Am Mittwochabend wurde in der Münchner BMW Welt zum fünften Mal der „Blaue Panther – TV & Streaming Award“ vergeben. Während ein Großteil der Preisträgerinnen und Preisträger bereits bekannt war, wurden die Auszeichnungen in den Kategorien „Beste Schauspielerin“ und „Bester Schauspieler“ live verkündet. Am Ende konnte sich Johannes Hegemann über einen Preis für seine Darstellung des Oliver Knöbel beziehungsweise der Kiez-Königin Olivia Jones im ZDF-Fernsehfilm „Olivia“ freuen.
„Ich bin sehr stolz auf den Film und feiere die Aufmerksamkeit gerne. Der Dreh war ein interessanter, krasser Ritt. Am Ende ist der Film toll geworden und ich bin einfach wahnsinnig glücklich und dankbar“, freute er sich im Interview mit spot on news. Er habe damit gerechnet, dass der Film Beachtung bekommen wird, „weil Olivia Jones einfach eine krasse Aufmerksamkeit genießt. Aber in dem Ausmaß habe ich das nie erwartet“. Während des Drehs habe er dann gemerkt, „dass wir hier was Cooles schaffen, weil ich mit dem Regisseur von Minute eins an die gleiche Sprache gesprochen habe“.
Der Blaue Panther bekomme einen Platz neben dem Fernsehpreis, den „Olivia“ in der Kategorie „Bester Film“ bekommen hat. „Ob ich die da immer so offen stehen lasse, weiß ich noch nicht. Ist vielleicht ein bisschen unangenehm“, sagte Hegemann lachend. Ob er mit Olivia Jones noch Kontakt habe? „Wir hatten heute Morgen Kontakt und Olli hat schon ganz viel Glück gewünscht. Spätestens morgen werden wir bestimmt telefonieren.“
Derya Akyol wird „Beste Schauspielerin“
Als „Beste Schauspielerin“ wurde Derya Akyol für ihre Rolle in „Euphorie“ mit dem Blauen Panther geehrt. „Ich wurde viermal nominiert dieses Jahr und habe den Preis dreimal nicht bekommen. Jetzt war die letzte Möglichkeit und ich bin mega dankbar“, betonte sie im Interview. Der Preis finde in ihrer Wohnung auf jeden Fall einen guten Platz: „Ich habe einen Schrank, der ist direkt im Eingangsbereich und da kommt er wahrscheinlich drauf. Da passt er auch ganz gut hin.“
Zudem wurden Publikumspreise vergeben. „Beliebteste Social-Media-Persönlichkeit“ ging an Marcant, als „Beliebteste Familienshow“ wurden Joko Winterscheidt und Klaas Heufer-Umlauf für „Ein sehr gutes Quiz (mit hoher Gewinnsumme)“ geehrt. Den mit 10.000 Euro dotierten Nachwuchspreis des Blauen Panthers bekam Autorin Hanna Hribar.
Große Award-Show in München
Esther Sedlaczek moderierte die große Award-Show. 750 Gäste feierten mit den Preisträgerinnen und Preisträgern in der BMW Welt. Dazu gehörten auch die bereits zuvor bekanntgegebenen Gewinnerinnen und Gewinner. Über den Ehrenpreis des Ministerpräsidenten zum „Blauer Panther – TV & Streaming Award“ durfte sich in diesem Jahr Johannes B. Kerner freuen. Annette Frier (Co-Produzentin und Hauptdarstellerin) und Sonja Schönemann (Autorin) räumten den Award für die „Besondere kreative Gesamtleistung“ bei „Frier und Fünfzig – Am Ende meiner Tage“ ab.
Des Weiteren gewannen unter anderem Franz Hinterbrandner und Max Reichel die Auszeichnung für das „Beste Factual-Entertainment-Format“ für Produktion und Kamera in „In höchster Not – Bergretter im Einsatz“. Andreas Bareiss bekam den Blauen Panther für die „Beste Serie“ und die herausragende Leistung als Produzent von „Unfamiliar“. Executive Producerin Andrea Lange durfte sich über den Preis für das „Beste Entertainment-Format“ für „The Summit – Der steile Weg zur Million“ freuen.
Markus Brauckmann (herausragendes Drehbuch) und Christian Twente (herausragende Regie) bekamen den Preis für den „Besten Dokumentarfilm“ für „Die Nacht von Paris – Terror am Stade de France“, Arndt Stüwe den Award für das „Beste Drehbuch“ und die Leistung als Creator und Drehbuchautor von „Hundertdreizehn“.
(eyn/spot)
Bild: Johannes Hegemann und Derya Akyol durften sich über den Blauen Panther für ihre Schauspielleistungen freuen. / Quelle: picture alliance/dpa/Felix Hörhager / picture alliance/dpa/ Felix Hörhager




