König Charles III. (77) hat einen besonderen Termin in seinem royalen Kalender absolviert: Er reiste erstmals seit seiner Thronbesteigung offiziell auf die Isle of Man. Dort trägt der Monarch den traditionsreichen Titel „Lord of Mann“ und nahm an einem umfangreichen Besuchsprogramm teil.
Der Titel „Lord of Mann“ ist laut BBC einzigartig und wird ausschließlich vom britischen Monarchen auf der Isle of Man geführt. Die Insel gehört nicht zum Vereinigten Königreich, sondern ist eine selbstverwaltete Kronbesitzung mit eigenem Parlament, eigener Regierung und eigenem Rechtssystem. Seit 1765 geht der Titel automatisch auf den jeweiligen britischen Monarchen über. Obwohl der König die Insel nicht besitzt oder regiert, übernimmt er bestimmte verfassungsrechtliche Aufgaben.
Auftritt vor dem Parlament
Im Mittelpunkt von Charles‘ Besuch stand eine Sondersitzung des Tynwald, das als eines der ältesten durchgehend bestehenden Parlamente der Welt gilt. Dort richtete der König eine Ansprache an die Abgeordneten. Anschließend suchte er bei einem Rundgang durch Douglas das Gespräch mit zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, die den Monarchen laut „Isle of Man Today“ mit großem Applaus begrüßten.
Nach seinem Termin im Parlament stand ein Gartenempfang im Government House auf dem Programm. Danach nimmt Charles III. an den Feierlichkeiten zum 150-jährigen Bestehen der Douglas Bay Horse Tramway teil. Vor Ort trifft er auf Mitarbeitende der historischen Bahn, enthüllt eine Gedenktafel und absolviert eine kurze Fahrt mit einer der traditionsreichen Pferdebahnen.
Begeisterung entlang der Strecke
Schon vor der Ankunft des Königs hatten sich laut BBC zahlreiche Menschen entlang der Straßen versammelt. Viele nutzten die Gelegenheit, den Monarchen zum ersten Mal in seiner Funktion als „Lord of Mann“ persönlich zu erleben. Besonders vor den Tynwald-Gebäuden sorgte seine Ankunft für großen Jubel. Auch zahlreiche Schulkinder und Familien verfolgten den Besuch und begrüßten Charles III. begeistert.
(jom/spot)
Bild: König Charles III. stattete der Isle of Man einen Besuch ab. / Quelle: ddp/EMPICS/Chris Jackson



