Für den Ernstfall gerüstet

Vogelsbergkreis, 20.01.2026 (lifePR) – Im Rahmen der Vorbeugung von Großschadenslagen und Katastrophenfällen rüstet der Vogelsbergkreis weiter auf. Erste Vorsorgemaßnahmen wurden getroffen, dazu zählt die Unterstützung der Kommunen bei der Bevorratung von Schaummittel, erklärt Kreisbrandinspektor Marcell Büttner in einer Pressemitteilung.

Schaummittel werden laut Büttner bei der Feuerwehr hauptsächlich zur effektiven Brandbekämpfung von flüssigen (Brandklasse B) und festen Stoffen (Brandklasse A) genutzt. Der Schaum bildet eine isolierende Decke, somit wird die Sauerstoffzufuhr unterbrochen und der Brand gekühlt, was die Rückzündung verhindert. Schaum dient als Universallöschmittel, um brennende Flüssigkeiten wie Benzin abzudecken oder Holz, Papier und Textilien effizienter zu löschen, Schaum dient auch als Netzmittel zur Verbesserung der Wasserdurchdringung, führt der Kreisbrandinspektor aus.

Der Vogelsbergkreis hat nun 6000 Liter Schaummittel beschafft. Dieses wird an strategisch gut gelegenen Punkten im Landkreis vorgehalten. Jeweils 2000 Liter gehen an die Kommunen Alsfeld, Grebenhain und Homberg. Im Bedarfsfall werden die Mengen mit einem Gerätewagen-Logistik der Feuerwehr an die Einsatzstelle gebracht. „In der Regel hat ein Feuerwehrfahrzeug 60 bis 120 Liter Schaummittel vorrätig, somit erhöht sich durch die Vorhaltung die Schlagkraft bei Flüssigkeitsbränden immens“, betont Büttner.

Das bevorratete Schaummittel ist fluorfrei: Es enthält keine organischen Fluorverbindungen und entspricht damit modernsten Umweltstandards. Zudem ist das Konzentrat zu 100 Prozent biologisch abbaubar, was die Umweltbelastung bei Einsätzen und Übungen minimiert, so Büttner abschließend.

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Für den Ernstfall gerüstet

Baunatal, 29.05.2024 (lifePR) – Vom 09. bis 12. Mai 2024 fand auf der Nordalb in Deggingen (Baden-Württemberg) das Notfunk-Ausbildungswochenende des Deutschen Amateur-Radio-Clubs e.V. (DARC e.V.) statt. Knapp 50 Funkamateure nahmen an der viertägigen Schulung teil.

Das Programm umfasste praxisorientierte Workshops, Vorträge und Übungen zu den Grundlagen digitaler Kommunikation und der eingesetzten Technik. Hinzu kamen praktische Übungen. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch externe Referenten, welche unter anderem den Datentransfer über Satelliten praktisch vorführten. Dies kann in Not- und Katastrophenfällen sehr hilfreich sein, um die Bevölkerung zum Beispiel mit einem Internetzugang zu versorgen.

Ein besonderes Highlight war die Abschlussübung, bei der eine Richtfunkverbindung zur Sprach- und Datenübertragung über mehrere Kilometer erfolgreich aufgebaut wurde. Die enorme Herausforderung bei dieser Übung war nicht die zu überwindende Strecke, sondern die Topologie des Geländes rund um die Nordalb. So mussten die Gruppen der Funkamateure insgesamt sieben Richtfunkknoten mit Masten zwischen 6 und 18 Metern Höhe aufbauen und in Betrieb nehmen, bevor eine Verbindung von der Bergkuppe bis zu den im Tal verteilten Endpunkten möglich war. Diese Verbindung hätte im Ernstfall für die Telefonie oder Datenübertragung zwischen Bedarfsträgern genutzt werden können.

Um auch weiterhin aktuell zu bleiben und mit dem Material des Vereins in verschiedenen Topologien üben zu können, ist ein weiteres Ausbildungswochenende im Oktober im Bereich des Ruhrgebiets in Vorbereitung.

Am Thema Notfunk Interessierte können sich an Oliver Schlag wenden, den Referenten des DARC für Not- und Katastrophenfunk: notfunk@darc.de