In den vergangenen Jahren machten immer wieder Spekulationen die Runde, dass Archewell Productions weniger erfolgreich als erhofft sein soll. Im Oktober wurde etwa berichtet, dass die im Jahr 2020 von Herzogin Meghan (45) und Prinz Harry (42) gegründete Produktionsfirma Personal abgebaut habe. Jetzt verlässt eine wichtige Mitarbeiterin die Firma.
Chanel Pysnik, die zuvor unter anderem für Disney+ und CNN gearbeitet hat, war eine der ersten Mitarbeiterinnen von Harry und Meghan bei Archewell Productions. Rund fünfeinhalb Jahre lang war sie Leiterin der Sparte „Nonfiction, Film & TV“. Sie arbeitete unter anderem als Executive Producerin an der Dokuserie „Harry & Meghan“, dem erfolgreichsten Format der Firma, mit. Pysnik kehrt Archewell Productions jetzt den Rücken, berichtet die Branchenwebseite „Deadline“. Eine Nachfolgerin oder ein Nachfolger seien noch nicht genannt worden.
In einem Statement bestätigen Harry und Meghan die Personalie. „Chanel gehörte zu unseren allerersten Mitarbeiterinnen bei Archewell Productions und hat den strategischen Rahmen für unsere Projekte im Bereich ‚Unscripted‘ maßgeblich entwickelt.“ Pysnik habe nicht nur viel fachliche Expertise eingebracht, sondern auch mit Herz beim Erzählen der Geschichten geholfen. Weiter heißt es in dem Statement: „Nach zahlreichen erfolgreichen Produktionen gilt es nun, ihren Beitrag und ihr Vermächtnis bei Archewell zu feiern. Wir beide unterstützen sie voll und ganz, während sie den Weg in dieses neue Kapitel einschlägt.“
Projekte blieben hinter Erwartungen zurück
Zwar sprechen der Prinz und seine Ehefrau von „zahlreichen erfolgreichen Produktionen“, mit dem Erfolg soll Archewell in den vergangenen Jahren allerdings ringen. Nach einem exklusiven Vertrag mit Netflix zur Anfangszeit der Produktionsfirma, der vielen Berichten nach für rund 100 Millionen Dollar zustande gekommen sein soll, ging es angeblich bald bergab. Netflix dementierte die Summe von 100 Millionen Anfang 2025 gegenüber „Vanity Fair“ als „nicht korrekt“, machte aber keine genaueren Angaben.
„Harry & Meghan“ war ein Erfolg, sobald die beiden aber Geschichten erzählen wollten, die sich nicht mehr um sie drehten, ließ das Interesse offenbar nach. „Live to Lead“, „Heart of Invictus“ und „Polo“ hatten weit weniger Resonanz. Eine geplante Animationsserie namens „Pearl“ wurde gleich ganz gestrichen. Im Sommer 2025 wurde der Vertrag zwar verlängert, allerdings in deutlich abgewandelter Form – aus einem Exklusivvertrag wurde ein sogenannter First-Look-Deal. Netflix hat damit die Option, sich als erster Anbieter die Ausstrahlungsrechte für Archewell-Produktionen zu sichern, bringt aber nicht automatisch jeden Film oder jede Serie der Firma auf die Bildschirme.
Die jüngste Mit-Produktion „Cookie Queens“ ging kürzlich ziemlich unter. Der erste Kinofilm der Firma lief nur in 446 US-Kinos und spielte am Startwochenende gerade einmal rund 354.000 Dollar ein – eigentlich viel Geld, in Hollywoodsphären allerdings nicht der Rede wert. Insgesamt sollen etwas mehr als 643.000 Dollar eingespielt worden sein.
Im Oktober wurde schließlich berichtet, dass sich Archewell Productions angeblich verkleinert. Die „Page Six“ schrieb davon, dass die Projekte der Firma „weiterhin mit Herausforderungen zu kämpfen“ hätten. Ein Insider sagte der Promiseite der „New York Post“: „Sie haben in den letzten zwölf bis 18 Monaten Personal abgebaut.“ In einem Büro in Los Angeles soll nur noch „eine Handvoll“ an Personen arbeiten. Betroffen waren demnach keine Vollzeitmitarbeiter, aber Produktionsteams, die für Projekte wie „With Love, Meghan“ und „Harry & Meghan“ engagiert worden waren.
Wie es für Pysnik beruflich weitergeht, ist unklar. In einem Statement spricht sie davon, dass es „eine Ehre“ gewesen sei, fast sechs Jahre lang neben Harry und Meghan zu arbeiten. Sie sei „unglaublich stolz“ darauf, was man zusammen geleistet habe.
(wue/spot)
Bild: In den vergangenen Jahren hat es im engeren Personal- und Mitarbeiterkreis von Prinz Harry und Herzogin Meghan häufig Veränderungen gegeben. / Quelle: imago/ZUMA Press Wire / Taidgh Barron



