Sylvie Meis (48) ist zurück in der „Love Island“-Villa: Bereits zum siebten Mal führt die Moderatorin durch das Format, zum dritten Mal bekommt sie es dabei mit Realitystars zu tun. Diesmal sind unter anderem Bill-Kaulitz-Flirt Jannik Kontalis sowie Paco Herb und Tim Kühnel dabei, die „Love Island“ beide schon gewinnen konnten.
Meis glaubt trotzdem, dass sie in der Villa ernste Absichten haben. „Ich bin 48, ich war zweimal verheiratet und ein paar Mal verlobt, ich hatte viele Boyfriends – und auch ich suche immer noch nach der einen großen Liebe“, betont sie im Interview mit spot on news. Außerdem verrät sie, dass sie selbst auf sogenannte Bad Boys und Red Flags steht, bei welchem Islander sie dennoch die Grenze zieht und warum sie auch keine einfache Partnerin ist.
Wie war es für Sie, in die „Love Island“-Villa zurückzukehren?
Sylvie Meis: Es ist immer wieder eine große Freude, zurück bei meiner „Love Island“-Family zu sein. Ich weiß, dass die Realitystars witzig sein werden und dass es immer eine ganz besondere Stimmung ist. Jedes Mal, wenn es dann wieder vorbei ist, vermisse ich es sofort. Und ich freue mich so sehr, dass es jetzt endlich im Fernsehen läuft. Es ist einfach das Königsformat und eine Show, die so viel Spaß macht zu moderieren. Ich bin aber noch nie so viel in diese Villa gegangen wie in dieser Staffel. Ich musste richtig arbeiten diesmal. Da muss ich mal wieder über einen neuen Vertrag verhandeln (lacht).
In dieser Staffel treffen erfahrene Realitystars erstmals auf Kandidatinnen und Kandidaten, die noch nie im Reality-TV waren. Was macht diese Mischung mit der Dynamik in der Villa?
Meis: Ich finde es super, dass der Sender zugehört hat, was die Fans sich wünschen. Die Realitystars suchen diese eine große Liebe. Die haben sie in der normalen Welt nicht gefunden und deshalb ziehen sie in die „Love Island“-Villa. Aber die Wahrheit ist natürlich, dass sie sich alle schon kennen. Durch die Mischung zwischen Realitystars und ganz normalen Leuten sehen sie, ob sie sich auch in Menschen außerhalb des Business verlieben können. Die „Normalos“ gehen ganz frisch und ohne bisherige Reality-TV-Erfahrung in dieses Abenteuer. Dadurch entsteht eine ganz besondere Energie. Realitystar zu sein, ist ein Hustle. Wenn das jemand nicht versteht, ist es auch schwierig. Aber es kann sehr gut funktionieren, wenn man eine Person hat, die dafür offen ist.
Apropos große Liebe: Glauben Sie, dass so Reality-erfahrene Kandidaten wie beispielsweise Tim Kühnel wirklich eine Beziehung suchen?
Meis: Ja, ich glaube schon. Ich bin 48, ich war zweimal verheiratet und ein paar Mal verlobt, ich hatte viele Boyfriends – und auch ich suche immer noch nach der einen großen Liebe. Tim ist auch nur ein Mensch, der nicht sein ganzes Leben alleine bleiben möchte. Es ist vielleicht für viele Leute eine besondere Entscheidung, das im Fernsehen zu suchen. Aber warum nicht? Unser Alltag ist so geprägt von Social Media und davon ist man in der Show weit weg. Dort kann man sich nicht hinter irgendeinem Chat verstecken. Das weiß auch Tim. Ich finde das gut und ich glaube daran.
Jannik Kontalis steht durch seinen Flirt mit Bill Kaulitz derzeit besonders im Fokus. Wie bewerten Sie seine „Love Island“-Teilnahme?
Meis: Jannik ist nicht naiv. Er wusste natürlich von Anfang an, dass er irgendwann auf seine Vergangenheit angesprochen wird. Ich werde auch immer auf meine Vergangenheit angesprochen, das gehört dazu. Aber ich habe Jannik als sehr sympathischen, liebevollen und warmherzigen Menschen kennengelernt, der mit guten Intentionen auf der Suche nach einer großen Liebe in die Villa gezogen ist.
In der Villa werden auch oft die Red Flags der Männer thematisiert. Wieso lassen sich die Frauen trotzdem immer wieder auf Bad Boys ein?
Meis: Ich weiß ganz genau warum: Männer mit Red Flags sind meistens sehr intensive Männer – und intensiv ist toll. Wenn du dich verliebst, gibt es nichts Schöneres, als wenn der Mann intensiv ist, weil du ganz viel Bestätigung kriegst, vielleicht sogar Lovebombing. Wenn du das alles nicht kennst und darauf reinfällst, wird dein Herz natürlich gebrochen. Aber Red Flags und Bad Boys sind am Anfang sehr verlockend. Ich liebe Bad Boys auch, aber ich würde mich nicht drauf einlassen, weil ich weiß, dass es nichts bringt.
Was würden Sie den Frauen aus ihren eigenen Erfahrungen in Sachen Liebe raten?
Meis: Ich würde das einfach mit Vorsicht genießen. Genieße es, aber sei dir bewusst, was es ist und was es nicht ist.
Was haben Sie über die Liebe gelernt, das Sie mit 25 Jahren noch ganz anders gesehen haben?
Meis: Mit 25 habe ich meinen ersten Ehemann kennengelernt, und natürlich gedacht, dass es wirklich für immer ist. Jetzt weiß ich, dass das Leben manchmal auch so läuft, dass es das nicht ist. Aber man sollte trotzdem nicht die Hoffnung verlieren, dass man auch später im Leben noch mal eine große Liebe kennenlernen kann. Und die Hoffnung habe ich immer noch nicht verloren.
Bei welchem Islander würden Sie einer Freundin sofort sagen: Finger weg?
Meis: Bei Paco. Er ist ein cooler Typ, aber eben auch ein echter Bad Boy. (lacht)
Sie finden Bad Boys selbst nicht schlecht, aber gibt es eine Eigenschaft, die sie nicht durchgehen lassen würden?
Meis: Ich finde es nicht schlimm, wenn es ein Bad Boy ist mit einer Red Flag. Ich bin schließlich auch eine Red Flag. Ich bin auch nicht die einfachste Frau, von daher passe ich zu den Red Flags. (lacht)
Wieso denken Sie das?
Meis: Ich bin auch sehr intensiv, aber ich bin sehr schwierig zu halten. Ich bin sehr schnell gelangweilt.
„Love Island VIP“ startet am Mittwoch, dem 23. September, bei RTLzwei. Auf RTL+ erscheinen die Folgen bereits sieben Tage vorab.
(eyn/spot)
Bild: Sylvie Meis kann gut verstehen, warum die Frauen bei „Love Island VIP“ ein Auge auf die problematischen Männer geworfen haben. / Quelle: RTLZWEI/Magdalena Possert



