Millionenpublikum verfolgt das bittere WM-Ausscheiden des DFB-Teams

Millionenpublikum verfolgt das bittere WM-Ausscheiden des DFB-Teams

Um halb 2 Uhr nachts war es besiegelt, das ebenso dramatische wie umstrittene Ausscheiden der deutschen Nationalmannschaft bei der WM in Mexiko, Kanada und den USA. Mit 3:4 im Elfmeterschießen unterlag das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann (38) der Elf aus Paraguay, bereits im Sechzehntelfinale war der Traum vom WM-Titel damit ausgeträumt.

An der mangelnden Unterstützung des hiesigen Publikums ist es jedenfalls nicht gescheitert. Trotz der späten Anstoßzeit um 22:30 Uhr an einem Montagabend verzeichnete allein das ZDF eine herausragende Quote, wie die AGF Videoforschung ermittelt hat. Im Gesamtpublikum schalteten rund 17,6 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer ein. Das entsprach einem Marktanteil von starken 74,5 Prozent.

In der werberelevanten Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen belief sich der Marktanteil sogar auf rund 79 Prozent. Knapp 6,2 Millionen Menschen wurden hier im Schnitt gemessen.

Zu enttäuscht, um ins Bett zu gehen?

Welche Zahlen jedoch besonders bezeichnend sind: Obwohl sich das Drama bis tief in die Nacht zog, waren viele Zuschauerinnen und Zuschauer offenbar zu frustriert, um direkt ins Bett zu gehen. Und so sahen viele noch die Nachbesprechung des Debakels an, in der unter anderem die ZDF-Experten Per Mertesacker, Christian Streich und Christoph Kramer nach Antworten für das Ausscheiden suchten.

Etwa 3,7 Millionen Menschen blieben demnach nach Spielende vor dem Fernseher sitzen, um die Analyse zu hören. In der Zielgruppe waren es immerhin noch knapp eine Million Personen.

Während für Deutschland der WM-Traum also schon ausgeträumt ist, geht das Märchen für Paraguay ungebremst weiter. Im Achtelfinale wartet wohl jedoch ein gewaltiger Brocken auf sie: Gegner wird entweder Schweden oder WM-Mitfavorit Frankreich sein. Die Partie steigt am 4. Juli ab 23:00 Uhr – ein Termin, den sich viele deutsche Fans wohl frustriert aus dem Kalender streichen werden.

(stk/spot)

Bild: Frust pur – nicht nur bei den ausgeschiedenen DFB-Stars, sondern bei Millionen Menschen, die bis spätnachts vor dem TV saßen. / Quelle: IMAGO/EPA

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