König Charles III. (77) hat bei seinem Staatsbesuch in Guyana eine besondere Kostprobe bekommen: Bei einem Empfang in der Hauptstadt Georgetown probierte der Monarch einen eigens zu seinen Ehren hergestellten Rum. Sein Urteil fiel positiv aus. „Sehr gut“, befand Charles laut dem „Independent“ nach einem Schluck – und sorgte damit für einen lockeren Moment während des offiziellen Besuchs.
Der Rum trägt den Namen „Royal Welcome“ und wurde von dem Unternehmen Banks DIH produziert. Die Sonderedition 2026 soll mehr als 20 Jahre gereift sein. Zunächst roch Charles an dem Getränk, bevor er einen Schluck nahm. Präsident Mohamed Irfaan Ali ermunterte ihn anschließend, das Glas auszutrinken. Der König nahm noch einen Schluck, scherzte dann aber: „Das muss jemand anderes austrinken!“
Bei dem Empfang traf Charles auch auf einige Briten mit familiären Wurzeln in Guyana. Dazu gehörte Musiker Eddy Grant (78), der in dem südamerikanischen Land geboren wurde und als Kind nach Großbritannien zog. Auch David Lammy (54), dessen Eltern aus Guyana stammen, war dabei. Der britische Außenminister Ed Miliband (56) begleitete den König ebenfalls.
Besuch vor dem Hintergrund der Kolonialgeschichte
Charles ist für den zweiten Teil seiner neuntägigen Karibik-Reise in Guyana angekommen. Das Land feiert in diesem Jahr 60 Jahre Unabhängigkeit von Großbritannien. Gleichzeitig steht der Besuch im Zeichen der Debatte über die britische Kolonialgeschichte und mögliche Reparationszahlungen für die Folgen des transatlantischen Sklavenhandels.
Der König hatte bereits während seines Aufenthalts auf den Bahamas das Leid und die Ungerechtigkeiten der Vergangenheit angesprochen. Eine offizielle Entschuldigung oder Zusage für Reparationszahlungen ist von britischer Seite jedoch nicht vorgesehen. Nach seinem Besuch in Guyana reist Charles weiter nach Antigua und Barbuda, wo er einen Gipfel der Commonwealth-Staaten eröffnen wird. Dort soll am Sonntag auch Königin Camilla (79) zu ihm stoßen.
(ncz/spot)
Bild: König Charles durfte in Guyana einen besonderen Rum verkosten. / Quelle: BEN STANSALL/POOL/AFP via Getty Images






