Highscore von den Feldjägern

Wennigsen-Degersen, 10.07.2026 (lifePR) – 20 Jahre „Kleine Herzen Hannover“, 17 Jahre Partnerschaft mit der Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr in Hannover. Mit 5.520 Euro war der Scheck, der diesmal von sechs „Spießen“ überreicht wurde, so groß wie noch nie.

Vereinsvorsitzende Ira Thorsting ist begeistert: “Die Feldjäger sind für unseren Verein ein treuer Partner. Seit 17 Jahren geht immer ein großzügiger Scheck an die „Kleinen Herzen“, aber diesmal ist er mit 5.520 Euro so groß wie noch nie. Die Spende werden wir für unser Projekt „Weiterbildung zur Krisenbegleitung“ einsetzen, zu dem sich dieses Jahr auch Soldaten angemeldet haben.“

Alles fing 2009 an, damals wurde die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr aus dem bayrischen Sonthofen nach Hannover an den Kugelfangtrift verlegt. „Zum Festakt der Aufnahme des Schulbetriebes gab es ein Benefizkonzert. Damals ging eine Hälfte der Einnahmen an das Soldatenhilfswerk und die andere Hälfte an die „Kleinen Herzen“, erzählt Stabsfeldwebel Habekost. Seitdem hat sich diese Aufteilung nicht verändert. Jedes Jahr gibt es auf dem Kasernengelände einen großen Weihnachtsmarkt. Alle Einnahmen aus dem Verkauf von Bratwurst, Glühwein und Zuckerwatte werden gespendet. Aufgestockt wird die Summe durch Spenden bei den regelmäßigen Blutspende-Terminen. Und es gibt noch einen persönlichen Bezug, denn die Tochter des Kommandeurs, Oberst Heiko Thieser, ist selber ein Herzkind und wurde in München am offenen Herzen operiert.

Stabsfeldwebel Sascha Habekost lässt es sich nicht nehmen, den Vertretern des Vereins die Kaserne zu zeigen, denn hier tut sich sehr viel. Die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr ist eine zentrale Ausbildungseinrichtung der Bundeswehr. Rund 350 Soldatinnen und Soldaten sowie 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für einen reibungslosen Lehrbetrieb. Täglich nutzen bis zu 1.000 militärische und zivile Lehrgangsteilnehmende das aus über 120 Lehrgängen bestehende Aus- und Weiterbildungsangebot der Schule. Die Schule für Feldjäger und Stabsdienst der Bundeswehr ist eine der modernsten Ausbildungseinrichtungen der Bundeswehr. „Die Teilnehmer der Lehrgänge kommen aus dem gesamten Bundesgebiet, aber auch aus anderen Ländern“, erläutert Habekost.

Und es tut sich einiges auf dem Gelände. In absehbarer Zeit sollen hier weitere über 2.000 Soldatinnen und Soldaten untergebracht werden. Dazu werden Gebäude, die eigentlich abgerissen werden sollten renoviert und die Kaserne wir räumlich erweitert.

Die Schule verfügt über eine moderne Raumschießanlage, eine 42.000 Quadratmeter-Fahrfläche für die Fahrausbildung, Tennisplätze, Fitnessraum und weitere Sporteinrichtungen sowie eine Einrichtung für Kinderbetreuung. Es gibt modern eingerichtete Seminarräume und einen großen Tagungssaal. Ein Standortübungsplatz für die praktische Ausbildung liegt in der Nachbarschaft. Die Soldatinnen und Soldaten sind in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht, auf den Fluren gibt es Gemeinschaftsküchen und neben der Kantine eine gemütliche Betreuungseinrichtung.

Ihren jetzigen Namen trägt die „Hauptfeldwebel-Lagenstein-Kaserne“ seit 2018: Der Feldjäger Tobias Lagenstein kam bei einem Anschlag in Afghanistan ums Leben. Er ist der erste gefallene Feldjäger seit Gründung der Bundeswehr 1956. Die Umbenennung erfolgte auf Initiative der Angehörigen der Schule, die sich einen Namen mit hohem Identifikationsgrad wünschten.

Am Ende des Rundgangs treffen sich alle zusammen mit sechs „Spießen“, vier Männer und zwei Frauen zur Scheckübergabe am Kaserneneingang. Der Kompaniefeldwebel wird oft auch als Spieß bezeichnet oder „Mutter der Kompanie“ genannt. Hier sind meist Soldaten mit Dienstgrad Hauptfeldwebel oder höher eingesetzt, die dem Kompanie- oder Inspektionschef zuarbeiten. Spieße tragen eine goldene Kordel an der rechten Schulter.

Zum Abschied verabreden sich Ira Thorsting und Sascha Habekost zur Scheckübergabe im nächsten Jahr in die MHH: “Wenn ich sehe, mit welchem Herzblut Ira Thorsting dabei ist, dann ist es gar keine Frage, dass wir wieder spenden. Bei den „Kleinen Herzen“ wissen wir ganz genau, wo das Geld ankommt und dass es sinnvoll eingesetzt wird“, so Habekost.

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