König Charles III. (77) soll vergeblich versucht haben, Kontakt zu seinem langjährigen Freund Ranulph Fiennes (82) aufzunehmen. Wie der „Telegraph“ berichtet, sei selbst dem Monarchen eine Kontaktaufnahme mit dem Abenteurer und Autor verwehrt worden.
Die Nachricht folgt auf Berichte über Fiennes‘ Unterbringung in einem Pflegeheim, die zuletzt in Großbritannien für Aufmerksamkeit gesorgt hatten. Der bekannte Abenteurer, der an Parkinson erkrankt ist, soll seit rund zwei Jahren nicht mehr öffentlich gesehen worden sein.
Dem „Telegraph“ zufolge soll seine Ehefrau Louise Fiennes in verschiedenen Pflegeheimen unter falschem Namen untergebracht haben. Für seine Betreuung sollen zudem strenge Vorgaben gelten. Freunde des 82-Jährigen würden sich inzwischen um sein Wohlergehen sorgen. Seine Frau weigere sich dem Bericht zufolge, ihnen mitzuteilen, wo genau sich Fiennes derzeit aufhält.
Ein Brief und eine Verweigerung
Wie der „Telegraph“ unter Berufung auf einen Bediensteten berichtet, soll sich König Charles III. „überaus besorgt“ über Fiennes‘ Gesundheitszustand gezeigt haben. Demnach wurde der Monarch bereits im Februar 2025 über die Situation informiert. Der Abenteurer Anton Bowring habe Charles‘ Privatsekretär Clive Alderton damals in einem Brief über Fiennes‘ angeblich nachlassende Gesundheit und zunehmende Isolation informiert.
Ein damaliger Adjutant des Königs habe Bowring daraufhin kontaktiert und erklärt, Charles wolle Fiennes sowie dessen Ehefrau und Tochter gerne schreiben, um seine Sorge auszudrücken und Hilfe anzubieten. Zudem habe der Palast nach der Telefonnummer von Louise Fiennes gefragt, die Bowring anschließend weitergegeben habe.
Fiennes‘ Ehefrau reagierte auf die Kontaktaufnahme offenbar verärgert. In einer Textnachricht an Bowring erklärte sie dem Bericht zufolge, dass sie wegen ihm ihre Telefonnummer ändern werde, und drohte damit, die Polizei sowie einen Rechtsbeistand einzuschalten. Zudem warf sie ihm vor, bei ihrem Ehemann für eine enorme Belastung gesorgt zu haben. Auch ein Gespräch zwischen Charles und Fiennes soll sie abgelehnt haben.
Wo sich der Abenteurer derzeit aufhält, ist offenbar weder Freunden noch weiteren Familienmitgliedern bekannt. Der Buckingham-Palast und Fiennes‘ Ehefrau wurden um Stellungnahmen gebeten. Öffentlich geäußert haben sie sich zu der Angelegenheit bislang nicht.
(wue/spot)
Bild: Der damalige Prinz Charles (l.) mit Sir Ranulph Fiennes im Jahr 2012. / Quelle: ddp/Empics




