Hunter Schafer (27) hat sich im vergangenen Jahr einer geschlechtsangleichenden Operation unterzogen. In einem Interview mit dem US-Magazin „Elle“ sprach die Schauspielerin erstmals öffentlich über den Eingriff und ihre Erfahrungen damit. Mit ihrer Entscheidung ist sie sehr glücklich.
„Ich hatte im Dezember meine geschlechtsangleichende Operation, die unglaublich war, und ich liebe das Ergebnis sehr“, sagte Schafer im Gespräch mit „Elle“. Die Schauspielerin, die durch ihre Rolle als Jules Vaughn in der Serie „Euphoria“ international bekannt wurde, entschied sich demnach im Dezember 2025 für den Eingriff.
Hunter Schafer spricht über ihre Geschlechtsidentität
Im Interview reflektierte Schafer auch darüber, wie sich ihr Blick auf die eigene Geschlechtsidentität im Laufe der Jahre verändert hat. Lange habe sie den geschlechtlich offenen Teil ihrer Identität bewusst angenommen. „Ich wollte wirklich versuchen, mit meinem damaligen Körper zurechtzukommen, weil ich dachte, dass daran etwas ziemlich Cooles und Starkes ist“, erklärte sie.
Mit der Zeit habe sie jedoch zunehmend die Spannung zwischen theoretischen Vorstellungen von Queerness und deren Bedeutung im Alltag wahrgenommen. Queerness stehe für sie auf einer ideellen Ebene für Möglichkeiten, Erweiterung und persönliches Wachstum. Gleichzeitig müsse sich dieses Verständnis mit den tatsächlichen Lebensumständen vereinbaren lassen.
Über ihre eigene Identität sagte sie im Gespräch mit „Elle“ klar: „Ich bin eine Frau. Ich bin ein Mädchen.“
So verlief die Genesung nach der Operation
Auch über die Zeit nach dem Eingriff gab Schafer Einblicke. Für ihre Genesung mietete sie eine große Wohnung, in der sie sich ausruhen konnte. Freunde und Familienmitglieder kamen vorbei, um sie zu unterstützen.
Ihre Bewegungsfreiheit war während dieser Zeit stark eingeschränkt. „Ich glaube, meine Grenze lag bei 150 Schritten am Tag, was praktisch nichts ist“, berichtete die Schauspielerin.
Schafer nutzt ihre öffentliche Präsenz seit Jahren auch, um auf die Lebensrealität und die Rechte von trans Menschen aufmerksam zu machen. Im Interview äußerte sie sich unter anderem kritisch zu gesetzlichen Regelungen, die trans Menschen den Zugang zu öffentlichen Toiletten entsprechend ihrer Geschlechtsidentität erschweren.
Schafer wurde zunächst als Model und Aktivistin bekannt, bevor sie als Schauspielerin durchstartete. Neben „Euphoria“ war sie 2023 im Film „Die Tribute von Panem – The Ballad of Songbirds and Snakes“ als Tigris Snow zu sehen, 2024 übernahm sie die Hauptrolle im Horrorfilm „Cuckoo“ und spielte in „Kinds of Kindness“ mit. Dieses Jahr war sie in „Mother Mary“ zu sehen, zudem spielt sie eine Rolle in der Miniserie „Blade Runner 2099“.
(ncz/spot)
Bild: Hunter Schafer im April 2026 bei der Premiere der dritten Staffel von „Euphoria“. / Quelle: imago images/Hutchins Photo





