Leben mit Katastrophen – Von der Vergangenheit bis zur Gegenwart

Bad Sulza, 28.04.2026 (lifePR) – Wie gehen Gesellschaften mit Katastrophen, Kriegserfahrungen und historischen Umbrüchen um und welche Spuren reichen bis in die Gegenwart? Diesen Fragen widmet sich die Veranstaltung des Instituts für mediale und kulturelle Vielfalt

Termin: 6. und 7. Juni 2026
Ort: Conference Center der Toskana Therme Bad Sulza.

Im Mittelpunkt stehen die Krisen- und Umbruchzeiten des 20. Jahrhunderts in ihren historischen, kulturellen und gesellschaftlichen Dimensionen. Wissenschaftliche Beiträge, Zeitzeugenberichte und kulturelle Elemente greifen ineinander und schaffen einen Raum für Austausch, Begegnung und gemeinsames Erinnern.

Der Auftakt am Samstag, 6. Juni setzt bewusst einen regionalen Schwerpunkt: Um 15 Uhr beleuchtet eine Podiumsdiskussion das Stammlager der Wehrmacht IXC in Bad Sulza in den Jahren 1940 bis 1945. Der Historiker Udo Wohlfeld spricht über die aktuellen Ergebnisse seiner eigenen Forschung der letzten Jahre und ordnet die lokale Geschichte in größere Zusammenhänge ein. Zeitzeugenberichte ergänzen den Vortrag. Um 19 Uhr folgt mit der Filmvorführung „Komm und sieh“ ein eindringlicher künstlerischer Zugang zum Thema Krieg und Gewalt, der die Perspektive des individuellen Erlebens in den Vordergrund rückt.

Der Sonntag, 7. Juni, richtet den Blick stärker auf die internationalen Dimensionen des Zweiten Weltkriegs und seine Folgen. Um 9.30 Uhr spricht Dr. Hauke Ritz über den Angriff Deutschlands auf die Sowjetunion und dessen auch langfristige Auswirkungen; im Anschluss besteht Gelegenheit zur Diskussion. Am Nachmittag vertieft Prof. Klaus-Dieter Kolenda um 14 Uhr mit seinem Vortrag „Belarus/Weißrussland 1941–1944“ die Perspektive auf diese  besonders betroffene Region Osteuropas, die in dieser Zeit ein Drittel ihrer Bevölkerung verlor. Danach folgt der Beitrag „Eine Reise nach Belarus im Jahr 2025“, in dem Jan Gorski gemeinsam mit Prof. Klaus-Dieter Kolenda ihre persönlichen Eindrücke schildern und so eine Brücke zwischen historischer Erinnerung und gegenwärtiger Erfahrung schlagen.

Musikalische Beiträge des ukrainischen Ensembles Vinotschok werden die Themen des Wochenendes atmosphärisch begleiten und vertiefen.

Die Veranstaltung versteht sich als Beitrag zur historischen Bildung und zum kulturellen Dialog. Sie lädt dazu ein, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und sich reflektiert mit Vergangenheit und Gegenwart auseinanderzusetzen.

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