entscheidung einen schmerzhaften Einschnitt.
Über ihren Instagram-Account wandte sich die beliebte Frühaufsteherin direkt an ihre Fans. „Keine leichte Zeit gerade…“, resümierte sie dort über das Ende der Morgensendung. Mit Hinblick auf den bevorstehenden Abschied sei ihr jetzt schon „das Herz schwer“.
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Dazu teilte sie Fotos, die sie am RTL-Set zeigen. Wenn nichts dazwischen kommt, werde sie nur noch vier Wochen mit ihrem Team drehen, bis im Mai „für immer mit dieser Sendung Schluss ist“. Die Zeit bis dahin werde sie mit ihrem Duo-Kollegen Simon Beeck bestmöglich genießen und „noch einige schöne Sendungen“ liefern. In einem weiteren Post fragte Möller ihre Fans deshalb direkt nach Outfit-Entscheidungen für ihre verbleibenden Sendungen – denn „auch auf den letzten Metern soll das frühe Aufstehen Spaß machen“.
„Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert“
In den Kommentaren unter ihrem Beitrag machte Möller noch deutlicher klar, was sie von der RTL-Entscheidung hält. „Heute wirst du gefeiert, morgen wirst du gefeuert. So oder so ähnlich kann es in unserer Branche tatsächlich zugehen. Habe ich alles schon erlebt“, antwortete sie auf die bestürzte Reaktion eines Fans. Dass diese Härte zum Geschäft gehöre, sei ihr stets bewusst gewesen. „Und doch wollte ich immer moderieren und das ist leider etwas, womit ich immer rechne. Aber ja, es tut immer weh.“
Die Moderatorin findet auch nachdenkliche Worte für ihre Kolleginnen und Kollegen, denn neben den Morgenmagazinen wurden bereits das Star-Magazin „Prominent“ bei Vox und „Gala TV“ eingestellt. „Es werden sich viele Kolleginnen und Kollegen neu orientieren müssen. Das ist sehr hart nach vielen Jahren im Sender“, so Möller.
Ungewisse Zukunft
Wie ihre persönliche Zukunft aussieht, weiß Annett Möller noch nicht. In einem weiteren Kommentar räumte sie ein: „Keine Ahnung wie es dann genau weitergeht… aber dass es das Fernsehen, so wie wir es kennen, leider nicht mehr ewig geben und sich viel verändern wird, das ist ja seit Jahren bekannt.“
(eyn/spot)
Bild: Annett Möller stand seit 2022 für „Punkt 6“, „Punkt 7“ und „Punkt 8“ vor der Kamera. / Quelle: Tristar Media/Getty Images




