Gaby Köster (64) macht ihre schwierige finanzielle Lage öffentlich. 18 Jahre nach dem schweren Schlaganfall, der ihre erfolgreiche Fernsehkarriere beendete, spricht die Komikerin im Magazin „Bunte“ über Geldsorgen, die ihr den Schlaf rauben. „Die Rücklagen aus den guten Zeiten sind längst aufgebraucht. Ich lebe vom Dispo und habe mein Haus beliehen“, sagt Köster dem Magazin. „Das macht mir wirklich schlaflose Nächte.“
Besonders quält sie der Gedanke an ihren 33-jährigen Sohn: „Ich wollte niemals, dass mein Sohn von mir Schulden erbt.“ Der habe sie mit einem Satz fast zu Tränen gerührt: „Mama, mein Schatz – wenn ich mit dem Studium fertig bin, dann verdiene ich gut, das reicht für uns beide.“
„Mini-Krösschen“ während der Klinikzeit
Im Gespräch blickt Köster auch auf vergangene Lieben zurück. Nach ihrer Scheidung lebte sie zur Zeit des Schlaganfalls in einer Partnerschaft – die sie heute jedoch relativiert. „Im Nachhinein würde ich das nicht als feste Beziehung bezeichnen. Das war ein Mini-Krösschen, wie wir im Rheinland sagen“, erzählt sie. Der Mann habe sich öffentlich als fürsorglicher Partner gegeben, sich aber zugleich anderweitig gebunden: „Während er mit mir zugange war und öffentlich den Kümmerer spielte, hat er sich mit einer anderen verlobt und ihr in Venedig auf der Gondel einen Antrag gemacht.“
Auf eine neue Liebe hofft die 64-Jährige nicht mehr. „Ich habe Männer, mit denen ich was unternehme. Aber das ist jetzt weit entfernt von dem, was man Beziehung nennen könnte. Da habe ich auch keinen Bock mehr drauf“, stellt Köster klar. Ihr Blick auf andere bestärke sie darin: „Wenn ich mich umgucke, sehe ich viele Beziehungen, die in Schutt und Asche liegen. Das brauche ich nicht mehr.“
Das Ende der Ehe
Zwölf Jahre war Köster mit Thomas Köller verheiratet, 2005 ließ sich das Paar scheiden. Das Ende der Ehe beschreibt sie als schleichenden Prozess. Ihr Mann habe ihr einmal gesagt, er habe stets versucht, „in meiner Sonne zu glänzen“ und sich dabei wie eine „Spielerfrau“ gefühlt. „Irgendwann bin ich damit nicht mehr klargekommen und habe es nicht mehr ausgehalten, weil ich einfach unglücklich war“, so Köster.
Trotz aller Rückschläge hat die Kölnerin ihren Lebensmut nicht verloren. Als schönste Zeit ihres Lebens bezeichnet sie die Geburt ihres Sohnes vor 33 Jahren. Und an trüben Tagen helfe sie sich selbst: „Wenn sie mal nicht scheint, ziehe ich knallbunte Klamotten an und baue mir selbst eine Sonne.“
(jom/spot)
Bild: Gaby Köster hatte 2008 einen Schlaganfall. / Quelle: Imago images/Panama Pictures / Christoph Hardt

