„Das Restaurant steht unter Wasser. Wir werden nicht mehr beliefert. Uns geht das Essen aus“. Kurzum: der ganz normale Wahnsinn im Alltag von „The Bear: King of the Kitchen“. Wie der Trailer zur fünften Staffel der FX-Serie (ab 26. Juni auf Disney+) andeutet, steht den Restaurant-Mitarbeitern diesmal das Wasser buchstäblich bis zum Hals. Denn neben den finanziellen Problemen plagen das Team auch Sorgen um einen ganz realen Sturm. Doch wenn uns die vier vorangegangenen Staffeln der mit Golden Globes und Emmys prämierten Dramedy-Serie etwas gelehrt haben, dann, dass Carmy und Co. mitunter am besten direkt am Abgrund performen. Zur Erinnerung ein Überblick, wo der Abschluss von Season vier namens „Goodbye“ die Fans zurückließ.
Steht „The Bear“ endlich auf eigenen Beinen?
Die Null ist erreicht, der Countdown ist abgelaufen. Am Ende von Staffel vier endete endgültig die finanzielle Unterstützung, die der inzwischen selbst mit der Pleite ringende Onkel Jimmy aka Cicero (Oliver Platt, 66) ins Restaurant gepumpt hatte. Die brennenden Fragen, die sich somit für die neuen Episoden stellen: Schreibt „The Bear“ endlich schwarze Zahlen und kann auf eigenen Beinen stehen? Oder muss Cicero schweren Herzens das Gebäude verkaufen und alle Mitarbeiter auf die Straße setzen?
Die vermeintlich wichtigste Personalie scheint dabei außen vor zu sein. Carmen „Carmy“ Berzatto (Jeremy Allen White, 35) hatte im Laufe der Staffel beschlossen, als Teilhaber von „The Bear“ zurückzutreten. Nicht, weil er das sinkende Schiff noch rechtzeitig verlassen will, wie seine Kollegin Sydney „Syd“ Adamu (Ayo Edebiri, 30) ihm unterstellt. Im Gegenteil: Seiner Meinung nach könne „The Bear“ nur florieren, wenn er den Weg für Syd als Entscheidungsträgerin frei macht.
Erst nach vier Staffeln kam Carmy zu einer Erkenntnis, die die Zuschauer wohl von der ersten Sekunde der Serie an hatten: Der psychisch stark angeschlagene Ausnahmekoch stürzte sich nur deswegen so selbstzerstörerisch in den Restaurant-Alltag, um sich nicht mit seinen wirklichen Problemen auseinandersetzen zu müssen.
Selbsterkenntnis statt Selbstaufgabe
Seine geradezu toxische Obsession fürs Essen sollte die Trauer über den Verlust seines großen Bruders Mickey (Jon Bernthal, 49) und die allgegenwärtigen familiären Zerwürfnisse ausblenden. Das versucht er schließlich auch Syd zu vermitteln, als er zu ihr sagt: „Jede Chance auf irgendetwas Gutes in diesem Gebäude begann in dem Moment, als du hereinkamst, und jede Möglichkeit, dass es Bestand hat, hängt an dir.“ Also kein Druck…
Auch zur längst überfälligen Aussprache mit Richie (Ebon Moss-Bachrach, 49) kam es. Endlich gestand Carmy ihm, sehr wohl zur Beerdigung von Mikey angereist zu sein – er sich jedoch nicht überwinden konnte, der Zeremonie beizuwohnen. Im Gegenzug schüttete auch Richie sein Herz aus; nach jahrelangen, sich gegenseitig hochschaukelnden Ressentiments versöhnten sich die beiden.
Für Richie hatte das Staffelfinale noch ein weiteres Highlight parat: Da Carmy jetzt aus dem Spiel ist, forderte Sydney. dass er an dessen Stelle zum Partner von „The Bear“ aufsteigen soll. Nach anfänglichem Zögern willigte Richie schließlich ein. Was soll da schon schiefgehen? Die Antworten erhalten Fans ab 26. Juni auf Disney+, wenn mit der letzten Staffel das bittersüße Serien-Dessert serviert wird.
(stk/jmk/spot)
Bild: Wenn zwei sich streiten, guckt der Dritte: Zwischen Carmen „Carmy“ Berzatto (Jeremy Allen White, l.) und Richie (Ebon Moss-Bachrach, r.) herrschte fast vier Staffeln von „The Bear: King of the Kitchen“ lang dicke Luft. / Quelle: Copyright 2022, FX Networks. All rights reserved.





