Kurt Krömer (51) reagiert gelassen auf die Strafanzeige des AfD-Politikers Dennis Hohloch (37). Auf Instagram nimmt der Komiker die möglichen juristischen Folgen mit Humor. „So, Top-News hier. Hast du gehört? Ich muss jetzt erstmal zum Arzt“, sagt Krömer in einem Clip.
„Ich muss gucken, weil ich ja schon sehr alt bin, ob ich überhaupt prozessfähig bin, weißte? Muss ich mal gucken, wegen der Hüfte und allem“, erklärt er grinsend. „Jetzt heißt es erstmal: Abwarten und Chai trinken.“
So kam es zur Strafanzeige
Auslöser war ein Instagram-Video vom 9. Oktober. Darin wandte sich Krömer, der mit bürgerlichem Namen Alexander Bojcan heißt, mit deutlichen Worten an alle AfD-Wähler. „Ich wollte mich an dieser Stelle auch nochmal an unsere geistig abgehängten Freunde von der AfD richten“, sagte er. Auf seiner ab September 2027 geplanten Lesetour wolle er keine AfD-Wähler im Publikum haben.
„Euer Geld möchte ich nicht, das stinkt – genauso wie ihr“, erklärte er. Außerdem wolle er nicht von der Bühne aus in „irgendwelche Schweinegesichter“ schauen. Dennis Hohloch erstattete daraufhin Strafanzeige wegen des Verdachts der Volksverhetzung und der Beleidigung.
AfD-Politiker fordert Konsequenzen beim ZDF
Bei der Strafanzeige blieb es nicht. Hohloch startete zusätzlich eine Online-Petition, mit der er das ZDF dazu auffordert, Krömer nicht mehr für den Sender arbeiten zu lassen. Hintergrund ist Krömers neue Show „Krömers letzte Stunde“, die am 26. November bei ZDFneo und im Streamingportal des Senders starten soll. Darin begrüßt er pro Folge zwei Gäste zu Gesprächen und Spielen.
Das ZDF hat sich bereits zu dem Streit geäußert. Krömers Instagram-Beitrag sei eine Äußerung, die „in keinem Zusammenhang mit einer Produktion des ZDF steht“, erklärte der Sender gegenüber „rbb|24“.
(paf/spot)
Bild: Kurt Krömer bleibt trotz Strafanzeige gelassen. / Quelle: imago/Stefan Schmidbauer




